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DVD-Besprechung - Das Haus der sieben Sünden
Story:
Die betörende Bijou (Marlene Dietrich) bringt Leben in die Bars und auch Unruhe, denn die Männer liegen ihr zu Füßen. Und wenn schon ein ganzer Saal voller schwitzender Seeleute eine solche Frau anschmachten, dann ist eine handfeste Keilerei um die Schöne fast schon Programm. Wegen der sie umgebenden Unruhe wird sie kurzerhand von einer Südseeinsel verwiesen und trifft auf den gut aussehenden Lt. Dan Brent (John Wayne). Die blonde Schönheit lässt den Offizier nicht mehr los und er ist sogar bereit, für sie seinen Dienst an den Nagel zu hängen. Doch mit seinem Heiratsantrag stürzt er sie in Gewissensnöte und die Liebe gerät in ein unruhiges Fahrwasser.
Meinung zum Film:
Die beschwingte Liebesgeschichte mit dramatischen Einschlägen beginnt auf einem Eiland der Sundainseln und schon mit dieser Örtlichkeit dürfte dem erfahrenen Zuschauer klar sein, dass er eine der damals größeren Hollywoodproduktionen vor den Augen hat. Das betörende Flair der Südsee, der junge John Wayne („Rio Bravo“) und die große Marlene Dietrich („Der blaue Engel“) sollten die Garanten für einen echten cineastischen Kracher sein, doch der Film ist heute eher Insidern ein Begriff. Oder aber den Fans der beiden Hauptdarsteller, denn den Weg des Lebens beschritten die zwei nach „Das Haus der sieben Sünden“ für einige Zeit gemeinsam. Der Film ist nicht übel und die Dialoge zwischen „der“ Dietrich und John Wayne sind zeitweise wie ein Funke, der sich der Zündschnur nähert. Etwas überraschend liegt der Schwerpunkt des Films bei Marlene Dietrich, was u.a. durch eine abwechslungsreiche Kostümierung optisch unterstützt wird.
Ähnlich wie in „Der blaue Engel“ wirkt sie wie eine Lichtquelle, der sich allerhand Motten nähern. Doch die Männer, die sich für sie in rauen Mengen interessieren, sind für die selbstbewusste Frau lediglich ein Mittel zum Zweck. Die Figur der Bijou hat schon zu oft selbst die Herzen der ganz harten Kerle gebrochen, auch wenn sich jeder noch so richtig ins Zeug gelegt hat. Und dann kommt der Offizier Lt. Dan Brent, der zwar auch prompt von ihrem Charme eingefangen wird, den sie aber deutlich schneller und näher an sich heranlässt, als sie es sonst gestattet. Brent ist von der Vollfrau so sehr begeistert, dass sein Ansinnen, den Job zu kündigen und sie zu ehelichen, zu einem echten Problem für sie wird. Er erkennt nicht die Zäsur, die sich für sie ergeben würde, da das Leben in den Bars und mit all seiner Leichtigkeit nicht mehr zu führen wäre. Diese komplette Wende fürchtet sie und sie scheut vor einer Entscheidung.
Warum dieser Film es nicht zu einem Topfilm geschafft hat, ist schwer zu sagen. Vielleicht ist es die etwas saloppe Art der Inszenierung, die nicht sehr geradlinig ablief. Teilweise wirken die Szenen zu konstruiert und weniger logisch entwickelt. An den Hauptakteuren bzw. den anderen Schauspielern liegt es jedenfalls nicht, da die Charaktere bis in die Nebenrolle des verliebten Matrosen als Bijous Bodyguard gut funktionieren. Vielleicht sind die Hauptcharaktere nicht tief genug gelungen und die Identifikation fällt in der Tat ein wenig schwer. Die Kulissen hingegen sind großartig und vermitteln fast eine Art Postkartenoptik. Diese wirkt logischerweise ein wenig gekünstelt, doch am Ende zählt nur, dem Zuschauer eine so perfekt wie nur mögliche Illusion zu bieten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Schwarz-Weiß-Bild wurde gut überarbeitet und es wirkt sehr klar. Bildfehler sind eine echte Rarität und der gute Kontrast sorgt für eine angenehme Optik. Der Ton konnte ebenfalls gut umgesetzt werden, denn die Sprache erklingt klar und ohne den sonst von solch alten Filmen bekannten dumpfen Klang. Erfreulich.
Neben dem Trailer gibt es noch eine Bildergalerie als Extra auf der DVD. Das beste jedoch ist das 16-seitige Booklet mit einer Fülle an Informationen zu den Stars und zu dem Film selbst.
Fazit:
Freunde der alten Filmstars sollten bei „Das Haus der sieben Sünden“ zugreifen, denn es wird das gute, alte Hollywoodkino geboten. John Wayne und Marlene Dietrich geben sich ein nettes Stelldichein. Technisch lässt die DVD keine Wünsche offen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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83:05 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Bildergalerie
- 16-seitiges Booklet
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Das Haus der sieben Sünden
Seven Sinners
Klassisches Hollywoodkino mit Herz und Schmerz
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1940 Regie: Tay Garnett Drehbuch: John Meehan, Laszlo Vadnay, Ladislas Fodor Darsteller: John Wayne, Marlene Dietrich, Albert Dekker, Mischa Auer, Billy Gilbert
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 28.03.2008
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