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DVD-Besprechung - Die Unerschrockenen

Story:
Chance Buckmann (John Wayne) spielt mit dem Feuer, im wahrsten Sinne des Wortes, denn er hat sich mit seinen Leuten darauf spezialisiert, in Brand geratene Ölquellen zu löschen. Der Job ist zwar gefährlich, doch gekostet hat es ihn nicht seine Gesundheit, sondern seine Ehe und den Kontakt zu seiner Tochter Tish (Katharine Ross). Ein schwerer Unfall lässt ihn zu dem Schluss kommen, dass es nun an der Zeit ist, den Job an den Nagel zu hängen, doch als sein Kollege und Freund Greg (Jim Hutton) sich bei einem Folge-Job übernimmt, steht Chance ihm ein letztes Mal zur Seite.

Meinung zum Film:
Den weltbekannten Schauspieler John Wayne („Die vier Söhne der Katie Elder“) als eine reine Westernikone zu bezeichnen ist ein beliebter und geläufiger Fehler. Als stolzer Mongolenführer führte er sein Heer ebenso in die Filmschlacht wie auch seinen Düsenjet in die UdSSR. In „Die Unerschrockenen“ ist er ein Fachmann für Ölquellen, wenn diese, aus welchen Gründen auch immer, gelöscht werden müssen. Während des ersten Irakkriegs z.B. waren diese Leute extrem gefragt, nachdem ein bekannter Diktator Ölquellen gezielt anzünden ließ. Im vorliegenden Film geht es aber um die Ölbranche an sich, denn der Film spielt in den sechziger Jahren, einer Zeit, in der die Sicherheitstechnik noch nicht ganz so entwickelt war wie heute. John Wayne und seine Fachleute arbeiten mit gezielten Sprengungen an den brennenden Quellen, welche die Flammen ersticken. Kleiner Hinweis am Rande: die Figur des Chance Buckmann basiert auf einer echten Geschichte, die des Paul Adair. Er war der wahre Pionier der Ölbrandbekämpfung und wurde im hohen Alter von 76 Jahren ach Kuwait gerufen, um die von den Irakern in Brand gesetzten Ölquellen zu löschen.

Feuer ist immer ein beliebtes Thema in Filmen gewesen. Ob Hochhäuser brennen, ob Wälder in Flammen stehen, oder ob ganze Stadtteile von den zehrenden Feuern bedroht sind, das Spiel mit der Angst vor dem Brand funktioniert immer prächtig. Nasse Sachen kann man trocknen, aber ein Feuer ist so ziemlich die endgültigste Art der Zerstörung und von daher liegt in den Flammen immer wieder ein erhöhtes Spannungspotential. Im Gegensatz zu anderen Filmen wird das Feuer nicht aus der Distanz bekämpft, sondern die waghalsigen Männer nähern sich bei der Brandbekämpfung näher als sonst ein Feuerwehrmann. Filmtechnisch sind diese Szenen perfekt und absolut spannend inszeniert worden, so dass der Zuschauer teilweise fast schon die Hitze der Feuerwände spüren kann. Leider ist der Rest des Films zu sehr bedacht, Helden zu transportieren und so bleibt es bei markigen Sprüchen und einer gehörigen Portion Macho-Gehabe.

John Wayne als Hauptdarsteller zu nehmen war in dieser Zeit fast schon eine sichere Bank, da er der Prototyp eines fast perfekten Helden war. Seine Filmfiguren haben immer eine gewisse Lässigkeit gehabt und der eine oder andere süffisante Spruch kam auch über seine Lippen. In der Rolle des Chance Buckmann ist es wieder genauso, denn er ist der souveräne Mann, der, wenn er gebraucht wird auch mal kurz eine Silvesterfeier über den Wolken abbricht, um eine Ölquelle zu löschen. Jim Hutton („Die grünen Teufel“) spielt den jungen Heißsporn Greg Parker. Hutton starb nur neun Tage vor John Wayne im Jahr 1979 ebenfalls an Krebs. „Die Unerschrockenen“ wurde nicht der erhoffte große Wurf, doch für ein flammendes Abenteuer reicht er locker aus.

Digitale Aufarbeitung:
Wie von KochMedia gewohnt wurde das Bild sehr gut überarbeitet und es präsentiert sich in einem sehr sauberen Zustand. Es sind so gut wie keine Bildfehler zu erkennen und die Farben und der Kontrast sind ausgewogen und stimmig. Der Ton ist in Ordnung und das Ergebnis ist hörbar zufrieden stellend.

Neben dem Kinotrailer und einer Bildergalerie gibt es auch einen Blick hinter die Kulissen mit einer Spieldauer von gut zehn Minuten. Dieser wurde mit deutschen Untertiteln versehen und beginnt mit den Worten des großen John Wayne persönlich. Hier wird u.a. auch erklärt, dass der echte „Firefighter“ Paul Adair den Film beratend unterstützt hat und die angewendeten Techniken zur Bekämpfung von ihm entwickelt wurden. In der DVD-Hülle befindet sich zudem noch ein Booklet von 16 Seiten, welches eine Fülle an Hintergrundinfos, sowie Fotos beinhaltet.

Fazit:
„Die Unerschrockenen“ bietet fast zwei Stunden feuriges Abenteuerkino, welches teilweise ein wenig abgedroschen wirkt und sich zu vieler maskuliner Phrasen widmet. Die spannenden Brandszenen sind aber eine Entschädigung und so geht der Film insgesamt in Ordnung ohne eine Referent zu sein. Technisch hat KochMedia wieder ganze Arbeit geleistet und es gibt keinen Grund zur Kritik.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
116:01 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Behind The Scenes
  • Bildergalerie
  • 16-seitiges Booklet
Die Unerschrockenen - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Die Unerschrockenen
Hellfighters

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
And It Burns, Burns, Burns...


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1968
Regie:
Andrew V. McLaglen
Drehbuch:
Clair Huffaker
Darsteller:
John Wayne, Vera Miles, Katharine Ross, Jim Hutton, Jay C. Flippen

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
28.03.2008