Anzeige
 Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Im Banne des Dr. Monserrat
Partner von Fantastic Zero
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
Die Welt in 10 Millionen JahrenAbgehört - Trau niemals einem CopNine

In der Datenbank befinden sich derzeit 2.786 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Im Banne des Dr. Monserrat

Story:
Der in die Jahre gekommene Professor Marcus Monserrat (Boris Karloff) hat einen Weg gefunden, einen Menschen mittels Hypnose zu seiner Marionette zu machen und dessen Erfindungen zusätzlich auch noch selbst fühlen zu können. Zusammen mit seiner Frau Estelle (Catherine Lacey) macht er Mike Roscoe (Ian Ogilvy) zu seiner Spielfigur, doch mit dem Gefühl der Macht entstehen sehr bald große Probleme für alle Beteiligten.

Meinung zum Film:
Regisseur Michael Reeves schaffte es in seinem kurzen Leben - er verstarb bereits im Alter von 25 Jahren an einer Überdosis Barbiturate - ganze 4 Filme abzudrehen. Neben seinem wohl bekanntesten und zugleich auch letzten Werk „Der Hexenjäger“ entstand dabei auch „Im Banne des Dr. Monserrat“, der nun dank e-m-s auch in deutscher Sprache in ungekürzter Version auf DVD erscheint. Die Hauptrolle hierin spielte der legendäre Boris Karloff, der durch seine Rolle als Frankensteins Monster unsterblich mit dem Horrorkino verbunden ist. In der Rolle des Professor Marcus Monserrat wechselt er die Seiten, denn nun ist er es, der ohne die Konsequenzen zu bedenken und die Gefahren zu erahnen ein Monster erschafft. Zusammen mit Catherine Lacey („Der Fluch der Mumie“) in der Rolle seiner Frau, beschränkt sich seine Kulisse zwar fast ausschließlich auf einen kleinen Raum in seiner Wohnung, doch der meiste Horror geht aus eben jener kleinen Kammer aus.

Während der Professor seinen Erfolg genießt, einen Menschen mittels Hypnose und Gedankenübertragung über große Entfernungen fernsteuern und zusätzlich auch noch seine Empfindungen am eigenen Leib erleben zu können, erliegt seine Frau immer mehr dem Gefühl der Macht und dem Umstand, dass sie schlimmste Verbrechen über ihre Marionette verüben kann, ohne selbst dabei Gefahr zu laufen, dafür bestraft zu werden. Die Auseinandersetzung der beiden älteren Menschen spitzt sich immer weiter zu und die Gewaltbereitschaft um sie herum wird immer greifbarer für den Zuschauer. Boris Karloff und Catherine Lacey leisten hier vorzügliche Arbeit und obwohl ihre Auftritte kammerspielartiger Natur sind, kommt nie auch nur der Hauch von Langeweile oder Eintönigkeit auf. Ganz im Gegenteil, als Zuschauer freut man sich auf jede weitere Minute, die das Drehbuch für sie bereit hält.

Ein wenig schwächer fallen die Szenen rund um Ian Ogilvys („Der Hexenjäger“) Filmfigur Mike Roscoe aus. Er ist ein farbloser, selbstverliebter, vom Leben gelangweilte Partytyp, der in den Tag hineinlebt und seine Freunde nur von oben herab behandelt und sie gar nicht als gleichwertigen Gesprächspartner sieht. Mehr als ein klein wenig an Mitleid kann er auf Grund seines Charakters vom Publikum kaum erwarten, was der Dramatik des Films nicht unbedingt weiterhilft. Wenn Mike unter dem Befehl der Monserrats handelt, wirkt Ogilvy deutlich effektiver in seinem Schauspiel, wodurch schnell der Eindruck entsteht, dass er sich in der Rolle des aktiven Aggressors deutlich wohler fühlt als beim Spielen des gelangweilten Schnösels. „Im Banne des Dr. Monserrats“ ist unter dem Strich durchaus ein Film, der für kurzweilige Unterhaltung, und vor allem durch die beiden älteren Herrschaften im Ensemble für düstere Atmosphäre sorgen kann.


Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist nicht sonderlich gut gelungen. Es gibt regelmäßig Verschmutzungen und Defekte zu sehen, helle Flächen neigen zum Überstrahlen und der Bildstand ist auch nicht immer ganz ruhig. Die Schärfe ist zwar nicht sonderlich ausgeprägt, insgesamt aber noch als ordentlich zu bezeichnen. Für die Einen wird das nicht weiter schlimm sein und als Charme eines alten Filmes hingenommen werden. Wer allerdings großen Wert auf eine gute Bildqualität legt, wird eher enttäuscht davon sein. Der deutsche Ton in Dolby Digital 1.0 ist mit einem teils sehr deutlichen Rauschen versehen, aber zumindest durchweg gut verständlich.

Das Bonusmaterial auf der DVD ist überschaubar und besteht aus dem Trailer und Bildergalerien. Als Ausgleich dafür liegt ein Booklet mit Informationen rund um die Entstehung des Films bei und die Erstauflage der DVD wird in einem Schuber mit alternativem Covermotiv ausgeliefert.

Fazit:
„Im Banne des Dr. Monserrat“ ist sicherlich kein Meilenstein des Horrorkinos, kann aber vor allem dank der überzeugenden Leistung von Boris Karloff und Catherine Lacey, sowie einem interessanten Plot für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Die technischen Aspekte der DVD verlangt es jedoch, dass hinsichtlich Bild und Ton Kompromissbereitschaft beim Publikum besteht.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
81:51 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Englisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie (Posterartwork)
  • Bildergalerie (Aushangbilder und Pressefotos)
  • Originaltrailer
Im Banne des Dr. Monserrat - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Im Banne des Dr. Monserrat
The Sorcerers

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein ansehnlicher Horrorfilm mit kleineren Problemfällen bei Bild und Ton


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 1967
Regie:
Michael Reeves
Drehbuch:
Tom Baker, Michael Reeves (nach einer Idee von John Burke)
Darsteller:
Boris Karloff, Catherine Lacey, Ian Ogilvy, Elizabeth Ercy, Victor Henry, Sally Sheridan, Maureen Booth, Alf Joint, Ivor Dean

Label Deutschland :
e-m-s
Verleihstart Deutschland :
10.04.2008
Verkaufsstart Deutschland :
10.04.2008

Vertrieb Schweiz :
Impuls Home Entertainment
Verleihstart Schweiz :
10.04.2008
Verkaufsstart Schweiz :
10.04.2008