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DVD-Besprechung - The Tomb
Story:
In einem heruntergekommen Lager erwacht Tara (Victoria Ullmann) aus einer tiefen Ohnmacht und ist mit einer Plastikfolie gefesselt. Sie kann sich befreien und findet weitere Menschen die teilweise verletzt sind. Ein Unbekannter hat sie alle dorthin gebracht und spielt mit ihnen ein ebenso makabres wie auch tödliches Spiel, Acht Nägel für den Verlierer. Mit im Spiel sind auch einige Holzsärge, die in der Halle verteilt sind und schnell wird deutlich, dass der Unbekannte nur einen Überlebenden sehen will und wer das sein soll, dass ist ihm scheinbar egal.
Meinung zum Film:
Der Misterygrusel „The Tomb“ möchte sich gern in der Welt des weltbekannten Literaten H.P. Lovecraft bewegen, doch an diese Dimension reicht der Film lange nicht heran. Lovecraft schuf zwar eine Kurzgeschichte gleichen Namens, allerdings ist diese inhaltlich vollkommen anders, als das was dem Zuschauer geboten wird. Ganz so schlecht ist es nicht, soviel sei hier schon verraten, auch wenn sich die Filmemacher mit fremden Federn zu schmücken versuchen. Vielmehr darf der Filmfreund sich auf einen Plot gefasst machen, der an „SAW“ oder auch „Cube“ erinnert und dem Publikum wird zügig klar, dass die Gefangenen sich bis auf den letzten Überlebenden/ Überlebende mehr oder minder selbst reduzieren werden. Bei den Filmfiguren dauert diese Erkenntnis fast bis zum Schluss und so beruht auch ein Teil der Spannung darauf, wann sich die Protagonisten gegeneinander Wenden.
Bei den verwendeten Sets wirkt einiges bereits bekannt und auch das gelegentliche Klaviergeklimper wird Hardcore-Horrorfans noch aus „Geisterstadt der Zombies“ in den Ohren klingen. Dies alles schafft eine eigene Atmosphäre und wird die Filmfreunde begeistern, die gerne auch mal ein wenig experimentelles Kino mögen. Die breite Masse wird mit „The Tomb“ nicht glücklich werden, denn dafür ist der Film zu träge im Ablauf. In den Momenten, in denen etwas geschieht, nimmt diese Produktion natürlich die notwendige Fahrt auf, nur um danach wieder verstärkt abzuflauen. Man fühlt sich fast wie in einem Auto, in welchem abwechselnd Gaspedal und Bremse getreten werden. Sicherlich ist dies beabsichtigt, um eine spezielle Stimmung zu erzeugen, aber es wird auch Zuschauer geben, die auf dieses Stilmittel verzichten können.
Einen großen Schönheitsfehler hat der Film dann aber doch, denn die Schauspieler sind nicht sonderlich sattelfest. Kann die deutsche Synchronisation noch ein wenig ausgleichen, so hören sie sich im Original reichlich mau an. Die Sets bieten in der Tat wenig Inspiration, doch Filme wie „Cube“ haben gezeigt, dass auch in einem beschränkten Terrain so etwas wie Schauspielerei stattfinden kann. Sieht man sich die Filmografien der Darsteller einmal genauer an, so wird schnell klar, dass sich das Niveau nur schwerlich anheben lässt. Sie dümpeln immer wieder in billigen Produktionen herum, die sie ganz einfach nicht weiter bringen können.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild entspricht einer guten Amateurproduktion und wirkt optisch ungefähr wie ein Fernsehspiel. Spielfilmqualität ist nicht zu erkennen. Der Kontrast ist mäßig und die Farben sind stellenweise überfrachtet. Der Ton ist hingegen besser, wobei sehr auf die musikalischen Effekte geachtet wurde. Einige Nebengeräusche wirken eine Spur zu dumpf, ungefähr so, als wenn in einem Film ein Fernseher läuft.
Extras sind nicht vorhanden.
Fazit:
„The Tomb“ ist kein Horrorstreifen für das Mainstream-Publikum, sondern eher etwas für sehr enge Freunde des Genres. Der Bezug zu H.P. Lovecraft ist kaum bis gar nicht vorhanden und somit fast eine Mogelpackung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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81:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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The Tomb
The Tomb
Experimenteller Horror, sehr frei nach H.P. Lovecraft
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Ulli Lommel Drehbuch: Ulli Lommel Darsteller: Victoria Ullman, Shawn Smith, Gerard Griesbaum, Christian Behm, Naidra Dawn
Label :
Marketing Film
Verkaufsstart : 27.06.2008
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