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DVD-Besprechung - Highlander - The Source

Story:
Eine neue Reise beginnt für Highlander Duncan MacLeod, der sich auf die Suche nach dem "heiligen Gral" begibt. Viele Jahre sind vergangen und auf den Straßen herrscht Chaos und Tod. Gemeinsam mit einer Gruppe von befreundeten Menschen und Unsterblichen begibt sich MacLeod auf die Suche nach der Quelle der Unsterblichkeit. Um die Erlösung zu erlangen, müssen sie sich einem unausweichlichen Todeskampf stellen...

Meinung zum Film:
Viel musste das "Highlander"-Franchise schon über sich ergehen lassen. Nach dem ersten Film, der eigentlich von der inneren Logik der Story her bereits der letzte hätte sein müssen (schließlich war Christopher Lamberts Figur schon "der Eine", den bekanntlich es nur geben kann), folgte der zweite Teil. Ein unglaublich schlechtes Sequel, das fernab der ursprünglichen Handlung liegt und die Unsterblichen mit fremden Planeten in einer seltsamen zukünftigen Welt in Verbindung bringt. Es folgten ein mittelmäßiger dritter Teil, die beliebte und durchaus gelungene Fernsehserie mit Adrian Paul in der Hauptrolle und der Film "Endgame", der in der Kontinuität der Serie liegt und diese fortsetzt. Über die filmische Qualität lässt sich sicherlich streiten, als Teil des Universums der Fernsehserie wusste er aber doch ganz gut zu gefallen.

Anders sieht es da nun mit "The Source" aus. Nachdem Fans des ursprünglichen Highlander-Films sicherlich schon nach dem zweiten Teil abgeschaltet hatten, werden nun auch noch die Fans der TV-Serie vergrault. Denn im Gegensatz zu "Endgame" liegt "The Source" handlungsmäßig nicht mehr in der Kontinuität und dem Stil der Serie. Zwar hat man sich einige Figuren entliehen - Duncan, Methos und Joe Dawson -, packt sie aber in eine abstruse Zukunftswelt und spendiert ihnen einen lächerlichen Bösewicht, der mit durchgeknallt verstellter Stimme spricht und eher an Gollum aus "Herr der Ringe" erinnert als an einen ernstzunehmenden Gegner. Da werden unangenehme Erinnerungen an "Highlander II" wach. Ärgerlich ist vor allem, dass die gesamte Geschichte kaum nachvollziehbar ist. Ok, die Welt liegt im Chaos. Warum? Wie kam es dazu? Eine Gruppe Unsterblicher, angeführt von Methos, macht sich auf die Suche nach der "Quelle". Wieso? Und was genau hat es mit der "Quelle" auf sich? Das erfährt man im ganzen Film nicht.

Auch stilistisch ist "The Source" alles andere als begeisternd. Regisseur Brett Leonard, der kaum nennenswerte filmische Erfahrung hat, setzt auf übertriebene Stilmittel nach Musikclip-Art, die Inszenierung erinnert eher an schlechte Videospielfilme wie "Blood Rayne". Dauernd gibt es irgendwelche Schwenks um die Figuren herum und visuelle Effekte, die allerdings ziemlich billig aussehen. Die blauen Blitze beim Kopf-Abtrennen machten selbst in der TV-Serie einen spektakuläreren Eindruck. Grottig ist zudem die Musik. Wenn man schon auf die Queen-Songs des ersten Films zurückgreift, sollte man die aber bitte nicht als schlechte Cover-Versionen unbekannter Bands nachproduzieren. Auch filmisch ist "The Source" also allerhöchstens für Hardcore-Fans von Highlander interessant, doch auch die werden es kaum bis zum Schluss aushalten. Es gibt einfach nichts mehr, das die Serie ausgemacht hat. Keine Rückblenden in frühere Jahrhunderte, keine spannende Story - gar nichts.



Digitale Aufarbeitung:
Durch die vielen stilistischen Eigenheiten (sehr spezielle, künstliche Farbtöne etc.), lässt sich das Bild in Hinblick auf Farbwiedergabe kaum beurteilen. Allerdings ist auffällig, dass der Schwarzwert größtenteils sehr schlecht ist und eigentlich dunkle Bereiche eher grau-blau dargestellt werden. Überzeugend sind hingegen Schärfe und geringes Rauschen. Der Ton liegt in Dolby Digital 5.1 sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch vor. Zudem gibt es eine deutsche dts-Spur, die in Actionpassagen etwas mehr Druck bietet und ansonsten systembedingt etwas lauter ist. Insgesamt sind in den Action-Sequenzen einige nette Effekte zu hören, insgesamt hält sich der Ton jedoch eher zurück und bleibt größtenteils auf der Front beschränkt. Bei der deutschen Version ist erfreulich, dass man auf die Synchronsprecher der Serie zurückgegriffen hat (außer bei Joe, dessen Sprecher bereits gestorben war).

Als Bonusmaterial ist nur der Trailer zum Film vorhanden.

Fazit:
Weder filmisch noch inhaltlich ist "Highlander: The Source" gelungen und weiß noch nicht mal mehr Fans der TV-Serie zu gefallen. Eine unerklärte, überzogene Fantasy-Story mit einem lächerlichen Gegner, die noch dazu in einer seltsamen Zukunftswelt spielt (wenngleich Joe Dawson, obwohl Mensch, nicht gealtert zu sein scheint...). Auch die DVD bietet nichts, was ein Anschauen dieses Films rechtfertigen würde.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
95:38 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
Highlander - The Source - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Highlander - Die Quelle der Unsterblichkeit
Highlander - The Source

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Wäre es mal bei "Es kann nur einen geben!" geblieben...


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Brett Leonard
Drehbuch:
Stephen Kelvin Watkins, Mark Bradley
Darsteller:
Adrian Paul, Thekla Reuten, Cristian Solimeno, Peter Wingfield, Jim Byrnes

Label Deutschland :
e-m-s
Verkaufsstart Deutschland :
08.05.2008