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DVD-Besprechung - Naked Fear
Story:
Auffallend viele junge Frauen verschwinden in einer amerikanischen Kleinstadt, doch die örtliche Polizei tappt im Dunkeln. Als die attraktive Stripperin Diane auf ihrer Reise in dem Ort halt macht, wird sie plötzlich von einem Unbekannten überwältigt, betäubt und entführt. Nackt und völlig schutzlos wacht sie in der Wildnis auf - fernab jeglicher Zivilisation. Schnell wird ihr klar, dass sie Opfer eines grausamen Spiels geworden ist. Als Zielscheibe eines brutalen Menschenjägers beginnt Dianes Kampf ums Überleben. Ein junger Deputy schöpft Verdacht und macht sich auf die Suche nach der Vermissten. Wird er es schaffen, Diane zu finden, bevor der erbarmungslose Jäger seine menschliche Beute erlegen kann?
Meinung zum Film:
Nicht jeder Mensch hat immer gute Tage. Das gilt auch für Regisseure. Nehmen wir Thom Eberhardt als Beispiel. In den 1980ern inszenierte er unter anderem den genialen Sherlock-Holmes-Streifen "Genie und Schnauze", mit Michael Caine als Holmes und Ben Kingsley als Dr. Watson in den Hauptrollen. Doch leider meinte es das Schicksal wohl nicht allzu gut mit ihm, denn seine danach entstandenen Filme konnten dieses hohe Niveau leider nie wieder erreichen. Nun hat er sich, im Alter von 60 Jahren, mit "Naked Fear" an eine Menschenjagd-Szenerie gewagt, die - trotz einiger bekannter Gesichter wie Joe Mantegna aus "Der Pate 3" - produktionstechnisch eher im B- oder C-Level angesiedelt ist.
Dabei kann der Film durchaus unterhalten, wenn man die furchtbare erste Dreiviertelstunde übersteht. Bereits in der Titelsequenz ist klar, worum es gehen wird: Ein geheimnisvoller Jäger schießt eine vor ihm flüchtende Frau an, die daraufhin zu Boden geht und von ihm eine Kugel in den Kopf verpasst bekommt. Spätestens, wenn man dann erfährt, dass in dem nahe gelegenen Stripclub immer mehr Tänzerinnen auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die Sache eindeutig. Natürlich weiß man, was aus ihnen geworden ist - und natürlich weiß man auch, dass die gerade neu angekommene Diana (Danielle De Luca), das nächste Zielobjekt sein wird. Trotzdem hat man die Sache auf rund 45 Minuten mit grausamen Nebenplots und debilen Dialogen ausgewälzt.
Doch wenn die eigentliche Jagd erst mal losgegangen ist, gewinnt die Story erstaunlich an Fahrt und überraschenderweise auch deutlich an Qualität. Sobald sich "Naked Fear" auf den Jäger und Diana konzentriert, scheint ein ganz neuer Film zu beginnen. Die dämlichen Dialoge werden über Bord geworfen und man bekommt stattdessen eine spannende Jagd präsentiert, die noch einiges an plötzlichen Wendungen zu bieten hat und auch in ihrer Inszenierung, mit diversen thematisch passenden Kameraeinstellungen und Kniffen, überzeugen kann. Wer hätte das gedacht? Dadurch weiß "Naked Fear" insgesamt doch noch zu gefallen und kann durchaus empfohlen werden. Allerdings sollte man sich als Filmemacher nicht unbedingt darauf verlassen, dass jeder Zuschauer - ohne Wissen um die spätere Qualitätssteigerung - die grauenhafte erste Dreiviertelstunde gemütlich abwartet.
Digitale Aufarbeitung:
Sunfilm liefert "Naked Fear" in überzeugender Qualität auf DVD ab. Der anamorphe Transfer gefällt durch gelungene Schärfe und ruhiges Rauschverhalten. Der Ton zeigt sich etwas frontlastig, wird aber in einigen Action-Sequenzen dann doch noch etwas räumlicher. Die systembedingt leicht lautere dts-Spur liefert bei diesem Film keinen wirklichen Vorteil gegenüber den Dolby-Varianten.
Als kaum erwähnenswertes Bonusmaterial bietet die DVD lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
Wenn man die unsäglich schlecht gemachten ersten 45 Minuten überstanden hat, wird "Naked Fear" doch noch zu einem sehr spannenden und gut inszenierten Thriller. Schade, dass nicht der komplette Film derart überzeugen kann. Die DVD von Sunfilm weiß technisch zu gefallen, bietet als Bonusmaterial jedoch leider nur den Trailer zum Film.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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103:39 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Naked Fear
Naked Fear
Menschenjagd, die zu lange braucht, um in Fahrt zu kommen
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Thom Eberhardt Drehbuch: Christine Vasquez Darsteller: Danielle De Luca, Joe Mantegna, Dennis Garber, Evan Adrian
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 11.04.2008
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