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DVD-Besprechung - Hitman

Story:
Eine geheime Organisation erzieht kleine Jungs zu Mordmaschinen, die jeder anheuern kann, der es sich leisten kann, diese nahezu perfekten Killer auch zu bezahlen. Die kahlköpfigen Männer kennen kein Erbarmen, denn so etwas wie Moral gibt es für sie nicht. Es existiert lediglich eine Art Ehrenkodex untereinander. Jeder von ihnen trägt einen tätowierten Barcode am Hinterkopf, der ausgelesen eine Zahl ergibt. Für jeden eine eigene Zahl. So auch Agent 47 (Timothy Olyphant), der weltweit schon etliche Aufträge ausgeführt hat. Sein neuester Auftrag ist das russische Staatsoberhaupt Belicoff (Ulrich Thomsen), denn diesen soll er in aller Öffentlichkeit umbringen. Der Anschlag gelingt, doch das Opfer hat sich einer List bedient und nun ist Agent 47 selbst das Ziel der anderen Hitman.

Meinung zum Film:
Die Anlässe für Kinofilme können heutzutage unterschiedlicher nicht sein. Waren es früher Romanvorlagen oder wahre Begebenheiten, so haben die Produzenten nun eine noch größere Auswahl an Möglichkeiten. Auch Attraktionen aus Themenparks oder gar Computerspiele taugen nunmehr zu Filmprojekten, wie „Fluch der Karibik“ oder auch „Resident Evil“ bewiesen haben. Bei „Hitman“ stand wieder einmal ein Computerspiel Pate und half einer ausgezeichneten Verfilmung auf die Leinwand. Sicherlich gibt es einige Unterschiede zwischen dem filmischen Resultat und seiner programmierten Vorlage, doch das Endprodukt kann sich allemal sehen lassen. Er hebt sich wohltuend von der Masse der Actionproduktionen ab und bietet erstklassige Unterhaltung für den volljährigen Zuschauer. Jüngeren Semestern wird das Anschauen zu Recht verweigert, denn es gibt so einige härtere Sequenzen mit und ohne Waffeneinsatz.

Die Geschichte des Films ist eher sekundär, wenngleich nicht unspannend, ähnlich wie bei dem überraschenden „Shooter“ mit Mark Wahlberg. Im Mittelpunkt steht eindeutig die Figur des Hitman/ Agent 47. An ihn kommt kein anderer Charakter heran und es würde nicht verwundern, wenn nicht schon jetzt am Drehbuch für eine Fortsetzung gearbeitet würde. Solche Figuren wie auch z.B. „The Transporter“ sind Typen, die der Zuschauer gern sieht, denn die an den Tag gelegte Coolness macht einfach Laune. Natürlich ist ein Film dieser Machart keine hochtrabende Abendunterhaltung auf höchstem kulturellen Niveau, aber die stets kühle und souveräne Art, mit Situationen umzugehen ist, einfach köstlich. Komischerweise verwischen bei solchen Charakteren auch mal schnell die eigenen moralischen Vorstellungen und man bangt tatsächlich mit eigentlich bösen Buben mit.

Timothy Olyphant kennt der interessierte Kinogänger bereits aus „Stirb langsam 3.0“, aber so ohne Haare wirkt der Mann vollkommen anders und es bedarf schon eines zweiten Blicks, um ihn zu erkennen und zuordnen zu können. Olga Kurylenko („The Serpent“) als Chefliebchen Nika ist ein echter Gewinn für die Leinwand, denn neben dem dominierenden Hitman kann sie sowohl durch Aussehen, als auch durch eine überzeugende schauspielerische Leistung ihren Leistungsnachweis erbringen. Die gebürtige Ukrainerin erinnert in ihrer Rolle ein wenig an Asia Argento in „Triple X – xXx“, was ja auch nicht gerade schlecht ist. Der böse Bube im Spiel ist Ulrich Thomsen („James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug“) und er erfüllt seine Aufgabe richtig gut. Bis in die Nebenrollen wirkt der Actionstreifen sehr gut besetzt und so tragen alle zu einem unterhaltsamen Spektakel bei.  

Digitale Aufarbeitung:
Bild und Ton geben keine Gründe für irgendeine Form von Kritik. Das Bild ist mit schönen Farben ausgestattet und der gute Kontrast trägt seinen Teil zu einem positiven Eindruck bei. Der Ton bietet ordentlich etwas für die Ohren und ist auch im Bass ausgewogen auf die DVD gebracht worden.

Die Extras beginnen mit einem Kapitel, in dem die Verantwortlichen erklären, welche Probleme es gibt, um ein Computerspiel in einen Spielfilm zu verwandeln. Vorrangiges Problem hier ist die Story, da diese plausibel über eine Spielfilmlänge gebracht werden muss. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Mordinstrumenten, mit denen die Hitman u.a. auch im Computerspiel arbeiten. Danach werden diese im Detail vorgestellt, damit man auch weiß, was denn im Film dann endlich zu sehen war. Etwas über fünf Minuten werden dann der Entstehung der Filmmusik gewidmet, die immerhin ein nicht unwesentlicher Bestandteil des Films ist. Zum Schluss folgen noch lustige Eindrücke vom Set, sowie noch fünf entfallene Szenen. Alle Extras haben deutsche Untertitel.

Fazit:
„Hitman“ ist ertklassige Actionunterhaltung, die richtig Spaß macht und einen neuen Anti-Helden auf die Leinwand gebracht hat. Es ist einer von den Filmen geworden, die man sich immer ansehen kann, wenn das Fernsehen mal wieder nichts zu bieten hat und wenn man ehrlich ist auch dann, wenn was in der Glotze kommt. Actionfreunde werden ebenfalls ihren Spaß haben. Auch technisch kann der Silberling auf der ganzen Länge überzeugen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
90:23 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Französisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Im Fadenkreuz
  • Digitale Treffer vom Spiel zum Film
  • Werkzeuge der Zerstörung
  • Entstehung der Filmmusik
  • Spaß am Set
  • Entfallene Szenen
Hitman - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Hitman- Jeder stirbt alleine
Hitman

Dieser Film wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet


Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Endlich mal wieder krachige Unterhaltung für Erwachsene


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich/USA, 2007
Regie:
Xavier Gens
Drehbuch:
Skip Woods
Darsteller:
Timothy Olyphant, Olga Kurylenko, Dougray Scott, Ulrich Thomsen, Robert Knepper

Label Deutschland :
20th Century Fox Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
02.05.2008