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DVD-Besprechung - Right to die
Story:
Cliff Addison (Martin Donovan) verschuldet einen Autounfall, bei dem seine Frau Abbey (Julia Anderson) so schwere Verbrennung davon trägt, dass sie anschließend künstlich beatmet in einem Wachkoma liegt. Cliff selbst kommt ohne Verletzung davon und es liegt an ihm zu entschieden, ob die lebenserhaltenden Geräte abgeschaltet werden. Eine harte Entscheidung, da er eigentlich sehr gute Gründe hat, der Abschaltung zuzustimmen. Auf der anderen Seite gibt es aber noch Abbeys Mutter, die ihn im Falle der Abschaltung öffentlich als Mörder hinstellen wird. Und wie es scheint, hat auch Abbey selbst noch ein Wörtchen bei der Sache mitzureden.
Meinung zum Film:
„Right to die“ ist die 9. Episode der zweiten „Masters of Horror“-Staffel, die im Gegensatz zur ersten Staffel in Deutschland nicht als ganzes vermarktet, sondern wie schon „Pelts“ als eigenständiger Film beworben wird. Regie bei der Episode führte Rob Schmidt, der mit „Wrong Turn“ seinen Fuß in die Tür des Horror-Genres setzen konnten. Doch sein bekanntester Film unterscheidet sich in jeder Hinsicht deutlich von „Right to die“. Selbst handwerklich ist es kaum zu erkennen, dass beide vom gleichen Regisseur gedreht wurden. Das Drehbuch zur Episode schrieb John Esposito, der vor allem als Autor der DC-Comichelden-Animationsserien „Legion der Superhelden“ und „Teen Titans“ in Erscheinung trat und zudem bei „From Dusk til Dawn“ als Co-Produzent fungierte.
Die Story von „Right to die“ stellt sich nach dem Unfall als sehr gemächlich dar. Über weite Strecken geht es über die Gewissenskonflikte von Cliff, wie er bei der Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte bei seiner Frau entscheidet. Er trägt ein schlechtes Gewissen mit sich herum, wird von seiner Schwiegermutter im Fernsehen als Mörder tituliert, während sein Freund und Anwalt ihm rät, seine Frau in Frieden sterben zu lassen. Lediglich in den Momente, in denen Abbey in geisterhafter Weise direkten Einfluss auf das Geschehen nimmt, kommt so etwas wie Gruselatmosphäre auf, die insgesamt aber eher dünn ausfällt. Der Großteil der Stimmung im Film erinnert eher an ein Drama. Woran es dem Film ein wenig fehlt, ist an einer greifbaren Bedrohung, die sich den gesamten Film über zu erkennen gibt und nicht nur in kurzen, spärlichen Schockmomenten.
Am Ende wird noch eine erweiterte Version des anfänglichen Unfalls präsentiert, die sich in der ein oder anderen Begebenheit, die sich im Lauf des Plots ergibt, aber auch schon vorab erahnen ließ. Es mag zwar den ein oder anderen kleinen Aha-Effekt in diesen Momenten geben, insgesamt ist dies aber auch nicht ausreichend, um die eher ruhige Handlung weiter in den Horrorbereich zu bewegen. Es ist bei kürzeren Horrorgeschichten zwar üblich, die Story dem Überraschungsmoment am Ende unterzuordnen, doch ist dieser bei „Right to die“ weder sonderlich spektakulär, noch weiß der Weg bis zu diesem sonderlich groß zu überzeugen. Bei "Masters of Mystery-Drama" wäre der Film sicherlich ein garant für gute Unterhaltung. Bei den Erwartungen an einen "Masters of Horror"-Beitrag, fehlt es ihm zur Erfüllung dieser aber leider ein wenig zu deutlich an der Spannung.
Digitale Aufarbeitung:
Bild und Ton bietet den gewohnten Eindruck der „Masters of Horror“-Produktionen. Das Bild ist vor allem von seiner durchschnittlichen Schärfe geprägt, der Ton gut verständlich, dafür aber ohne nennenswerte Effekte.
Das Bonusmaterial beinhaltet einen Audiokommentar mit Regisseur Rob Schmidt, der auf sehr sympathische Art und Weise über seine Eindrücke zur „Masters of Horrors“-Serie berichtet und wie sein Beitrag zu der Serie entstand. Es gibt noch einen knapp 14-minütigen, interessante Making-Of-Beitrag und 3 knapp 2-minütige Special-Effect-Beiträge zu ausgesuchten Szenen.
Leider immer noch nicht abgerückt ist Anbieter Splendid von der Filzhalterung im Metalcase, die zwar nicht mehr ganz so starke, aber immer noch störende Fuselablagerungen auf der DVD hinterlässt. Hoffentlich findet hier bald ein Umdenken statt, damit vor dem Einlegen des Mediums nicht jedes Mal eine Reinigung stattfinden muss.
Fazit:
Bei „Right to die“ stehen die Aspekte eines Dramas mehr im Vordergrund als die eines Horrorfilms. Es wird zuviel Gewichtung auf den Gewissenkonflikt von Cliff gelegt und die packenden Horrorelemente um Abbey vergessen. So kommt diese „Masters of Horror“-Episode zwar zu einem „ganz nett“-Etikett, dürfte aber nicht lange im Gedächtnis hängen bleiben.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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55:28 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Rob Schmidt
- Burnt Offerings - The Making Of "Right to die"
- Special Effects
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Right to die
Masters of Horror 2.9: Right to die
Ein "Master of Mystery-Drama" mit Defiziten im Spannungsbereich
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada / USA, 2007 Regie: Rob Schmidt Drehbuch: John Esposito Darsteller: Martin Donovan, Julia Anderson, Xantha Radley, Robin Sydney, Anna Galvin, Corbin Bernsen, Linda Sorenson
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 25.04.2008
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