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DVD-Besprechung - Five Across the Eyes
Story:
Auf dem Weg von einem Football-Spiel wollen eine handvoll High-School-Mädchen nur noch eines: auf nach Hause. Doch ihre Fahrerin ist unerfahren und prompt verfahren sich die fünf Damen in einer Gegend, welche „The Eyes“ genannt wird. Dann beschädigt die unglückliche Fahrzeuglenkerin auch noch ein anderes Auto, wenn auch nur leicht und macht sich, ohne den Schaden zu melden, aus dem Staub. Immer noch auf der Suche nach dem richtigen Weg wird der Wagen der Mädchen plötzlich von einem Scheinwerferstrahl erhellt. Es ist das beschädigte Fahrzeug mit einer enorm rachsüchtigen Fahrerin...
Meinung zum Film:
„Five Across The Eyes“ beginnt mit einem ordentlichen Ansatz, der dann aber unmittelbar durch schiere Einfallslosigkeit abgelöst wird. Ein Auto voller Mädels verirrt sich und beschädigt auf der Suche nach dem rechten Weg ein anderes Fahrzeug. Sie begehen Fahrerflucht, welches ein dicker Fehler ist, denn die Besitzerin will die Mädels zur Rechenschaft ziehen. So weit, so gut möchte der Zuschauer meinen, in der Hoffnung auf eine interessante Fortsetzung der Geschichte. Die Geschichte geht auch weiter, aber auf eine ganz andere Art und Weise. Natürlich stellt sich die Geschädigte als Psychopathin heraus, natürlich verfolgt sie die Gruppe und natürlich drangsaliert sie diese auch. Nur überlagert wird das Geschehen von einer hässlichen Begleiterscheinung.
Nahezu permanent kreischen die jungen Damen wild herum, schluchzen, weinen, flehen und produzieren einen nervenden Lärmpegel. Spätestens fünf Minuten nach dem ersten Kontakt mit der Irren möchte man selbst zur Axt greifen und der akustischen Belästigung ein jähes Ende setzen. Brüllen und Kreischen in einer Tour, durchzogen von dem Gewimmer man möchte doch lieber zu Hause sein. Selbst die Szene in der sich ein Mädel in die Buchse macht und mit den Darmausscheidungen die Verfolgerin im Auto bewirft, holt da nichts heraus, zumal sie daraufhin von ihrer Freundin angekreischt wird, wie sie sich in ihrem Auto erleichtern könne. Ein sehr lauter Film mit wenig Handlung und garantierter Heiserkeit der Darstellerinnen nach dem Dreh. Ein gewisser Clou sollte es wohl sein, den kompletten Film aus dem Van heraus mit einer Handkamera zu drehen. Die wackeligen Bilder erinnern stark an „Blair Witch Projekt“, ohne jedoch, dass auch nur eine ähnliche Stimmung aufkommt. Die Begleitmusik des Films wirkt wie ein Fremdkörper und will fast in Gänze überhaupt nicht zu dem Geschehen auf dem Bildschirm passen.
Ob die Darstellerinnen über ein wirkliches Talent verfügen, lässt sich an „Five Across The Eyes“ nicht messen. Ohne den Damen etwas zu wollen, aber diese Produktion kann einfach keinen Aufschluss über deren Qualitäten als Schauspielerinnen geben. Die Story gibt ihren Charakteren keine Möglichkeiten der Entfaltung und so erfolgt auch keine nennenswerte Identifizierung mit den Protagonisten oder gar ein ernsthaftes mitfiebern. Die Dialoge sind so schlecht, dass sie selbst Steine zum Weinen bringen. Beispiel gefällig? Bitte sehr: „Geh nicht raus. Wenn du raus gehst, bringt sie dich um und dann bist du tot. Und wenn du tot bist, kannst du dir keine neuen Klamotten kaufen“. Etwas ratlos mag manch einer darüber nachdenken, wie der Film hätte anders und vielleicht auch besser werden können. Wer Verfolgerfilme wie Spielbergs Klassiker „Duell“ oder die moderne Variante „Joy Ride“ kennt, dem dürfte klar sein, dass so ein Film mehr haben muss, als eine handvoll kreischender Mädels.
Digitale Aufarbeitung:
Das mit einer Handkamera aufgenommene Bild ist farb- und kontrastarm. Da jedoch dies ein Stilmittel ist und somit mit voller Absicht so umgesetzt wurde, kann hier nur der Hinweis auf diesen Umstand erfolgen. Anders ist es beim Ton, denn der wurde für die deutsche Spur auf das Format Dolby Digital-5.1 aufgebrezelt. Angesichts der Kreischorgie ist dies allerdings vergeben Liebesmüh gewesen.
Extras sind nicht vorhanden.
Fazit:
Es gibt leider keinen Grund dafür, sich diesen Film anzusehen, es sein denn man hat gut eineinhalb Stunden, die man an Lebenszeit verschwenden möchte. Eine schwache Story, die einfallslose Umsetzung und eine permanente Lärmkulisse sind keine Attribute einer gelungenen Unterhaltungsproduktion, sondern die Merkmale eines lupenreinen Flops.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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88:42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Five Across The Eyes
Five Across The Eyes
Sehr mauer B-Movie-Verschnitt mit “Blair Witch”-Touch
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Greg Swinson, Ryan Thiessen Drehbuch: Marshall Hicks, Greg Swinson Darsteller: Jennifer Barnett, Angela Brunda, Mia Yi, Veronica Garcia, Sandra Paduch
Label :
Atomik Films
Verkaufsstart : 15.05.2008
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