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DVD-Besprechung - Lords of the Street

Story:
Der mexikanische Drogenboss Santiago Rodriguez kann mit Hilfe seines Onkels, dem Kopf des Catalina Kartells, aus dem Gefängnis fliehen. Aber der Preis für seine Freiheit ist hoch: 15 Millionen Dollar soll Rodriguez seinem Helfer zahlen! Um die Schuld zu begleichen, muss er zunächst seine Exfreundin Maria auftreiben. Sie ist die einzige, die weiß, wo das Geld versteckt ist. Doch Maria will es um keinen Preis herausrücken. Außerdem wird Rodriguez von dem brutalen Schläger Thorn verfolgt, der hinter ihm her ist, um den Tod seiner Nichte zu rächen...

Meinung zum Film:
Es gibt schlechte Filme und es gibt richtig schlechte Filme. Und dann sind da auch noch Streifen wie "Lords of the Street", für die sich gar keine Bezeichnung mehr finden lässt, da sie wirklich absolut jeglichem Qualitätsanspruch spotten. Regisseur Amir Valinia, der sich bisher zum Glück nur an (nicht auf Deutsch veröffentlichten) Direct-to-DVD-Streifen austoben durfte, liefert hier eine Leistung ab, die kaum als solche zu bezeichnen ist. Dass ein mehr oder weniger cooles DVD-Cover noch lange keinen coolen Film ausmacht, zeigt sich bei "Lords of the Street" wieder mal ganz deutlich.

Es gibt ja durchaus gelungene Independent-Produktionen und auch mit geringem Budget lassen sich hervorragende Werke produzieren, die sich auf den ersten Blick kaum von "großen" Hollywood-Produktionen unterscheiden. Hier sieht das jedoch deutlich anders aus, denn dem Streifen merkt man in jeder einzelnen Sekunde die schlechte Ausrüstung und die Laienhaftigkeit an, mit dem an ihn herangegangen wurde. Die Story in nicht nennenswertem Umfang vorhanden, die Inszenierung eine Katastrophe und optisch macht der Film fast schon den Eindruck, mit einem analogen Homevideo-Camcorder aufgenommen worden zu sein. Von den katastrophalen Effekten gar nicht erst zu sprechen.

Wenn da wenigstens die Schauspieler noch ein bisschen überzeugen könnten. Doch DMX ("Romeo Must Die") beweist auf ein Neues, dass er beim Rappen irgendwo besser aufgehoben ist, und auch Kris Kristofferson macht eine erschreckend schlechte Figur. Wer dachte, dass es nach "Blade: Trinity" mit ihm kaum noch bergab gehen könnte, wird hier leider eines Besseren belehrt. Die Dialoge wirken nicht nur aufgesetzt, sondern geradezu (schlecht) abgelesen und keiner der Charaktere schafft es, für sich in irgendeiner Form so was wie Sympathie aufkommen zu lassen oder den Zuschauer zum Mitfiebern zu bringen. So bleibt bei "Lords of the Street" letztlich ein Machwerk zurück, das in den Bereich "Filme, die die Welt nicht braucht" fällt und die Frage aufwirft, wer bereit ist, für so was Geld auszugeben. Denn nicht nur als potenzieller Käufer, sondern auch als Produzent müsste man sich da eigentlich an den Kopf fassen ...

Digitale Aufarbeitung:
Die Qualität des Bilds entsprecht der inhaltlichen des Films und kann nicht überzeugen. Alles zeigt sich ziemlich unscharf, wirkt verpixelt und ist mit heftigem Rauschen sowie Kompressionsartefakten angereichert. Der stark überstrahlende Kontrast bleibt da noch das kleinste Problem des Transfers. Der Ton kann zwar auch nichts mehr herausreißen, ist jedoch etwas gelungener. Die Abmischung lässt zumindest in den Action-Szenen einiges an Raumklang aufkommen und es auch mal krachen. Erstaunlicherweise ist der ebenfalls vorhandene dts-Track in diesem Fall sogar sinnvoll und nicht - wie so oft - mit der Dolby-Variante nahezu identisch. Er bietet deutlich mehr Druck und einen spürbar größeren Umfang.

Als Bonusmaterial gibt es den Trailer und ein substanzloses Mini-Making-Of von sieben Minuten. Die Bildergalerie mit Stills aus dem Streifen und die Texttafel-Filmografien wird sich wohl niemand wirklich anschauen wollen.

Fazit:
Wenn es unter "absolut grauenhaft" und "nicht auszuhalten" noch eine weitere Stufe abwärts gibt, ist "Lords of the Street" dort anzusiedeln. Kaum zu glauben, dass ein Film wirklich derart viel falsch machen kann. Für solch ein Machwerk sollte man weder Zeit noch Geld opfern - zumal die technische Qualität und das Bonusmaterial der DVD insgesamt ebenfalls nicht überzeugen können.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
79:57 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Making Of
  • Bildergalerie
  • Filmografien
Lords of the Street - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Lords of the Street
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Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Der schlechteste Film aller Zeiten?


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Amir Valinia
Drehbuch:
Anthony Faia III u.a.
Darsteller:
DMX, Kris Kristofferson, Sheldon Robins, Veronica Berry, Armando Leduc

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
25.04.2008