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Kino-Besprechung - Iron Man
Story:
Tony Stark ist ein schwerreicher und genialer Waffenfabrikant. Als er bei einer Vorführung in Afghanistan verletzt und gefangengenommen wird, setzt er sein Genie zur Flucht ein. Er soll seinen Kidnappern eine vernichtende Rakete bauen, stattdessen konstruiert er sich ein eisernes Exoskelett um zu entkommen. Doch das ist erst der Anfang des "Iron Man"...
Meinung zum Film:
Im Jahre 1990 kaufte Universal die Rechte an einer "Iron Man"-Verfilmung. Es dauerte 15 lange Jahre, in denen das Projekt durch mehrere Filmstudios und die Hände einiger namhafter Regisseure ging, bis vor drei Jahren Marvel die Rechte zurückerwarb und mit Marvel Studios selbst ans Werk ging. "Iron Man" ist einer der Veteranen des Verlages und gerade mal ein Jahr jünger als Spiderman. Trotzdem hatte er es bisher noch nicht zu einem Realfilm gebracht. Das sollte sich nun ändern, und man kann bedenkenlos sagen, dass Regisseur Jon Favreau ("Elf", "Zathura") ganze Arbeit geleistet hat.
Robert Downey Jr. ("Good Night, and Good Luck", "Gothika") als Tony Stark ist ein Klischee-Industrieller: Er ist jung, erfolgreich, intelligent, hat Geld wie Heu, die Frauen fliegen auf ihn und lassen sich von ihm auch gern wie Dreck behandeln. Kurz gesagt ist er ein arroganter, egozentrischer Playboy, dem nichts wichtiger ist als er selbst - ein Typ, den man einfach gernhaben muss. Zwar wird er nach seiner Flucht aus Afghanistan etwas skeptischer gegenüber seinem bisherigen Geschäftstreiben, aber er vollführt keine Kehrtwende zum Moralisten. Er schlägt sich auch nicht mit inneren Konflikten herum wie beispielsweise ein Peter Parker. Als Iron Man bleibt er mehr oder weniger der alte Tony Stark, und genau das macht die Figur glaubhafter als manche andere Superhelden. Neben Downey Jr. treten auch andere bekannte Schauspieler wie zum Beispiel Jeff Bridges ("Seabiscuit", "The Big Lebowski") als Obadiah Stane auf. Auch die nicht ganz Superhelden-unerfahrene Gwyneth Paltrow ("Sky Captain and the World of Tomorrow", "Shakespeare in Love") macht als Starks Assistentin 'Pepper' Potts eine reizende Figur. Der lang diskutierte Kurzauftritt von Samuel L. Jackson ("Jumper", "Pulp Fiction") als Nick Fury kommt allerdings nicht zustande.
Der Film bietet für nahezu jeden etwas, ohne dabei anbiedernd zu wirken. Die Hintergrundgeschichte ist in Afghanistan statt in Vietnam angelegt, hält sich aber relativ nah am Original. Fans des Comics werden ihre Freude an vielen kleinen Details haben: So ist der Flucht-Kampfanzug an den ersten Iron Man Ausgaben angelehnt und erst die späteren Modelle ähneln den heutigen Bildern. Marvel Urgestein Stan Lee ist wieder mit von der Partie und es gibt kleine Anspielungen auf "Rhodey" Rhodes (Terrence Howard) und S.H.I.E.L.D., die wahrscheinlich in den Fortsetzungen weiterverwendet werden sollen. Fans guter Action werden auch auf ihre Kosten kommen: Zwar hat man schon mehr Zerstörung gesehen, aber selten war sie so gekonnt in Szene gesetzt. Industrial Light & Magic ("Fluch der Karibik", "Transformers") zeigten sich für die Effekte verantwortlich und stehen ihrem guten Ruf in nichts nach. Downey Jr. selbst macht Stark nicht nur zu einer Figur, sondern zu einem Menschen mit viel Witz und Charme. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist, dass die afghanischen Terroristen maßlos in Richtung Dummheit und Brutalität überzeichnet sind. Aber wo kommen wir denn hin, wenn Superhelden keine ordentlichen Feindbilder mehr haben?
Fazit:
"Iron Man" rockt! Der Film ist witzig, intelligent und echt mitreißend. Nicht nur für die Fans des Originals wird der wahrscheinlich beste Superhelden-Film seit langem ein echter Kinogenuss werden.
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Iron Man
Iron Man
harte Schale, toller Kern
Autor der Besprechung:
Falk Ebert
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Jon Favreau Drehbuch: Mark Fergus, Hawk Ostby, Art Marcum, Matt Holloway Darsteller: Robert Downey Jr., Terrence Howard, Jeff Bridges, Shaun Toub, Gwyneth Paltrow
Verleiher:
Concorde Film
Kinostart : 01.05.2008
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