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DVD-Besprechung - Crossroads - A Story of Forgiveness
Story:
Als Bruce Murakamis (Dean Cain) Frau und Tochter bei einem Autounfall ums Leben kommen, glaubt dieser nicht an ein Unglück. Zusammen mit der erfolgreichen Anwältin Erin (Peri Gilpin) stellt er auf eigene Faust Ermittlungen an und sammelt Beweise dafür, dass seine Familie das Opfer eines illegalen Straßenrennens von Jugendlichen wurde.
Meinung zum Film:
Bruce Murakami arbeitet erfolgreich im Baugewerbe. Wie immer ist er gerade dabei, wichtige Telefonate zu erledigen, als sich seine Frau Cindy und Adoptivtochter Chelsea auf eine Einkaufstour zum Supermarkt verabschieden. Einige Zeit später erhält Bruce erneut einen Anruf, der ihn veranlasst, nochmals die aktuelle Baustelle aufzusuchen. Auf dem Weg dorthin ruft er seine Frau an, da diese allerdings gerade ebenfalls mit Fahren beschäftigt ist, geht die Tochter ans Handy. Mitten im Gespräch unterbricht die Verbindung, doch Bruce denkt sich nichts weiter dabei. Erst als er an eine abgesperrte Kreuzung kommt, an der sich offensichtlich ein Unfall ereignet hat, ahnt er Schlimmes. Er fährt näher heran und tatsächlich ist das Auto, das auf dem Dach liegt und jetzt vor seinen Augen explodiert, das seiner Frau.
Schnell wird von illegalen Straßenrennen unter Jugendlichen gemunkelt. Für die Polizei bleibt es jedoch ein von Cindy verschuldeter Unfall, da handfeste Beweise fehlen. Bruce glaubt nicht daran und es gelingt ihm durch seine Hartnäckigkeit, die erfolgreiche Anwältin Erin ins Boot zu holen. Gemeinsam stellen sie Ermittlungen an und können schließlich den jungen Schuldigen Justin überführen. Doch zu Bruces Erstaunen sieht dieser so ganz anders aus, als er es erwartet hatte. Der Übeltäter ist ein unscheinbarer Teenager, der sich nicht sehr von Bruces eigenen zwei Söhnen unterscheidet. Zunächst auf eine Verurteilung aus, beschließt Bruce bald, dass es Wichtigeres gibt, als einem Jungen seine Zukunft zu verbauen. Zusammen mit dem Staatsanwalt entwickelt er einen ungewöhnlichen Plan: Er und Justin werden künftig Highschools aufsuchen und dort als realitätsnahes Beispiel vor den Gefahren illegaler Rennen warnen sowie auf die Wichtigkeit verantwortungsbewussten Handelns aufmerksam machen.
Wie so viele TV-Dramen, basiert "Crossroads" auf einer wahren Begebenheit, die zu dramaturgischen Zwecken mit fiktionalen Elementen angereichert wurde. Oft geht das in die Hose, in diesem Fall kann die Inszenierung aber durchwegs überzeugen. Die Story wirkt zu jeder Zeit stimmig und bekommt durch die zusätzlichen Ausschmückungen des Drehbuchs mehr Tiefe. Dass der Bruce Murakami des Films beispielsweise einen Sohn hat, der sich von seinem Vater vernachlässigt fühlt und dessen unkonventionelles Handeln im Hinsicht auf den Mörder der Mutter erst mal nicht wirklich nachvollziehen kann, zeugt von der gelungenen Charakterzeichnung, die die Figuren immer glaubwürdig erscheinen lässt. Zudem ist schön, dass der Film mehrere wichtige Botschaften vermittelt (Vergebung ist besser als Rache, verantwortungsbewusstes Handeln ist wichtig etc.), ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu heben oder sie dem Zuschauer mit dem Holzhammer einzubläuen. Die Geschichte schreibt nicht vor, was gut oder böse ist, sondern überlässt es jedem selbst, die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Abgerundet wird das Ganze durch tolle Schauspieler, wobei besonders Dean Cain ("Lois & Clark"), sowie dessen Filmsohn Landon Liboiron und "Justin"-Darsteller Shiloh Fernandez positiv hervorzuheben sind. Letzterer wird einigen Zuschauern sicher als "Sean" aus der ersten Staffel der kurzlebigen Serie "Jericho - Der Anschlag" bekannt sein.
Digitale Aufarbeitung:
"Crossroads" ist eine TV-Produktion von CBS aus dem Jahr 2007. Dementsprechend gut fällt das Bild aus. Der Transfer überzeugt durch kräftige, leuchtende Farben und gute Schärfe. Gedreht wurde offensichtlich in HDTV, weshalb keinerlei Rauschen festzustellen ist. Auch die Kompression arbeitetet makellos. Allerdings gibt es an zwei, drei Stellen im Film Dropouts in Form von weißen Pixeln. Dies ist aber in Anbetracht des hervorragenden Gesamteindrucks vernachlässigbar. Der Ton liegt in Dolby Digital 5.1 auf Deutsch und Englisch vor und ist natürlich dramagemäß frontlastig. Die Hintergrundmusik verteilt sich jedoch stimmig im Raum und der Sound klingt angenehm frisch. Etwas schade ist allerdings, dass die hier zum Einsatz kommende deutsche Stimme von Dean Cain sehr unpassend wirkt und sich nicht so recht mit ihm zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen will. Besonders, wenn man "Lois & Clark" kennt, wo mit Sascha Draeger (der Tim aus "TKKG") ein deutlich anders klingender Synchronsprecher tätig war, fällt dies unangenehm auf. Zuschauer, die der englischen Sprache mächtig sind, sollten daher lieber auf den Originalton zurückgreifen.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
Fazit:
"Crossroads - A Story of Forgiveness" dürfte bei uns vor allem deshalb auf DVD erscheinen, weil Dean "Superman" Cain die Hauptrolle in dieser TV-Produktion spielt. Ohne einen bekannten Namen als Aufhänger würde sicherlich für viele der Anreiz zum Anschauen fehlen, dabei handelt es sich bei dem Film um ein sehr gut gemachtes und stimmig inszeniertes Drama über Verlust, Schmerz und vor allem Vergebung. Die technische Umsetzung ist hervorragend, Bonusmaterial wird aber leider nicht geboten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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89:51 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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Crossroads - A Story of Forgiveness
Crossroads - A Story of Forgiveness
Stimmiges Drama mit Dean "Superman" Cain
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: John Kent Harrison Drehbuch: Peter Hunziker, Cynthia Riddle Darsteller: Dean Cain, Peri Gilpin, Julie Warner, Chelah Horsdal, Landon Liboiron, Ryan Kennedy
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 03.07.2008
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