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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Evil

Story:
David Moran (Daniel Manche) lebt in einer ruhigen Kleinstadt in Amerika am Ende der 50er-Jahre. Als Meg Loughlin (Blythe Auffarth) nach einem tödlichen Autounfall ihrer Eltern zusammen mit ihrer Schwester Susan (Madeline Taylor) direkt nebenan bei seinem besten Freund einzieht, freut er sich über die Gesellschaft des attraktiven, freundlichen Mädchens. Doch Ruth Chandler (Blanche Baker), die Mutter seiner Freunde und der neue Vormund von Meg und Susan ist nicht ganz so begeistert von den neuen Mitbewohnerrinnen, was sie durch überzogenen Strafen bei kleinsten Vergehen auch mehr als deutlich zum Ausdruck bringt. Irgendwann beginnen die Strafaktionen zu eskalieren.

Meinung zum Film:
Jack Ketchums Roman „Evil“, der im englischen Original unter dem Titel „The Girl next Door“ veröffentlicht wurde, basiert auf einem wahren Fall. 1965 wurde die 16-jährige Sylvia Likens im amerikanischen Bundesstaat Illinois von ihrer Pflegemutter misshandelt, in den Keller gesperrt und auch von den Nachbarskindern auf verschiedene Weise gequält. Das Martyrium des jungen Mädchens wurde bereits in dem Film „An American Crime“ verfilmt, jedoch gab es dabei einige Änderungen gegenüber des Romans von Jack Ketchum, der die Umstände ein wenig anders darstellte, als sie sich damals zugetragen haben. Eines haben beide Versionen aber gemeinsam – sie zeigen ein erschreckendes Bild über die Spezies Mensch, die auf emotionslose, verabscheuenswürdige und äußerst brutale Weise andere Menschen quält, nur um die niedersten Instinkte zu befriedigen.

In „Evil“ wird sehr schnell klar, dass die Zweckgemeinschaft aus Tante Ruth und der heranwachsenden Meg nicht lange gut gehen kann. Ruth ist eine vom Leben vollkommen desillusionierte Frau in reiferen Jahren, die es liebt, die Aufmerksamkeit ihrer Kinder und derer Freunde zu genießen. So fühlt sie sich selber noch jung und schätzt es, dass die Kinder und Teenager zu ihr aufschauen und fühlt sich wie eine Königin, die über ihrem kleinen Volk thront. Damit dies so bleibt, räumt sie ihrer Gefolgschaft zahlreiche Freiheiten ein, wie etwa Rauchen und Biertrinken. Mit Meg ist nun aber auf einmal eine Nebenbuhlerin da, deren Reize schon gut zu erkennen sind und bei der sie fürchten muss, dass diese ihr eher früher als später den Rang abläuft. Und aus diesem Grunde lässt Tante Ruth keine Gelegenheit aus um zu betonen, wie verdorben, schlecht und nutzlos Meg ist und sie vor allen bei jeder sich bietenden Gelegenheit bloß zu stellen.

Ist die Stimmung zu Beginn von „Evil“ noch sehr ruhig und wie in einem Sommerabenteuer für Jugendliche, wird diese nach der ersten Bestrafung zunehmend düsterer und wenn die Grenze zur Folter überschritten ist, erwischt der Film den Zuschauer mit einem Schlag in den Magen nach dem anderen. Immer wenn man glaubt, dass die Gräueltaten schlimmer nicht werden könnten, setzen Ruth und ihre Gefolgschaft noch einen drauf. Dabei sind selbst die tiefen Demütigungen zu Beginn auch für den Zuschauer nur schwer zu ertragen. Wenn es dann mit körperlicher Gewalt ungeahnten Ausmaßes weitergeht, werden bei manchem die Grenzen des ertragbaren ausgetestet, selbst obwohl diese nie im Bild gezeigt werden. Somit ist „Evil“ ist ein sehr aufwühlender Film geworden, der sein Publikum in die Abgründe der menschlichen Perversionen führt, die man hofft nie selbst erleben zu müssen. Doch leider zeigen die Nachrichtensendungen und Schlagzeilen in der Presse immer wieder, dass solche Ereignisse nicht nur im Film passieren und niemand die Hand ins Feuer legen kann für sein direktes Umfeld. Wer weiß schon, wieviele Sylvia Likens es git, die ihr tägliches Martyrium erleiden müssen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist prinzipiell als gut zu bezeichnen, allerdings mit deutlichen Abstrichen bei Bewegungen. Dann hierbei gibt es klar erkennbares Ruckeln und Unruhe zu sehen. In der letzten Minute kommen noch deutlich erkennbare Artefakte hinzu. Der deutsche Ton ist durchweg gut verständlich.

Bei der zum Test vorliegenden Verleihfassung der DVD waren keine Extras enthalten.

Fazit:
„Evil“ ist ein sehr bewegender Film, der das Martyrium einer jungen Frau zeigt, die den perversen Spielen einer zynischen Frau hilflos ausgeliefert ist. Am Ende wird manch einer sprach- und fassungslos vor dem Bildschirm sitzen um das Gesehene zu verarbeiten.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
91:06 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Surround
Dolby Surround
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • -
Evil - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Evil
The Girl next Door

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein weitere perverse Schilderung über die Bestie Mensch


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Gregory Wilson
Drehbuch:
Daniel Farrands, Philip Nutman (basierend auf dem Roman von Jack Ketchum)
Darsteller:
Blythe Auffarth, Blanche Baker, Graham Patrick Martin, Benjamin Ross Kaplan, Austin Williams, Daniel Manche, Kevin Chamberlin, William Atherton, William Atherton, Gabrielle Howarth, Spenser Leigh

Label Deutschland :
Galileo Medien AG
Verkaufsstart Deutschland :
16.05.2008