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DVD-Besprechung - Der Geist und die Dunkelheit
Story:
Ende des 19. Jahrhunderts soll der Brite John Henry Patterson in Afrika eine Brücke über den Tsavo-Fluss errichten lassen. Der Bau geht gut voran, bis zwei mordlustige Löwen auf den Plan treten. Nacht für Nacht greifen die Raubkatzen das Lager an und reißen gezielt einen Arbeiter nach dem anderen. 130 Menschen sterben, ohne dass die Tiere zur Strecke gebracht werden konnten. Als die einheimischen Arbeiter fliehen, wendet sich der entnervte Patterson an den erfahrenen Großwildjäger Remington. Gemeinsam wollen sie das mörderische Treiben beenden, doch ihre Gegner sind nicht zu unterschätzen ...
Meinung zum Film:
Das Jahr: 1896. Colonolel Patterson erhält den Auftrag, eine Eisenbahnbrücke zu bauen, die den Lake Victoria mit dem Hafen von Mombasa verbinden soll, damit Großbritannien seinen Gewinnanteil am dortigen Handel maximieren kann. Doch leider gehen die Arbeiten nicht so einfach wie geplant vonstatten, denn zwei Löwen tauchen auf, die in bester "Der Weiße Hai"-Manier zu wilden Bestien werden, die am liebsten harmlose Schienenarbeiter verspeisen, im Laufe der nächsten Monate insgesamt rund 130 von ihnen an der Zahl. Die verängstigten Einwohner der Gegend nennen sie nur "Der Geist und die Dunkelheit". Geister mit schlechten Absichten sollen in ihnen hausen, keine wirklichen Tiere. Patterson sieht sich also gezwungen, auf Großwildjagd zu gehen, worin er jedoch nicht sonderlich erfolgreich ist. So schließt er sich mit Remington zusammen, einem Jäger, der von der Eisenbahngesellschaft engagiert wurde.
Hört sich so weit erst mal ganz spannend an? Ist es auch. Auch deshalb, weil die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. "Der Geist und die Dunkelheit" hätte ein toller Film werden können, schafft es im Endeffekt aber leider nicht, auf ganzer Linie zu überzeugen. Val Kilmer, hier noch in leichtgewichtigeren Zeiten, kurz nach seinem Auftritt in "Batman Forever" zu sehen, spielt den Offizier und Ingenieur Patterson durchaus gut, scheint aber irgendwie vom Auftreten her nicht ganz in die Zeit zu passen. Michael Douglas liegen die 1890er offensichtlich schon eher, aber auch ihm fehlt es in seiner Rolle als wild gewordener Großwildjäger Remington ein bisschen am letzten Funken Glaubwürdigkeit. Schade, dass man von den im Grunde genommen interessanteren Nebenfiguren nur wenig zu sehen bekommt. Vor allem Tom Wilkinson ("Der Exorzismus von Emily Rose") gefällt hier als bitterböser Chef der Eisenbahngesellschaft.
Regisseur Stephen Hopkins ("Lost in Space") hat seine Sache eigentlich nicht schlecht gemacht. Der Raubzug der Löwen ist gelungen inszeniert, doch fehlt es der Umsetzung der spannenden Geschichte irgendwo am letzten Schliff in Sachen unheimlicher Stimmung, der für den richtigen Horror sorgt und den Film zu einem Klassiker wie "Der Weiße Hai" oder "Alien" hätte machen können. So findet der Zuschauer hier im Endeffekt einen spannenden Streifen, der aber leider weit hinter seinem Potenzial zurückbleibt. Für gute Unterhaltung ist jedoch trotzdem gesorgt.
Digitale Aufarbeitung:
Nachdem es "Der Geist und die Dunkelheit" bereits 1998 und 2000 auf DVD von CinePlus gab, ist nun eine qualitativ deutlich bessere Neuauflage von Kinowelt erschienen. Das Bild liegt als anamorpher Transfer im Format 2,10:1 vor. Verwendet wurde anscheinend das Master der britischen DVD. Dessen Qualität ist klar hochwertiger als die der alten DVD, hat aber auch einige Probleme. So hätte die Schärfe einen Tick besser ausfallen können. Zudem ist Rauschen zwischenzeitlich recht stark wahrzunehmen und es fallen immer wieder Verschmutzungen und Blitzer auf. Der Ton liegt in Dolby Digital 5.1 vor und bei der Kinowelt-Scheibe gibt es nun auch die englische Originalfassung, die bei CinePlus noch fehlte.
Hatte die alte DVD gar kein Bonusmaterial, ist das der neuen Ausgabe zwar auch nicht gerade das hochkarätigste, aber kann sich zumindest sehen lassen. Neben dem Trailer und einer Fotogalerie gibt es acht Minuten B-Roll, eine sechsminütige Featurette sowie rund 25 Minuten an Interviews.
Fazit:
"Der Geist und die Dunkelheit" ist zwar lange nicht der große Klassiker, der er hätte werden können, bietet aber doch für rund 100 Minuten gute Unterhaltung. Die neue DVD von Kinowelt hat zwar noch einige technische Probleme, ist jedoch der alten Auflage von CinePlus weit überlegen. Für unter 10 Euro bekommt man sogar noch einige nette Extras geliefert, so dass man beruhigt zugreifen kann.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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105:25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Fotogalerie
- Featurette
- Biografien
- Interviews
- B-Roll
- Pressematerial
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Der Geist und die Dunkelheit
The Ghost and the Darkness
Spannende Großwildjagd mit Schwächen
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1996 Regie: Stephen Hopkins Drehbuch: William Goldman Darsteller: Val Kilmer, Michael Douglas, Tom Wilkinson, John Kani, Bernard Hill
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 18.04.2008
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