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DVD-Besprechung - Ein Herr ohne Kleingeld
Story:
Das Glücksspiel ist die große Leidenschaft von Baron Jerome Antoine (Jean Gabin), doch dieses führt seine Finanzen in den Abgrund. Mehr schlecht als recht schlängelt er sich durch das Leben, immer auf der Suche nach leichtgläubigen Menschen denen er einen kleinen Kredit abschwatzen kann. Eines Tages erhält er eine Yacht als Anzahlung für einen Spielgewinn und er macht sich mit einer guten alten Bekannten auf einen netten Bootstrip nach Monaco. In der Nähe einer Schleuse bleibt das Boot samt seiner beiden Insassen ohne Geld liegen und Antoine muss sich zunächst mit einem bescheidenen Leben anfreunden.
Meinung zum Film:
„Ein Herr ohne Kleingeld“ ist eine amüsante französische Komödie um einen adeligen Schwerenöter mit permanenten Geldproblemen. Baron Jerome Antoine lebt ein finanziell wackeliges Leben, denn ohne ein festes eigenes Einkommen ist sein Alltag von der Geldbeschaffung bestimmt. Da er auch noch Glücksspiel als Leidenschaft hat, ist dem Zuschauer schnell klar, dass dies irgendwie nicht zusammen passt. Jerome lebt vor allem von seinem Adelstitel, der den meisten Menschen Seriosität suggeriert und so erhält er selbst von Barkeepern Kleinkredite über 200.000 Franc. Nur von den ihm bekannten Damen nimmt er kein Geld an und bewahrt ihnen gegenüber sein Gesicht.
Die Geschichte zu der Komödie basiert auf einem Buch von Georges Simenon, einem Autoren, der zu seinen besten Zeiten bis zu vier Bücher pro Jahr seinem Geiste entlocken konnte. Seine Geschichte über einen eigentlich bankrotten Adeligen lebt zu hundert Prozent von seiner Hauptfigur. Seine Art wie er die Menschen umgarnt, wie er sie in finanzielle Zusagen dirigiert ist amüsant anzusehen. Von schmeichelnd bis empört reicht dabei die Bandbreite seiner Mittel und so manches Mal erliegen seine Mitmenschen auch ganz einfach nur seiner Schlagfertigkeit. Der fast mittellose Baron macht im Verlauf der Story eine interessante Wandlung durch, denn der Lebemann Antoine lernt den Umgang mit der Bescheidenheit. Ausgangspunkt des Ganzen ist, fast schon widersprüchlich, ein üppiger Gewinn beim Spiel.
Nachdem der Marquis de Villamayor ihm elf Millionen Franc schuldet, dem Spiel sei dank, erhält er von diesem eine Yacht als Anzahlung der Schulden. Zusammen mit seiner alten Liebe macht er sich unverzüglich zu einem Turn auf und bleibt prompt ohne Geld in der Nähe einer Schleuse liegen. Da die Örtlichkeit jeden Luxus vermissen lässt und gleichzeitig die Restzahlung seines Gewinns auf sich warten lässt, muss sich der ältere Herr nun mit weniger zufrieden geben. Fast meint man er habe seinen innerlichen Wandel vollzogen und gelernt, dass man mit dem auskommen muss, was man sich selbst erarbeitet hat, doch dann kommt sein Scheck. Der Spieler in ihm ist erneut erwacht.
Digitale Aufarbeitung:
Im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen älterer Filme ist das Bild dieser DVD als ordentlich zu bewerten. Einige Defekte sind zwar durchgerutscht, aber ansonsten zeichnet sich das Bild durch eine gute Schärfe aus. Der Kontrast passt ebenfalls und daher wirken auch die vielen Graustufen überzeugend. Der deutsche Ton ist leider nicht ganz so schön geworden. Zischlaute sind sehr merkbar und besonders die Sprache wirkt blechern.
Als Extras gibt es den Kurzfilm „Wege durch Feuer und Eis“, sowie eine Bildergalerie mit Film- und Werbematerial. Nicht üppig, aber ordentlich.
Fazit:
„Ein Herr ohne Kleingeld“ ist eine nette Komodie mit einem hervorragenden Jean Gabin in der Rolle eines absoluten Schwerenöters, der sich am Ende als unverbesserlicher Spieler erweist. Technisch wurde das Bild sehenswert umgesetzt und zeigt sich im Vergleich zu anderen Magic-Pictures-Veröffentlichungen im Sonntagsanzug.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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89:39 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Französisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Kurzfilm "Wege durch Fels und Eis"
- Bildergalerie mit Werbematerial
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Ein Herr ohne Kleingeld
Le Baron de l’Ecluse
Jean Gabin in einer Paraderolle
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 1960 Regie: Jean Dellanoy Drehbuch: Jean Dellanoy, Maurice Druon (nach einem Roman von Georges Simenon) Darsteller: Jean Gabin, Micheline Presle, Jaques Castelot, Aimee Mortimer, Jean Constantin
Label :
Magic Picture
Verkaufsstart : 05.06.2008
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