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DVD-Besprechung - Die Kreuzritter 3 - Die Krone des Königs
Story:
Als der ungarische König Istvan im Jahre 1038 stirbt, hinterlässt er seinen Thron und die Position des Monarchen. Von den möglichen Erben bestimmt er den jungen Laszlo (Attila Szarvas) zu seinem Nachfolger und mit großem Eifer übernimmt dieser die Amtsgeschäfte. Doch die Angst um seinen neu gewonnenen Thron und falsche Berater lassen ihn zum Verräter an seinen Mitstreitern Prinz Geza (Pal Oberfrank) und Prinz Salamon (Peter Horkay) werden. Um neue „Freunde“ zu gewinnen verspricht er anderen Adeligen deren Ländereien und deklariert die gestandenen und kriegserprobten Ritter als Verräter. Die Situation für Laszlo verschärft sich, als seine einstigen Untergebenen sich mit ihren Mannen gegen ihn wenden und sein Thron in Gefahr gerät. Ein blutiger Bruderkrieg bringt eine schicksalsschwere Entscheidung für das junge Königreich Ungarn.
Meinung zum Film:
Die Glaubensbewegung der Kreuzritter bietet noch heute den Stoff für etliche filmische Umsetzungen. In der Vergangenheit wurde oftmals der Kreuzritter als ein wahrer Verfechter des christlichen Glaubens dargestellt und in hübschen, bunten Ritterstreifen mit einem verklärten Blick gesehen und natürlich auch dem Publikum präsentiert. „Die Kreuzritter 3“ ist allerdings vom Titel her eine kleine Mogelpackung, da die Kreuzritter gerade mal in der Entstehung waren und die Gründung des großen Ordens der Templer noch 100 Jahre auf sich warten ließ. Die Ritter im Film sind gläubige Adelige, die im christlichen Sinne handeln wollen und sich den Tugenden des Rittertums und des Christentums gleichermaßen verantwortlich fühlen.
Im Prinzip geht es in dem Film um die Geschichte Ungarns und wie ein zerstrittenes Reich über seine Führer zusammenfindet. Die Art und Weise der Inszenierung erinnert an ein Drama, welches durch die Scharmützel unterbrochen wird. Bei rund zwei Stunden Gesamtlaufzeit ist dies auch notwendig, denn all die Drehungen, Wendungen und Intrigen zehren ein wenig an der Geduld des Zuschauers. Das Schlimme an solchen Szenarien ist aber der Fakt, dass dies eine echte Wiedergabe der Zustände im Mittelalter war. Marodierende Horden überfielen die Landbevölkerung und die verschiedenen Landmannschaften droschen sich im Kampf um die Macht die Schädel ein. Ein Menschenleben war in dieser düsteren Zeit nur wenig wert und der Adel versuchte, teils unter dem Deckmantel der Religion, ein wenig Struktur in die Lehen zu bekommen. Der Grundtenor in diesem Fall ist eine Einigung des Königs auf seine Anerkennung, während seine beiden Rivalen im Gegenzug Ländereien erhielten. Ausgerechnet der königliche Berater spielt ein falsches Spiel und hetzt den unerfahrenen Monarchen gegen seine erkauften Gefolgsleute. Dass ausgerechnet seine geliebte Königin im Hintergrund die Fäden zieht, erkennt er erst, als es für ihn zu spät ist und sein Heer aufgerieben wurde.
Trotz der Aufmerksamkeit, die der Zuschauer bei all den Hinterhältigkeiten walten lassen muss, wird dem Zuschauer ein zeitweise schwieriges Werk präsentiert. Einige Zusammenhänge in Sachen Religion werden als gegeben angesehen und nicht näher erklärt. So trägt einer der Protagonisten einen so genannten „Büßergürtel“ um den Leib, dessen gefährliche Funktion und Sinn wird aber nicht weiter erläutert. Es war ein Mittel der Selbstkasteiung und war ursprünglich ein mit nach innen gewendeten Dornen besetzter Gürtel, der um den Arm oder das Bein angelegt wurde. Je stärker man durch Schmerzen Buße tun wollte, umso strammer wurde er gespannt. Demut vor Gott durch Schmerzen, war damals nicht unüblich und wird auch heute noch in manch anderen Religionen gehandhabt. Auf der anderen Seite sind die Kostüme perfekt auf die damalige Zeit umgesetzt und auch die Kulissen bieten keinen Grund zur Kritik. Alles passt und wirkt sehr authentisch bis hin zu den Waffen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ordentlich gelungen und weist sehr natürliche Farben auf. In einigen Passagen wurden Filter eingesetzt, welche das Bild ein wenig bräunlich aussehen lassen. Das ländliche Flair wird dadurch unterstützt. Ansonsten ist das Bild scharf und der Kontrast ist in Ordnung. Beim Ton gibt es keine Abweichungen nach oben oder nach unten und er befindet sich im soliden Mittelfeld.
Extras sind nicht vorhanden.
Fazit:
„Die Kreuzritter 3“ ist der Versuch, die Geschehnisse dieser Zeit möglichst genau zu rekonstruieren. Ein wirklich überzeugendes Werk ist dabei nicht ganz gelungen, obwohl die Story sehr komplex ist. Nun, Freunde des Genres und der Ritterzeit werden sicherlich ihre Unterhaltung finden, den breiten Geschmack wird die ungarische Produktion voraussichtlich verfehlen. Die technische Umsetzung ist gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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116:58 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Ungarisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Die Kreuzritter 3 – Die Krone des Königs
Sacra Corona
So war das wilde Ungarn
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Ungarn, 2001 Regie: Gabor Koltay Drehbuch: Istvan Nemeskürty Darsteller: Attila Szarvas, Franco Nero, Peter Horkay, Pal Oberfrank, Laslo Földi
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 13.03.2008
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