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DVD-Besprechung - Fear Factory

Story:
Eine Gruppe von Freunden um die hübsche Jay (Tara Reid) will den alljährlichen Campingtrip machen und macht sich auf in die alte Heimat. Durch einen Unfall kommen sie zwar nicht weit, aber auf Schusters Rappen entdecken sie ein abgelegenes Gebäude inmitten eines Waldes. Geschützt wird dieses durch einen hohen Zaun, Bewegungsmelder und Scheinwerfer. Um in der Nacht nicht frieren zu müssen, steigen sie flott in das Gebäude ein, nicht ahnend, dass dies die schlechteste Entscheidung ihres Lebens ist. Sie sind nicht allein und in einem abgelegenen Labor entdecken sie einen Killer, der in einem künstlichen Koma gehalten wird.

Meinung zum Film:
„Fear Factory“ ist einer von den Filmen, die sich der Zuschauer mal ansehen kann, aber beileibe nicht muss. In Sachen Stimmung ist der Streifen recht gut umgesetzt und Freunde von Ego-Shootern werden die Kamerafahrten durch düstere Gänge mit dicken Rohrleitungen an den Seiten sicherlich mögen. Der Betrachter bekommt jederzeit das Gefühl vermittelt, dass etwas Unvorgesehenes passiert und so bleibt eine gewisse Grundspannung vorhanden. Dass eine Gruppe von jungen Leuten in einem unheimlichen Gebäude in Nöte gerät, ist nicht neu. In diesem Fall landen sie in einem geheimen Labor, in dem ein junger Mörder in einem künstlichen Koma gehalten wird. An ihm wird untersucht, wie sich der Geist von seinem Körper lösen kann. Das ist dann auch der Ansatzpunkt für den Grusel, denn er kann in den Körper eines schlafenden Menschen fahren und diesen dann willenlos lenken. Ein wenig fantastisch, aber man bedenke dass der „Shocker“ einst durch elektrische Leitungen auf seine Opfer losging.

Ärgerlich sind die logischen Fehler, die hier immer wieder auftreten, wie z.B. zunächst das mit einem Zaun und Scheinwerfern geschützte, abgelegene Gebäude. Zufälligerweise ist ein Draht lose und die Gruppe junger Leute schlüpft problemlos hindurch. Macht jeder, natürlich, kann ja nichts passieren. Auch die Unfallsituation zu Beginn des Films ist schwer erklärbar, denn die Lage des umgestürzten Baumes, die durchbrochene Leitplanke und die Spuren des verunfallten Autos passen allesamt nicht zusammen. Hinzu kommt noch das dritte Mädel aus der Gruppe, die sich sang- und klanglos von derselbigen absetzt. Ohne eine Erklärung. Natürlich ahnt der Zuschauer dann rund zehn Minuten später, wann die Dame dann wieder auftauchen wird. Den größten Fehler haben die Filmschaffenden dann aber bei dem komatösen Killer hinbekommen, denn in einem Rückblick wird gezeigt, dass er sich als Kind die Zunge absichtlich abgebissen hat. Interessanterweise spricht er zum Ende des Films aber einwandfrei und ohne Sprachfehler. Die Menge an Fehlern nervt und mit ein wenig mehr Gefühl für Logik hätte man dies einfach vermeiden können.

In der Ahnung, dass die Produktion nicht der ganz große Wurf werden würde, haben die Produzenten dann auf einen bekannteren Namen, sowie ein hübsches Äußeres gesetzt und Tara Reid aus „American Pie“ mit der weiblichen Hauptrolle besetzt. Nett anzusehen ist sie ja und wenn sie durch die Gänge joggt, dann geraten die sekundären Geschlechtsmerkmale in Schwingung. Die Effekte sind ordentlich und nicht zu sehr übertrieben gesetzt. Für einen Slasher kann man sie als recht ordentlich einordnen. Warum die Jugendfreigabe verwehrt wurde, ist allerdings ein kleines Rätsel. Die schon erwähnten Sets sind durchweg stimmungsvoll gewählt und das Bild wird auch nie zu dunkel gehalten, kein Wunder, denn die typischen erschreckenden Szenen bleiben weitgehend aus. Bei diesen genretypischen Kamerafahrten erwartet der Zuschauer eigentlich ständig einen Überfall aus dem Hinterhalt, doch weitgehend bleiben diese aus. Was wie Kritik klingt ist aber keine, sondern eher ein Lob, da nicht jeder Mechanismus des Slashers ausgereizt wird.  

Digitale Aufarbeitung:
Bis auf ein leichtes Rauschen ist das Bild gelungen. Die Farben wirken nicht überfrachtet, sondern ausgewogen. Der Kontrast ist in Ordnung und auch die Bildschärfe ist o.k.. Der Ton beschäftigt die Boxen, wenn auch eher die Frontbeschallung. Der räumliche Klang hätte bei dieser Location deutlicher ausfallen können.

Extras sind nicht vorhanden.

Fazit:
„Fear Factory“ ist ein Slasher, der für „einmal angucken“ tauglich ist, doch ein Meilenstein der Metiers ist er nicht. Dafür haben sich die Beteiligten nicht genug ins Zeug gelegt. Technisch ist der Film ordentlich umgesetzt und zeigt keine wirklichen Schwächen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
83:38 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • -
Fear Factory - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Fear Factory
Incubus

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Auch schlafende Killer können tödlich sein


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 2005
Regie:
Anya Cammileri
Drehbuch:
Gary Humphreys
Darsteller:
Tara Reid, Alice O’Connell, Russel Carter, Monica Dean, Dan Mason

Label Deutschland :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
28.03.2008