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DVD-Besprechung - Asylum - Irrgarten des Schreckens
Story:
Der Psychologe Dr. Martin (Robert Powell) kommt frisch an der psychiatrischen Klinik Dunsmoor Manor an, bei der er sich um einen Job als Psychotherapeut beworben hat. Vor Ort wird ihm klar gemacht, dass der bisherige Chefarzt Dr. Starr die Seiten gewechselt hat und nun selbst eingesperrt auf seine Therapie wartet. Martins Aufgabe ist es, anhand der Erzählungen von 4 Patienten herauszufinden, hinter wem sich Dr. Starr versteckt.
Meinung zum Film:
Das Drehbuch zu „Asylum“ schrieb niemand anders als Robert Bloch, der mit seinem Roman „Psycho“ die Vorlage zu einem der bekanntesten Hitchcock-Filme schrieb, welcher auch heute noch seine schaurige Wirkung auf sein Publikum hat. Regie führte Roy Ward Baker, der sich zwar nie zu den ganz großen Regisseuren zählen durfte, mit seinen Arbeiten an TV-Serien wie „Mit Schirm, Charme und Melone“, „Simon Templar“ und „Die Zwei“, sowie Kinofilmen wie „Dracula - Nächte des Entsetzens“ oder „Einer kam durch“ durchaus erwähnenswerte Beiträge in seiner Filmografie vorzuweisen hat. „Asylum“ dürfte aber sicherlich mit zu den Krönungen seines Schaffens gehören, denn die von den britischen Gruselspezialisten des Amicus-Studios produzierte Kurzgeschichtensammlung gehört zu den unterhaltsamsten Beiträgen des Subgenres.
Der gute Eindruck beginnt schon bei der Rahmenhandlung, die im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern, wo sich meist durch einen Umstand zusammengewürfelte Menschen gegenseitig Gruselgeschichten erzählen, an sich höchst interessant erscheint. Die Frage, welcher der Patienten nun wohl der verrückt gewordene Doktor sein mag, kann durchaus als vollwertige 5. Storyline betrachtet werden, die bestens funktioniert. Bei den Geschichten der Patienten geht es im ersten Fall um einen Mann, der sich seiner Frau entledigen möchten, damit er sich ungestört mit seiner Geliebten vereinigen kann. Dass der Plan nicht von Erfolg gekrönt ist, ist hierbei zwar gleich von Anfang an klar, der Weg, auf dem die Frau sich an ihrem Mann rächt, aber durchaus interessant. Weiter geht es mit einem Schneider, der nach einem minutiös ausgelegten Plan mit einem ganz speziellen Stoff einen Anzug schneidert, bei der Übergabe aber eine böse Überraschung erleben muss. Mag diese Episode inhaltlich nicht ganz so überzeugend sein, glänzt sie jedoch in ihrer perfekten viktorianischen Atmosphäre und dem Schauspiel von Peter Cushing („Dracula und seine Bräute“) und Barry Morse („Auf der Flucht“).
In der nächsten Episode muss sich eine noch junge Charlotte Rampling („Der Nachtportier“) mit dem Vorschlag ihrer besten Freundin Lucy (Britt Ekland / „James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt“) auseinander setzten, aus dem Anwesen ihres Bruders zu flüchten, der die junge Frau gerade erst zur Pflege aus einem Krankenhaus abgeholt hat. Abgeschlossen wird der Kurzfilmreigen durch Herbert Lom („Das Bildnis des Dorian Gray“) in der Rolle eines Wissenschaftlers, der einen Weg gefunden hat, kleinen Robotern eine Seele einzuhauchen und sie dadurch zu unheimlichen Killerkreaturen werden zu lassen. Auch die Rahmenhandlung wird am Ende nicht vergessen. Die Auflösung werden sich Gruselfüchse zwar schon bereits denken, enttäuscht werden dürfte aber niemand durch sie. Das einzig Negative an „Asylum“ ist, dass bereits nach rund 85 Minuten Schluss ist. Bleibt nur zu hoffen, dass auch „The Vault of Horror“, ein weiterer Episodenhorror von Regisseur Roy Ward Baker bald seinen Weg auf eine deutschsprachige DVD finden wird. „Asylum“ macht auf jeden Fall Lust auf mehr.
Digitale Aufarbeitung:
Das direkt von einem PAL-Master abgetastete Bild macht einen sehr guten Eindruck. Es ist zwar recht grobkörnig, die Farben erscheinen ein klein wenig blass und ab und an überstrahlen grell-helle Flächen, was aber keinesfalls weiter störend ins Bild fällt und dem Alter des Materials anzulasten ist. Der deutsche Ton ist durchweg klar zu verstehen und erfüllt seinen Zweck.
Das Bonusmaterial auf der DVD ist recht spärlich gesät. Abgesehen von einer Bildergalerie, 2 TV-Spots und dem Trailer zum Film gibt es hier nichts zu finden. Als Ausgleich dafür liegt der DVD ein Booklet mit Informationen bei und das Amaray wird in einem Schuber mit alternativem Covermotiv ausgeliefert.
Fazit:
„Asylum“ gehört sicherlich mit zum Besten, was das Episodenhorror-Genre zu bieten hat. Eine interessante Rahmenhandlung, eine dichte Gruselatmosphäre, Kurzgeschichten, mit den für das Genre überraschend-grotesken Elementen und durchweg gute Darsteller machen den Film zu einer klaren Empfehlung für Freunde dieser Art Gruselspaß.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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84:46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Radiospots
- Bildergalerie
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Asylum
Asylum
Feinster brtischer Episoden-Horror
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 1972 Regie: Roy Ward Baker Drehbuch: Robert Bloch Darsteller: Robert Powell, Patrick Magee, Peter Cushing, Herbert Lom, Charlotte Rampling, Barry Morse, Barbara Parkins, Richard Todd, Sylvia Syms, James Villiers, Geoffrey Bayldon, Ann Firbank, Megs Jenkins, John Franklyn-Robbins
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 27.03.2008
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