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DVD-Besprechung - Als Jim Dolan kam
Story:
Alex Flood (Dean Martin) war früher Hilfssheriff, bis er sich dazu entschied, die Herrschaft über seine Stadt Jericho zu übernehmen und ein Regime mit Macht und Gewalt zu führen, dem alle Einwohner hoffnungslos ausgeliefert sind. Widerstand leistet nur die Postkutschenbesitzerin Molly (Jean Simmons), die sich die beiden Ex-Sheriffs Ben Hickman (John McIntire) und Jim Dolan (George Peppard) zu Hilfe holt. Doch Dolan geht der Konfrontation mit Flood zunächst aus dem Weg.
Meinung zum Film:
„Als Jim Dolan kam“ entstand 1967 unter der Regie von Arnold Laven. Dieser hat sehr wenig Kino-, dafür aber um so mehr TV-Serien-Erfahrung. So drehte er Episoden für Serien wie z.B. „Mannix“, „Der Chef“ oder später in den 80ern beim „A-Team“, wo er wieder auf den Helden dieses Films, George Peppard, traf. Für Dean Martin war dieser Film ebenfalls etwas besonderes, darf er hier doch erstmals in seiner Karriere den Schurken geben, was ihm sichtlich viel Spaß bereitet hat.
Der Film stellt zu Beginn die beiden zukünftigen Gegenspieler gleichzeitig vor, als Flood aus dem Hinterhalt einen Angriff auf die Postkutsche ausführt, in der Dolan in die Stadt kommen will. Zunächst ist noch unklar, wer der Gute und wer der Böse in dieser Geschichte ist, doch als Flood nach Hause kommt und der Zuschauer seine Macht und seine Art, mit anderen umzugehen, sieht, sind die Sympathien fortan klar verteilt. Dolan erfährt dann auch schnell, dass Flood hinter dem Anschlag steckt, doch bis auf eine schnippische Bemerkung geht er der Konfrontation, trotz energischen Bittens von Molly, immer aus dem Weg. Auch, als sich auf andere Weise Widerstand breit macht, den Flood brutal unterbindet, sieht sich Dolan nicht in Zugzwang. Seinen Job als Sheriff hat er lange aufgegeben und ihn interessiert nur noch das Glücksspiel. Nach durchweg spannenden 60 Minuten Laufzeit kommt es aber, wie es kommen muss, Dolan besinnt sich auf seine moralische Pflicht und der Zuschauer wird mit einem actionhaltigen Finale belohnt.
Im beiliegenden Booklet zum Film wird beklagt, dass Martin nicht so recht wusste, ob er ernst oder komödiantisch spielen sollte – das kann man so aber nicht unterschreiben. Zwar gibt es manchmal markige Sprüche zu hören, dennoch ist die ganze Zeit klar, dass Flood durch und durch böse ist und für seine Macht weder vor Mord, noch vor Gewalt gegen Frauen zurückschreckt, und Dean Martin hat keine Schwierigkeiten, seine Rolle glaubwürdig zu verkörpern. Überhaupt ist dieser Western vergleichsweise brutal ausgefallen. So gibt es beispielsweise (einen allerdings blutleeren) Nah-Schuss aus dem Gewehr ins Gesicht eines Gegners und Held Dolan schlägt in einer Szene einen Kontrahenten mit dem Knüppel tot. Im Finale darf Flood dann doch noch etwas Humor beweisen und den Zuschauer mit der Gewissheit zurücklassen, dass er mit „Als Jim Dolan kam“ kam eine waschechte und zu unrecht eher unbekannte Perle gesehen hat. Von Western dieser Art kann man auf DVD mehr gebrauchen!
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild dieses Universal-Westerns ist wie üblich sehr gut geworden. Frische Farben, ein angenehmer Kontrast und das Fehlen von altersbedingten Verschmutzungen verwöhnen den Zuschauer. Der deutsche Ton ist zu jeder Zeit gut verständlich.
An Extras gibt es eine Bildergalerie, den Trailer, sowie ein 4-seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen zum Film.
Fazit:
„Als Jim Dolan kam“ ist ein in vielerlei Hinsicht interessanter US-Western: Zum Einen kann Dean Martin hier erstmals und überzeugend einen Schurken spielen, des Weiteren glänzt der Film mit einer spannenden Handlung, der man als Zuschauer gern folgt. Der eine oder andere Macho-Spruch sorgt dann noch für eine Auflockerung des Geschehen. Westernfans sollten unbedingt zugreifen!
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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99:22 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Bildergalerie
- 4-seitiges Booklet
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Als Jim Dolan kam
Rough Night in Jericho
Dean Martin überzeugt als Schurke in einem Spitzenwestern
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1967 Regie: Arnold Laven Drehbuch: Sydney Boehm Darsteller: Dean Martin, George Peppard, Jean Simmons, John McIntire, Slim Pickens
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 09.05.2008
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