Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Jumper

Story:
David (Hayden Christensen) ist ein Jumper. Die seltene Gabe, die es ihm erlaubt, sich von einem Ort der Welt zum anderen zu teleportieren, bringt ihn in Konflikt mit dem Gesetz, der Frau die er liebt und der geheimnisvollen Organisation der Paladine.

Meinung zum Film:
Man muss zugeben: Davids Welt ist cool. Frühstück auf der Sphinx, mittags surfen auf Hawaii und dann den Abend entspannt in einem Londoner Pub zubringen - das alles ohne solche trägen Fortbewegunsmittel wie Flugzeuge benutzen zu müssen. Das nötige Kleingeld kann man sich auch jederzeit aus einem beliebigen Banktresor besorgen. Regisseur Doug Liman ("Mr.&Mrs. Smith") baut mit "Jumper" auf der gleichnamigen Romanvorlage von Steven Gould auf und hat alle Möglichkeiten offen, einen wirklich spannenden und innovativen Film zu drehen. Leider nutzt er die meisten davon nicht.

Um es vorwegzunehmen: die Visual-Effects-Spezialisten unter der Leitung von Joel Hynek ("Matrix") verstehen ihre Arbeit. "Jumper" zeigt einige sehr innovative und vor allem passende Effekte. Auch die rasante Kameraführung bei Verfolgungsjagden per Teleport macht anfangs Spaß. Leider reicht das nicht aus, um einen Film wirklich am Leben zu erhalten. Zu einem wirklich dünnen Plot gesellen sich eine ganze Reihe von verpassten Gelegenheiten. Großspurig wird für den Film geworben dass die Jumper eine neue Art von Superhelden sind, die eben mal nicht an die Moralzwänge solcher klassischen Helden wie Spider-Man und seiner Freunde gebunden sind. Die Vorstellung scheint interessant, aber der Film geht darauf ähnlich wenig ein wie auf den angeblich schon seit Jahrtausenden andauernden Kampf zwischen Jumpern und Paladinen. Und so gehen die meisten Möglichkeiten, die Zeit zwischen zwei Sprüngen mit Handlung zu füllen, verloren. Auch die sehr unterschiedliche Qualität der Schauspieler verbessert die Situation nicht.

Hayden Christensen ("Star Wars, Episode 2&3") wirkt bemüht, aber plump und schafft es nicht, der Hauptfigur David Glaubwürdigkeit, geschweige denn Leben einzuhauchen. Mit mehr oder weniger gelangweiltem Gesichtsausdruck "jumpt" er von Ort zu Ort und ähnlich gequält erscheint auch das Zusammenspiel mit seiner Jugendliebe Millie (Rachel Bilson / "O.C., California"). Der zweite Jumper im Film, Griffin, ist von ganz anderem Schlag als David. Überzeugend gespielt von Jamie Bell ("Billy Elliot - I will dance") ist er ein Rebell, der sich vor den Paladinen versteckt und ihnen den Kampf ansagt. Leider geht seine Rolle in Christensens Lethargie unter. Die Paladine wiederum werden maßgeblich verkörpert von Samuel L. Jackson ("Snakes on a Plane") in Gestalt des Roland. Jackson läuft zu ähnlich guter Form wie in "Pulp Fiction" auf, mit der Ausnahme, dass Jules Winnfield nicht mit so einer lächerlichen Frisur gestraft war.

Digitale Aufarbeitung:
Beim Bild fällt vor allem der tiefe Kontrast negativ auf, durch den teilweise Details verschluckt werden. Hier stellt sich die Frage, ob es sich dabei um ein gewolltes Stilmittel von Doug Liman handelt oder um eine falsche Entscheidung beim Mastering. Davon abgesehen ist aber alles bestens gelungen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist immer gut verständlich und die Effektlautsprecher kommen regelmäßig zum Einsatz. Nicht zuletzt bei den Jumps gibt es stets einen satten Ton zu vernehmen.

Bei der getesteten Single-Disc-Version gibt es neben dem Trailer als einziges Extra einen deutsch untertitelten Audiokommentar mit Regisseur Doug Liman, Drehbuchautor/Produzent Simon Kinberg und Produzent Lucas Foster. Im Verkauf wird es eine Special Edition geben, die zahlreiche Extras zu bieten hat. (MT)

Fazit:
Für einen Actionfilm ist "Jumper" zu schnulzig, für einen Superheldenfilm ist er zu flach. Eine gewisse Kurzweiligkeit muss man ihm allerdings zugestehen, was aber auch an der geringen Länge von knapp 85 Minuten liegen kann. Das Ende ist weit offen und schreit geradezu nach einer Fortsetzung - vielleicht wird diese dann ja besser.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
84:48 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar mit Regisseur Doug Liman, Drehbuchautor/Produzent Simon Kinberg und Produzent Lucas Foster
  • Trailer
Jumper - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Jumper
Jumper

Bild unseres Mitarbeiters Falk Ebert
Viel Springen um Nichts


Autor der Besprechung:
Falk Ebert

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Doug Liman
Drehbuch:
David S. Goyer, Jim Uhls, Simon Kinberg
Darsteller:
Hayden Christensen, Jamie Bell, Rachel Bilson, Samuel L. Jackson, Diane Lane

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
22.08.2008