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Blu-ray-Besprechung - The last Sentinel
Story:
Irgendwann in ferner Zukunft haben sich Polizei-Cyborgs, die eigentlich zum Schutze der Menschen erbaut wurden, gegen diese gestellt und die Weltherrschaft fast übernommen. Aus der menschlichen Gegenwehr sind nur kleine Zellen übrig geblieben – und Tallis (Don Wilson), ein ehemaliger Soldat, der ebenfalls leicht mit Technik modifiziert wurde, in einer menschlichen Militär-Einheit diente und der der letzte seiner Art ist. Eines Tages lernt er eine Frau (Katee Sackhoff) kennen und es bietet sich die Chance, die Cyborgs doch noch zu vernichten.
Meinung zum Film:
Jesse Johnson war bei "The last Sentinel" sowohl für die Regie als auch für das Drehbuch verantwortlich. Johnson ist in erster Linie als Stuntman bekannt und hat erst eine handvoll Filme als Regisseur begleitet. Die Hauptrolle wurde mit Don „The Dragon“ Wilson besetzt, einem Kick-Box-Weltmeister, der sich seit den neunziger Jahren ein zweites Standbein als Actiondarsteller („Cyber Tracker“) aufgebaut hat. Alles in allem kann man bei diesem Film also schon vorab zu recht mit einem lupenreinen B-Film rechnen, die Frage ist nur, ob das Ergebnis in Richtung unerträglicher Trash tendiert oder die Beteiligten ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Das Negative vorweg: die eingestreuten CGI-Effekte sind lachhaft und Hauptdarsteller Wilson wird für seine schauspielerische Leistung in diesem Science-Fiction-Actionbeitrag sicher keinen Oscar gewinnen. Dafür ist sein Repertoire, das praktisch nur aus einem einzigen Gesichtsausdruck besteht, etwas zu wenig. Auch bezüglich der Logik sollten beim Zuschauen beide Augen geschlossen bleiben. Das war es dann aber im Großen und Ganzen schon und der „Sentinel“ konzentriert sich auf das, was er sich auch auf die Fahne geschrieben hat: Action, Action und nochmals Action. Es wird praktisch ständig geschossen und die kurzen Rückblenden, die den Zuschauer über den Höhepunkt der Mensch-Cyborg-Krise und über den Werdegang Tallis’ informieren sollen, sind ebenfalls stark bleihaltig. Der obligatorischen Liebesgeschichte zwischen dem Helden und der Frau wird ebenfalls nicht zu viel Zeit eingeräumt und so kann der Actionfreund sich auf einen B-Film freuen, der zielgerichtet vorwärts geht und man kann sich mit einem Augenzwinkern fragen, warum ein Mann im Alleingang plötzlich einen Krieg gewinnen will, den die gesamte geballte Menschheit zusammen zuvor verloren hat.
Das Setting schwankt von billiger Lagerhallen-Optik bis hinüber zu menschenleeren, apokalyptischen Großstadt-Straßen. Die Cyborgs, die aus Wallace’ „Der Frosch mit der Maske“ hätten entsprungen sein können, schaffen ebenfalls den Spagat zwischen leicht lächerlich und bedrohlich. Dieser Eindruck zieht sich auch durch den ganzen Film, wobei das Gefühl überwiegt, dass hier wirklich erfolgreich versucht wurde, mit den vorhandenen Mitteln einen lupenreinen und unterhaltsamen Zukunfts-Action-Film auf die Beine zu stellen. Einen Hauch von Paul Verhoeven ("Starship Troopers") bieten dann noch die teilweise eingestreuten, von Menschen moderierten Nachrichtensendungen, die die im Untergrund lebende Restbevölkerung davon überzeugen soll, dass die Cyborgs eigentlich nur Gutes tun. Wer auf Hollywood-Optik verzichten kann und bei riesigen Logiklöchern nicht kapituliert, wird hier knapp 90 Minuten lang sehr gut unterhalten werden!
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray haut den Zuschauer nicht vom Hocker. Die Schärfe ist zwar szenenweise knackig, die meiste Zeit aber bewegt sie sich nur im durchschnittlichen Bereich und übersteigt das DVD-Niveau fast nie. Der Kontrast bietet keinen Anlass zum Klagen und sitzt gut. Die Farben sind meist eher blass, dies ist jedoch beabsichtigt und kein Mastering-Fehler. Der deutsche Ton liegt wahlweise in Dolby Digital 2.0 und in dts-HD Master Audio 5.1 vor – letzter spielt sich jedoch fast ausschließlich in der Front ab, so dass sich hier kaum ein Mehrwert ergibt. Die Abmischung an sich ist jedoch gut.
An Extras gibt es einen Audiokommentar von Produzent Bill Gottlieb und Regisseur Jesse Johnson, der leider nicht deutsch untertitelt ist. Ebenfalls untertitelfrei ist das etwa 15-minütige Making of. Abgeschlossen werden die Extras durch den Trailer. Die gleichen Extras finden sich schon auf der alten DVD-Auflage, ein Upgrade nur aufgrund der Special Features lohnt also nicht.
Fazit:
„The last Sentinel“ bietet auf der einen Seite ein löchriges Drehbuch und schlechte CGI-Effekte, auf der Habenseite dafür aber reichlich Action und eine überwiegend funktionierende Endzeitstimmung. Somit haben die Macher ihre Aufgabe erfüllt und der Film kann bedenkenlos an Actionfreunde weiterempfohlen werden!
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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94:25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Making of
- Audiokommentar von Produzent Bill Gottlieb und Regisseur Jesse Johnson
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The last Sentinel
The last Sentinel
B-Action, die gute Unterhaltung bietet
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Jesse Johnson Drehbuch: Jesse Johnson Darsteller: Don Wilson, Katee Sackhoff, Bokeem Woodbine, Keith David, Peter Allas
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 10.03.2011
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