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DVD-Besprechung - Big Nothing
Story:
Charlie (David Schwimmer) lebt mit seiner Frau Penelope (Natascha McElhone) in einer kleinen Stadt in Oregon. Während er als Lehrer arbeitslos ist, arbeitet seine Gattin als Sheriff und bringt das Geld nach Hause. In seiner Verzweiflung fängt er bei einem Call-Center an und lernt den eigenwilligen Gus (Simon Pegg) kennen. Nach einem fatalen Fehler landet Charlie wieder schnell auf der Straße und ist am Boden zerstört. Doch Gus hat einen verwegenen Plan, denn er hat Providerdaten geklaut, mit denen sich beweisen lässt, dass einige honorige Bürger der Stadt sehr fragwürdige Internetseiten aufgerufen haben. Kurzerhand fassen sie den Plan, eine profitable Erpressung durchzuziehen, doch die Aussicht auf schnelles Geld mündet in ein absolutes Chaos.
Meinung zum Film:
„Big Nothing“ ist alles andere als Nichts. Im Gegenteil. Diese rabenschwarze Krimikomödie bietet beste makabre Unterhaltung, wie man sie z.B. von „Thursday“, „Snatch“ und „Very Bad Things“ kennt. Hier gibt es über 80 Minuten lang keinen Stillstand, sondern eine spannende Aneinanderreihung von Handlungen, die leider viel zu schnell vorbei sind. Die Story bleibt stets undurchdringlich, auch wenn die eine oder andere Vorahnung sich in Teilen bewahrheitet. Die Übergänge der verschiedenen Wendungen sind ordentlich und nachvollziehbar gemacht und werden glücklicherweise nicht tumb präsentiert. Allerdings ist dies kein Film, wo sich der Zuschauer mal eben in Richtung WC verdrücken kann, ohne die „PAUSE“-Taste zu drücken, denn dafür passiert ganz einfach zu viel. Dies war auch scheinbar einer der Gründe, warum die Laufzeit bei lediglich knapp 80 Minuten liegt. Wäre er länger geworden, dann hätten Längen bzw. Wiederholungen den sehr guten Eindruck zunichte machen können.
Die Grundidee des Films ist gut gewählt und ein freundlicher, aufstrebender Sachbuchautor gerät aus Verzweiflung in eine kleine kriminelle Erpressung. Die Tatsache, dass das Opfer tatsächlich Dreck am Stecken hat, scheint für den guten Charlie eine prima Ausrede zu sein. Als aber zunächst das geplante Alibi-Konstrukt zusammenbricht, will er alles abblasen und eilt zum Ort der Geldübergabe. Doch dort erwartet ihn die Leiche des Erpressten, die er sofort entsorgt. Ein Fehler, der den Beginn einer Berg-und-Talfahrt bedeutet, die ihresgleichen sucht. Von nun an bestimmen dumme Zufälle, haarsträubende Pannen und Fehleinschätzungen das Geschehen. Aufgelockert wird der Mordsspaß durch den permanent anwesenden schwarzen Humor, der stellenweise richtig böse ist. Kleiner Tipp am Rande: Abspann bis zum Ende gucken.
Der durch die Fernsehserie „Friends“ bekannt gewordene David Schwimmer hat eine richtig gute Rolle erwischt, in der er zeigen kann, wie breit gefächert sein schauspielerisches Spektrum ist. Er hat die Rolle des erfolglosen Charlie übernommen und füllt dieses sehr gut aus. Simon Pegg („Hot Fuzz“) bleibt seiner Linie treu und wirkt wieder in einem schrägen Filmwerk mit, dessen Humor locker mit seinem bekannten „Shaun of the Dead“ mithalten kann. Alice Eve („Hawking – Die Suche nach dem Anfang der Zeit“) ist die dritte im Bunde, die allerdings erst später, aber entscheidend zur Truppe stößt. Alle drei bilden eine Einheit, bei denen der Part von David Schwimmer einen etwas größeren Anteil bekommen hat. Aber auch die übrigen Schauspieler wissen zu gefallen und tragen mit ihrem guten Spiel zum Gelingen dieses erfrischenden, bitterbösen Krimis bei. So macht die Filmwelt richtig Spaß.
Digitale Aufarbeitung:
So gut der Hauptfilm auch ist, die technische Umsetzung passt sich dem ausgezeichneten Niveau an und präsentiert ein übersichtlich klares Bild. Der ordentliche Kontrast ermöglicht auch in den dunklen Szenen etwas gut zu erkennen und die Farben sind harmonisch abgemischt. Es gibt beim Ton sogar einen schönen dts-Track, der das Geschehen stets passend untermalt.
Extras gibt es in Hülle und Fülle und so kann sich der geneigte Zuschauer auf Texttafeln über die Schauspieler und ihre Filmografien informieren, sowie kurze Interviews mit ihnen abrufen. Das Making Of schwankt zwischen witzig und werbend hin und her und dauert eine knappe Viertelstunde. Die B-Roll vermittelt in über zwanzig Minuten gute Eindrücke von den Dreharbeiten und dem Spaß, den die Crew dabei hatte, auch wenn es teilweise richtig kalt war. Die Produktionsnotizen umfassen sechs Texttafeln mit Informationen und eine Bildergalerie steht auch zur Verfügung. In den Extra „Simon Peggs Videotagebuch“ wird deutlich, dass Pegg ein schräger, aber humorvoller Mensch ist. Es ist ebenso unterhaltsam wie das Kapitel mit der Wahrheit über Simon Pegg. Abschließend gibt es noch den deutschen und den Originaltrailer.
Fazit:
„Big Nothing“ ist eine richtig positive Überraschung und Freunde von schrägen Krimis, bei denen alles schief geht, was nur schief gehen kann, werden begeistert sein. Auf jeden Fall ist er ein klarer Kandidat für die Heimvideosammlung. Die technische Ausstattung ist ebenfalls voll auf der Höhe der Zeit.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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82:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interviews
- B-Roll
- Trailer
- Peggs Videotagebuch
- Die Wahrheit über Simon Pegg
- Infos zu Cast & Crew
- Fotogalerie
- Produktionsnotizen
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Big Nothing
Big Nothing
Achtung: Geheimtipp!
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB/Kanada, 2006 Regie: Jean-Baptiste Andrea Drehbuch: Billy Asher, Jean-Baptiste Andrea Darsteller: David Schwimmer, Simon Pegg, Alice Eve, Natascha McElhone, Olivia Peterson
Label :
Concorde Home Entertainment
Verkaufsstart : 19.03.2008
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