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DVD-Besprechung - Bee Movie - Das Honigkomplott
Story:
Biene Barry B. Benson (Bastian Pastewka) hat gerade die Bienenschule beendet, als er sich bereits für seinen Lebensjob im Bienenstock entscheiden soll. Doch Barry möchte mehr vom Leben haben und so entschließt er sich, sich bei den Pollensammlern einzuschleichen und mit ihnen aus dem Stock zu fliegen. Durch einen Unfall wird er allerdings von der Gruppe getrennt und von der Floristin Vanessa Bloome (Mirjam Weichselbraun) vor dem Tod gerettet. Obwohl das oberste Bienengesetz lautet, dass es nicht erlaubt ist mit Menschen zu sprechen, dankt Barry seiner Retterin, was den fatalen Beginn einer globalen Veränderung des Ökosystems darstellt.
Meinung zum Film:
Nach dem Ende der äußerst erfolgreichen Sitcom „Seinfeld“ zog sich dessen Kopf Jerry Seinfeld zurück. Doch schon recht bald trug er die Idee eines Films über Bienen mit sich herum und in einer Wortspielerei nannte er dieses anfängliche Hirngespinst „Bee Movie“ (gesprochen = B-Movie). Umgesetzt wurde diese Idee dann zusammen mit DreamWorks Animation, die sich unter anderem die „Shrek“-Filme verantwortlich zeigen. Doch schon gleich in den ersten Einstellungen wird klar, dass sich die Animationen deutlich von denen des beliebten Orks unterscheiden. Die Details der Umgebung wirkt deutlich simpler gestrickt und auch die Menschen wirken nicht sonderlich ausgefeilt. Lediglich die feinen Härchen am Rumpf der Bienen zeugen vom State-Of-The-Art der modernen Computertechnologie und den Möglichkeiten von CGI, der Rest fällt teilweise schon ein klein wenig enttäuschend aus.
Auch wenn der Film ohne Altersbeschränkung freigegeben ist, sollten Eltern ihren Nachwuchs nicht ohne Kommentar den Film anschauen lassen, da einige biologische Fehler als Fakt verkauft werden. So wird gleich zu Beginn behauptet, dass die Flügel der Bienen eigentlich zu klein sind, um deren Körper tragen zu können. Richtig ist, dass diese Theorie nicht mit den im Film präsentierten Honigbienen, sondern lediglich im Zusammenhang mit der deutlich korpulenteren Hummel besteht. Genauso sollte die Tatsache, dass männliche Bienen gar keinen Stachel haben, besser nachträglich aufgeklärt werden, sowie der ein oder weitere falsche Umstand im Film. Überhaupt ist es die Geschichte, die mit fortlaufender Spielzeit immer mehr zur Crux von „Bee Movie“ gerät. Wird zu Beginn noch auf witzige Art eine ganz eigenwillige Darstellung eines Bienenstocks gezeigt, gerät der Inhalt spätestens mit der Klage der Bienen gegen den Honigdiebstahl durch die Menschen vor einem ordentlichen Gericht zur Farce. Ab hier trägt der Plot deutlich viel zu stark auf und es scheint, als entgleite dieser den Autoren zusehends, bis er in albernem Klamauk endet.
Lässt man aber mal die falschen Fakten und den ausufernden Plot außen vor, bietet „Bee Movie“ erstklassige Slapstick-Unterhaltung mit einigen gelungenen Gags. Zum Lachen gibt es einiges geboten, wenn auch auf einem plumpen Niveau. Doch bereits Stan Laurel und Oliver Hardy wussten, dass ein Klavier auf dem Kopf zum richtigen Moment Begeisterungsstürme beim Publikum auslösen kann. Und genau solche richtigen Momente trifft auch dieser Animationsfilm reihenweise, teils mit Aktionen, teils mit Worten. Auf dieser simplen Ebene kann er dann auch bestens unterhalten und hat einige klasse Ideen zu bieten. Doch wenn die Bienen beginnen, immer mehr von Insekten zu Menschen zu werden, kippt die lockere Stimmung und es wird durchaus stellenweise ein wenig derb albern, was nicht unbedingt jedermans Geschmack sein dürfte. Dies dürfte auch mit der Hauptgrund gewesen sein, warum der Film bereits rund 4 Monate nach seinem Kinostart auf DVD erscheint und warum er es im Kino nicht ganz schaffte, sein Produktions-Budget wieder einzuspielen. Im Heimkino ist Barry aber ganz sicher richtig aufgehoben und dürfte so manchem den Abend (oder auch den Tag) mit Animations-Honig versüßen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist sehr gut gelungen und bietet all das, was man von einer DVD zu einem aktuellen Animationsfilm erwarten darf. Gleiches gilt auch für den Ton, der sehr deutlich und mit einigen raumfüllenden Effekten daher kommt.
Als Extra gibt es einen, wie nicht anders zu erwartenden lustigen, aber auch informativen Audiokommentar mit Comedian Jerry Seinfeld und den Regisseuren Simon J. Smith und Steven Hickner, dem Drehbuchautor Barry Marder, der Produzentin Christina Steinberg und dem Editor Nick Fletcher. Als Bildbeträge folgen noch knapp 7,5 Minuten über die technischen Aspekte des Films, ein teils recht interessanter, teils aber auch Seinfeld-hochjubelnder Beitrag über die Besetzung der US-Stimmen, eine interaktive Interview-Runde mit Barry B. Benson, das Musikvideo zum Film, sowie eine Musikjukebox mit Musikeinlagen aus anderen Dreamworks-Produktionen.
Fazit:
„Bee Movie“ ist hinsichtlich der Animationen nicht sonderlich überzeugend und auch der Plot ist spätestens ab der Gerichtsverhandlung teils derb albern. Doch einige liebevolle Details und gut platzierte, schnelle Gags sorgen für leichten Unterhaltungsspaß beim Zuschauen, der so manch lauten Lacher hervorrufen wird.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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86:57 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Comedian Jerry Seinfeld, Regisseur Simon J. Smith und Steven
Hickner, Drehbuchautor Barry Marder, Produzentin Christina
Steinberg und Editor Nick Fletcher
- Die Technik von "Bee Movie"
- Im Bienenstock: Die Besetzung von "Bee Movie"
- Triff Barry B. Benson
- Musikvideo "We got the Bee"
- Dreamworks Animation "Video Jukebox"
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Bee Movie - Das Honigkomplott
Bee Movie
Ein witziges Szenario und gute Gags contra einem derb albernem Plot
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Steve Hickner, Simon J. Smith Drehbuch: Jerry Seinfeld, Spike Feresten, Barry Marder, Andy Robin Darsteller: Bastian Pastewka, Mirjam Weichselbraun, Gerrit Schmidt-Foß, Klaus Sonnenschein, Jan-David Rönfeldt, Tilo Schmitz, Regina Lemnitz, Frank Otto Schenk
Label :
Dreamworks Home Entertainment
Verkaufsstart : 17.04.2008
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