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DVD-Besprechung - The Flesh & Blood Show
Story:
In einem alten Theater in einem Küstenort in England soll eine neu formierte Schauspielriege das Stück „The Flesh & Blood Show“ aufführen. Gleich in der ersten Nacht nach der Ankunft wird eine Mimin getötet. Da ihre Leiche verschwindet, hält die Polizei die Meldung der Mordtat für einen üblen Scherz und verwarnt den Regisseur Mike (Ray Brooks) nachhaltig. Dass diese Fehleinschätzung zu weiteren Opfern führt, kann die Polizei zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.
Meinung zum Film:
Die Grundidee des Slashers „The Flesh & Blood Show“ ist die einer Theatertruppe, die in einem alten Piertheater Improvisationskünste bieten soll. Engagiert von einem unbekannten Mäzen reisen die verschiedenen Schauspieler an und finden ein heruntergekommenes Theater vor, welches aber noch vollauf funktionstüchtig ist. Gerüchten zufolge war die letzte Vorstellung vor 25 Jahren zu Ende des 2. Weltkriegs. Dass etwas in dem alten Bau nicht in Ordnung ist, wird dem Zuschauer von Beginn an nicht verschwiegen, lediglich die Identität des Killers wird gehütet wie ein Augapfel. Recht unterhaltsam wird dem Publikum eine sicherlich spannende Geschichte geboten aber auch eine mit etlichen logischen Fragwürdigkeiten.
Wer bitte bleibt an einem Ort, an dem eine Kollegin per Fallbeil getötet wird und dann auch noch der Leichnam verschwindet? Jeder noch so gut bezahlte Job ist ein verfrühtes Ableben nicht wert, doch die Mimen bleiben am Ort des Geschehens, voll des Tatendrangs das Improvisationsstück aufzuführen. Das erste weibliche Opfer wird übrigens kurzfristig durch eine andere junge Dame ersetzt, es gibt ja genug davon. Übrigens ist der Zeitgeist der frühen siebziger Jahre allgegenwärtig, sichtbar in den Outfits und der praktizierten freien Liebe. So gibt es neben Lammfellwesten und Schlaghosen auch reichlich blanken Busen zu bewundern und bei der Auswahl der Darstellerinnen hat die Größe eines solchen offenbar auch einen gewissen Ausschlag gehabt.
Eines unterscheidet diesen frühen Vertreter des Slashergenres aber von seinen neuen Ablegern, das Ende bzw. die Auflösung. Sie ist logisch und nicht an den Haaren herbeigezogen. Dabei ist wichtig, dass geschickt die Fäden gesponnen wurden, die den Zuschauer das Gruseln und Grübeln lehren sollen. Natürlich sind auch ein paar blutige Effekte im Spiel, doch sind sie gezielt gesetzt und nicht übertrieben. Wenn etwas zu sehr ausgereizt wird, dann ist es die Blöße der agierenden Damen, aber so richtig stört dies auch nicht. Einige Soundeffekte sind etwas fragwürdig, denn sie klingen ungefähr so, wie in den alten Batman-Folgen aus dem TV. Immer wenn eine Erkenntnis kommt, dann ertönt eine Art dramatischer Tusch.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wurde zwar ein wenig aufgefrischt, aber nicht vollständig überarbeitet. So sind stets kleine Blitze zu erkennen und der Kontrast ist recht schwach ausgefallen. In den vielen dunklen Szenen verlieren sich daher die Konturen und das Geschehen wirkt zeitweise unübersichtlich. Der Ton ist soweit in Ordnung und aufgrund des Alters durchaus akzeptabel.
Im Booklet bieten sechs Absätze ein paar Hintergrundinfos, aber nicht sehr ausführlich. Auf der DVD finden sich dann noch eine Bildergalerie, sowie der Originaltrailer.
Fazit:
„The Flesh & Blood Show“ ist ein netter Rückblick auf die Anfänge des Slasherfilms und gleichzeitig ein Trip in die typische Filmwelt der frühen siebziger Jahre. Die Story ist akzeptabel, doch die technische Umsetzung ist leider nur als dürftig anzusehen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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92:04 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Bildergalerie
- Trailer
- Booklet
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Im Rampenlicht des Bösen
The Flesh & Blood Show
Ungemach im Theatersaal
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1972 Regie: Pete Walker Drehbuch: Alfred Shaughness Darsteller: Jenny Hanley, Luan Peters, Patrick Barr, Ray Brooks, Judy Matheson
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 22.05.2008
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