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DVD-Besprechung - Wächter des Tages (Director's Cut)

Story:
Anton (Konstantin Khabensky) ist ein Wächter der Nacht, der dafür sorgen soll, dass die Wesen des Bösen sich an die Spielregeln der gemeinsamen Existenz halten. Sein Sohn Yegor (Dima Martynov) hingegen hat sich der dunklen Seite zugewandt und versucht nun seine magischen Kräfte unter der Leitung des dunklen Machthabers (Viktor Verzhbitskiy) zu schulen. Dabei geraten er und Svetlana (Maria Poroshina), einer Art Praktikantin des Guten, aneinander. Durch eine perfide Intrige gerät Anton in den Verdacht, gegen die gemeinsamen Regeln verstoßen zu haben und die dunkle Seite fordert seine Herausgabe. Als dies abgelehnt wird, scheint alles auf einen endgültigen letzten Kampf zwischen Gut und Böse herauszulaufen.

Meinung zum Film:
Im September 2005 machte das russische Kino mit dem Fantasystreifen „Wächter der Nacht“ erheblich auf sich aufmerksam. Auf internationalem Niveau konnten die Zuschauer verfolgen, wie die Mächte des Guten und der Dunkelheit versuchten, ihre Vorteile in einem ausgewogenen Verhältnis zu suchen. Im Mittelpunkt stand der Protagonist Anton, der als Wächter der Nacht versuchte, die Menschen vor Kreaturen des Dunklen zu schützen. Nun geht der Kampf ums Gleichgewicht in „Wächter des Tages“ weiter und die helle und die dunkle Seite bekriegt sich in kleineren Spitzfindigkeiten. Hierzu muss der Zuschauer wissen, dass Gut und Böse ein Abkommen und klare Spielregeln haben, gegen die beide Seiten gern mal ein wenig verstoßen. Um den Nachfolger komplett zu verstehen, ist es sicherlich sinnvoll, den ersten Teil gesehen zu haben, doch der folgende Hinweis ist vielleicht auch hilfreich. Anton hat einen Sohn namens Yegor und durch den Fakt, dass er dessen Mutter nichts Gutes tun wollte, hat sich Yegor am Ende gegen Anton und für die Dunkelheit entschieden.

Hier setzt dann der zweite Teil an, der, trotz einer Laufzeit von fast zweieinhalb Stunden, deutlich runder wirkt als sein Vorgänger. Die Längen, die beim Erstling nicht von der Hand zu weisen waren, kommen so gut wie nicht mehr vor. Dies liegt unter anderem daran, dass die Rahmenhandlung von kleinen Nebengeschichten begleitet und so der Plot insgesamt unterhaltsamer und abwechslungsreicher wird. Wieder ein absoluter Hingucker sind die CGI-Effekte, die auf dem neuesten Stand der Technik sind und ein sehr guten Eindruck hinterlassen. Was da alles gezeigt wird, darf an dieser Stelle nicht verraten werden, aber der Hinweis auf schwere Gebäudeverluste in Moskau ist erlaubt. Es ist jederzeit spannend zu erleben, wie die Hauptfigur des Anton in immer stärkere innere Spannung gerät, wenn er seinem Sohnemann bei seinem dunklen Treiben begegnet. Sein Vaterherz wiegt schwer und er leistet es sich sogar Schaden von ihm abzuwenden und so der hellen Seite ein wenig in die Parade zu fahren.

Der scheinbar ewige Kampf zwischen Gut und Böse ist weitgehend flott inszeniert, tritt in den passenden Passagen aber auf die Bremse. Die Optik der Sets und der Kostüme lassen die östliche Herkunft des Films eindeutig erkennen. Zu keinem Zeitpunkt hat der Zuschauer das Gefühl, in einer amerikanischen Produktion zu sitzen, was aber nicht sonderlich tragisch ist. Im Gegenteil, denn es verleiht dem Werk etwas eigenes, zumal der Film durchaus sehenswert ist. Ein Hinweis sei hier erlaubt, denn wer mit Fantasy und Gruselelementen nichts am Hut hat, der wird hier keine passende Unterhaltung finden. Freunde des Genres können sich auf einen abwechslungsreichen Streifen freuen, den man locker anschauen kann. Die Charaktere, die aus dem ersten Teil übernommen wurden, funktionieren auch dieses Mal wieder hervorragend, auch wenn Anton nicht permanent im Vordergrund steht.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild verfügt über einen sauberen Kontrast, der angesichts der vielen Szenen, die im Dunkel oder Halbdunkel spielen, auch notwendig ist. Ausgewogene Farben und eine sehr klar wirkende Optik geben ebenfalls keinen Grund zur Kritik. Der Ton wartet zwar nicht mit einem dts-Track auf, doch was der Zuschauer zu hören bekommt, ist schon fast mit einem solchen vergleichbar. Es gibt also ordentlich was auf die Ohren, ohne dass der Bass zu sehr betont wurde.

Das Making Of dauert rund 25 Minuten und bietet so einiges an Informationen zur Entstehung des Films. Es bleibt nicht nur bei gegenseitigen Lobpreisungen, es gibt in der Tat so einiges zu erfahren. Es folgt lediglich noch der russische Trailer zum Hauptfilm.

Fazit:
„Wächter des Tages“ ist eine mehr als gelungene Fortsetzung von „Wächter der Nacht“, allerdings eine sehr lange bei fast 140 Minuten Laufzeit. Bild und Ton sind in Ordnung, die Extras hingegen sind etwas spärlich, aber gut.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
139:50 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Russisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Trailer
Wächter des Tages (Director's Cut) - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Wächter des Tages
Dnevnoy Dozor

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Besser als sein Vorgänger


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Russland, 2006
Regie:
Timur Bekmambetov
Drehbuch:
Sergei Lukyanenko, Timur Bekmambetov, Vladimir Vasiliev
Darsteller:
Konstantin Khabensky, Mariya Prohina, Vladimir Menshov, Galina Tyunina, Aleksei Chadow

Label Deutschland :
20th Century Fox Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
14.03.2008