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DVD-Besprechung - Run, Fatboy, Run
Story:
Am Tag seiner Hochzeit sucht der übergewichtige Dennis (Simon Pegg) von Panik erfüllt das Weite und lässt seine hochschwangere Freundin Libby (Thandie Newton) vorm Altar stehen. Fünf Jahre später bereut der notorische Drückeberger seine Tat bitterlich und versucht über ihren gemeinsamen Sohn Jake (Matthew Fenton) das Herz seiner Ex zurückzuerobern. Unerwünschte Konkurrenz erhält er dabei von ihrem neuem Freund, dem smarten Whit (Hank Azaria), einem leidenschaftlichen Jogger und Fitnessfanatiker. Um Libby zu beweisen, dass er sich gebessert hat, verkündet Dennis großspurig, in nur drei Wochen den großen Marathon in London mitzulaufen. Doch schon das Training stellt den pummeligen Chaoten vor ungeahnte Herausforderungen.
Meinung zum Film:
"Run, Fat Boy, Run" ist eine erfrischende Melange aus typisch amerikanischer Beziehungskomödie und
beißend britischem Humor. Ein Blick auf das Team vor und hinter der Kamera verrät, wie es dazu kam: Der Ex-"Friend" und gebürtige New Yorker David Schwimmer gibt mit dem Film sein Regie-Debut für die
Kinoleinwand, sein Landsmann Michael Ian Black entwickelte das Drehbuch in Zusammenarbeit mit dem britischstämmigen Simon Pegg ("Hot Fuzz"). Letztgenannter übernimmt zugleich die Hauptrolle des Titel gebenden "Fat Boy" und wird dabei unterstützt von Thandie Newton ("Das Streben nach Glück"), Hank Azaria ("Grosse Point Blank") und Dylan Moran
("Shaun of the Dead"). Einen gewissen Teil ihres Charmes bezieht die Komödie zudem von ihrem Schauplatz, London, der eine willkommene Abwechslung zum Genre-üblichen Look amerikanischer Großstädte darstellt.
Der "Fat Boy" geht nach einem ähnlichen Rezept vor wie "Sideways", indem er Elemente einer Beziehungskomödie mit einem aktuellen Gesellschaftsphänomen verknüpft. War es dort die Leidenschaft für guten Wein, ist es hier der Volkssport Laufen, der in den letzten Jahren wieder populär geworden ist. Auch diesmal geht das Konzept auf: Wenn Dennis anfangs hochmotiviert losrennt, um nach nur wenigen Metern unter Seitenstichen zusammenzuklappen, ist ihm die Verbundenheit und das Mitgefühl all jener sicher, die schon vergleichbare Erfahrungen sammeln durften. Sieht man davon einmal ab, nudelt der Film lediglich zum x-ten Mal das altbekannte Schema der Dreiecksbeziehung durch. Etwas wirklich Neues wird nicht geboten, und auch wenn die Handlung größtenteils angenehm bodenständig bleibt, gehen, wie für dieses Genre gemeinhin üblich, einige Zugeständnisse zu Lasten der Logik.
Trotzdem begeistert die Komödie durch ihre sympathischen Figuren und dem skurrilen Humor, Marke "very
british". Neben Simon Pegg in der Hauptrolle, der schon aufgrund seiner äußeren Erscheinung, aber auch seinem trockenem Witz eine Idealbesetzung darstellt, sorgt vor allem Dylan Moran für die meisten Lacher. Wer den Iren bisher nur in der Rolle des verklemmten Spießers aus der Zombiesatire "Shaun of the Dead" kannte, wird überrascht sein von seiner herrlich unverschämten und rotzigen Art als Dennis' bester Kumpel Gordon. Aber auch Thandie Newton, Hank Azaria und Harish Patel, der den schrulligen, alten Inder Mr.Ghoshdashtidar spielt, sorgen gut gelaunt dafür, das die knapp 100 Minuten wie im Flug vergehen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist auf einem recht durchschnittlichen Niveau anzusiedeln. Die Rottöne sind ein wenig zu stark im Vergleich zu den anderen Farben, was sich vor allem immer wieder in den Gesichtern zeigt, und zudem kann die Schärfe nicht richtig überzeugen. Während im Vordergrund Details meist gut zu erkennen sind, neigen diese im Hintergrund immer wieder ein wenig zum leichten verschwimmen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr gut zu verstehen und auch von den Surroundmöglichkeit wird vereinzelt Gebrauch gemacht. Dies vor allem für Umgebungsgeräusche.
Als Extra gibt es zu Beginn einen Audiokommentar mit Regisseur David Schwimmer, Darsteller Simon Pegg, Darstellerin Thandie Newton und Simons Mutter Gill Pegg, die zufällig bei der Aufnahme in New York zu Besuch war, bei dem es wie zu erwarten nicht immer ganz ernst zur Sache geht, aber teils doch einige interessante Hintergrundinfos geboten werden. Es folgen 14 nicht verwendeter, bzw. erweiteter Szenen, wahlweise mit Audiokommentar von David Schwimmer. Rund 6,5 Minuten verpatzter Szenen sorgen für gute Unterhaltung, ähnlich wie ein alkoholischer Scherz, der Simon Pegg bei einem Interview gespielt wurde. Abschließend gibt es noch den Trailer zum Film. (MT)
Fazit:
"Run, Fat Boy, Run" ist eine charmante,
kleine Produktion, die sich durch ihren beißenden Britischen Humor und
einem sympathischen Ensemble von der Masse abhebt. Die Handlung ist gewiss kein Meilenstein der
Kinogeschichte und auch nicht frei von Logikbrüchen, dennoch ist der Film für Fans von Beziehungskomödien
und/oder "Laufgeschädigten" eine Empfehlung wert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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96:05 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur David Schwimmer, Darsteller Simon Pegg, Darstellerin Thandie
Newton und Simons Mutter Gill Pegg
- Nicht verwendete Szenen
- Verpatzte Szenen
- Simon Pegg wird reingelegt
- Kinotrailer
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Run, Fatboy, Run
Run, Fatboy, Run
Britische Kost, leicht bekömmlich für zwischendurch
Autor der Besprechung:
Marcus Greger
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK / USA, 2007 Regie: David Schwimmer Drehbuch: Michael Ian Black, Simon Pegg Darsteller: Simon Pegg, Thandie Newton, Dylan Moran, Hank Azaria, Harish Patel, India de Beaufort
Label :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart : 26.09.2008
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