 |
DVD-Besprechung - Brennender Tod
Story:
Angela Roberts (Jane Merrow) ist die neue Sekretärin des Schriftstellers Jeff Callum (Patrick Allen), der zusammen mit seiner Frau Frankie (Sarah Lawson) auf der britischen Kanalinsel Fara lebt. Als sie auf der Insel ankommt und in der Gaststube ihres neuen Chefs Revier beziehen möchte, stellt sie fest, dass auf Fara der heißeste Sommer vorherrscht – dabei ist es Winter. Bald darauf sterben die ersten Leute und Godfrey Hanson (Christopher Lee), ebenfalls Gast im Hotel, benimmt sich reichlich merkwürdig.
Meinung zum Film:
Dieser britische Horrorfilm wurde 1967 gedreht, schaffte es aber erst 1985 als Videopremiere nach Deutschland. Einerseits verwunderlich, zeichnet sich doch der zugkräftige Terence Fisher („Der Fluch von Siniestro“) auf dem Regiestuhl verantwortlich, der auf ein äußerst prominentes Darsteller-Zweigespann zurückgreifen konnte, nämlich keine geringeren als Peter Cushing („Dracula und seine Bräute“) und Christopher Lee („Totentanz der Vampire“). Nun könnte man befürchten, dass es schon seinen Grund haben muss, dass dieser Film hierzulande jahrelang an uns vorüberging, dennoch bietet der Film auf seine Weise zumindest ein bisschen Spaß.
Gleich zu Beginn wird Peter Cushing in den Credits als „Guest“ angekündigt und man hat schon Angst, sein Mitwirken würde einzig und allein den Zweck haben, mit seinem Namen werben zu können und dass er nur einmal durch das Bild läuft. Zwar hat Cushing keine riesige Rolle, dennoch kommt er als sympathischer Dr. Vernon Stone zum Zug und hat Screentime wie bei einer normalen Nebenrolle üblich. Stone ist zu Beginn im Gasthaus anwesend, wo sich die Katastrophe anbahnt. Im späteren Verlauf beschränkt sich die Handlung dann weitgehend auf die Pension und die selteneren, sogenannten Außenaufnahmen sind deutlich sichtbar im Studio aufgenommen worden. Hier hat das Budget eindeutig unter der Gage von Fisher, Lee und Cushing leiden müssen. Nicht billig, sondern erbärmlich sehen dann auch die Außeriridischen aus, die für die Hitzekatastrophe verantwortlich sind, die man aber glücklicherweise nur kurz und ganz zum Schluss sieht und die nicht zum Fürchten, sondern höchstens zum Lachen animieren.
Interessanter ist da schon der Nebenplot um Angela und Jeff. Schon nach ein paar Minuten Laufzeit stellt sich nämlich heraus, dass Angela gar nicht Jeffs neue Sekretärin, sondern seine alte Geliebte ist, die die Beziehung nun neu auffrischen möchte und sich auch sofort an ihren alten Liebhaber heranschmeißt, während Jeff inzwischen zur Treue zu seiner Frau zurückgefunden hat und mit Angelas Anwesenheit gar nicht einverstanden ist. Derartige Themen so „offen“ präsentiert zu bekommen war für Filme dieser Zeit eher ungewöhnlich und macht diesen Film neben den trashigen „Monstern“ dann doch für Fans erträglich. Da Christopher Lee und Peter Cushing gut aufspielen können, können Fans des britischen Horrors der 60er/70er-Jahre gern mal zumindest einen scheuen Blick in den Film werfen – alle anderen sollten aber wirklich lieber etwas anderes gucken.
Digitale Aufarbeitung:
Die Farben dieser DVD sind gut gelungen, jedoch hat der Film in einigen Szenen mit Unschärfen zu kämpfen, was aber noch im Rahmen des Erträglichen liegt. Einige Bildverschmutzungen sind ebenfalls zu verkraften. Der Ton liegt wahlweise auf deutsch oder auf englisch in Dolby Digital 1.0 vor und verfügt über eine gute Dialogverständlichkeit.
An Extras gibt es auf der DVD eine Bildergalerie mit Aushangfotos. Der DVD beigelegt ist noch ein 8-seitiges Booklet, das auf 3 Seiten über die Hintergründe zum Film informiert.
Die Amaray der Erstauflage dieser DVD wird im Pappschuber ausgeliefert.
Fazit:
„Brennender Tod“ bietet mit Terence Fisher, Peter Cushing und Christopher Lee 3 prominente Namen des britischen Horrors, leider ist das vorliegende Ergebnis nur für eingefleischte Fans wirklich interessant. Wer generell auf Trash steht, könnte einen vorsichtigen Blick auf diesen Film werfen, alle anderen sollten aber Abstand nehmen. Die DVD ist technisch befriedigend, mit dem Schuber und dem Booklet wurde erfolgreich versucht, die Veröffentlichung für Fans etwas aufzuwerten.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,85:1
|
90:21 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch |
|
Bonusmaterial:
|
|
|
|  |
Brennender Tod
Terence Fisher
Statt einem Feuer gibt es nur ein billiges Flämmchen
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Großbritannien, 1967 Regie: Terence Fisher Drehbuch: Ronald Liles Darsteller: Christopher Lee, Patrick Allen, Peter Cushing, Jane Merrow, Sarah Lawson
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 27.03.2008
|