 |
DVD-Besprechung - The 8th Plague
Story:
Nikki (Laura Chaves) hatte Stress mit ihrer Schwester Launa (Leslie Ann Valenza) und sich danach zu einem Trip in bewaldete Berge aufgemacht. Nachdem sie sich nicht mehr meldete, macht sich Launa auf die Suche nach ihr. Sie und ihre Freunde verschlägt es in der Region, in der Nikki zuletzt war und dort in ein altes Gefängnis. Von diesem erzählen sich die Leute, dass es aufgegeben wurde, nachdem bei einem Aufstand etliche Häftlinge getötet wurden. Auslöser soll das Böse gewesen sein, welches als Zeichen an einer Gefängnismauer prangt. Zu spät erkennen die Ankömmlinge, dass es immer noch aktiv und tödlich ist.
Meinung zum Film:
„The 8th Plague“ ist ein waschechter B-Movie-Horrorstreifen mit einem typischen Plot und ebenso genretypischen bekannten Sets. Die Schwester der Protagonistin verschwindet scheinbar in einem alten Gefängnis, das nach einem blutigen Aufstand geschlossen wurde. Alte Gemäuer waren schon immer sagenumwoben, aber immer wieder die gleiche Idee? Erst im letzten Dezember kam schon mit „Prison Of Death“ ein laues B-Movie mit derselben Idee auf den deutschen Markt. „Repetitia non placet“ sprach der alte Lateiner: Wiederholungen gefallen nicht. Was also könnte den Film so sehenswert machen, dass er selbst Preisrichtern zur Krönung genügen konnte. „Beste Kamera“ beim Chicago Horror Film Festival 2006 und „Bester Film“ beim Freakshow Horror Film Festival 2006 konnte die achte Plage einheimsen.
Bei diesen „Krönungen“ sollte beim Mainstream-Filmkonsumenten die Alarmglocke schrillen, denn erstens ist nicht sofort bekannt, welche Filme noch zur Wahl standen und zweitens welche abgedrehten Horrorfans in der Jury saßen. Genrefans werden weitgehend zufrieden mit diesem Werk sein, der Normalzuschauer hingegen wird nach ca. 30 Minuten die STOP-Taste drücken. Wer weiter sieht, der kann erkennen, dass bei den blutigen Effekten und den jeweiligen Inszenierungen, augenscheinlich vorher Lucio Fulci konsumiert wurde. Die Art und Weise der Umsetzung sieht doch sehr ähnlich aus, was aber keine Kritik sein soll, sondern den Film positiv aufwertet.
Die Handlung ist banal und arm an Überraschungen. Das Böse manifestiert sich in einem Zeichen, welches ein Gefängnisinsasse einst nach einem Buchstudium auf eine Wand malte. Wer dieses Zeichen sieht, dem fährt das Böse ein und er wird nie wieder er selbst sein, es sei denn, man reißt sich die Augen aus, die es gesehen haben. Der Rest der Handlung ist klar, denn die vermisste Schwester Nikki hat mit ihren Freunden natürlich das Zeichen gesehen und so die Grundlage für so manchen üblen Tod gesorgt. Schwesterchen Launa sucht natürlich nach ihr und führt ihre Begleitung ebenfalls in einen grausigen Tod, der selbst vor dem Sheriff nicht halt macht. Die Zahl der Lebenden wird stets reduziert und es stellt sich alsbald Langeweile ein, die vom Ende allerdings aufgerüttelt wird. Dieses ist haarsträubend und geistlos.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist phasenweise unscharf und ein deutliches Rauschen ist permanent erkennbar. Nimmt man die zu kräftig geratenen Farben ein wenig zurück, tritt eine leichte Besserung ein. Der Ton bietet keine echten Überraschungen, weder im positiven, noch im negativen Sinne.
Das erste Extra bietet gut 2,5 Minuten an geschnittenen Szenen, die den Hauptfilm auch nicht attraktiver gemacht hätten. Nebenbei ist deren Bild-Qualität noch schlechter. Sieben Minuten und achtzehn Sekunden dauert das Making Of welches leider ohne Übersetzung angeboten wird. Ansehen lohnt nicht, da im Prinzip weitgehend die Story noch mal erzählt wird. Den Abschluss der Extras bildet der Originaltrailer.
Fazit:
„The 8th Plague“ ist ein Film für Kenner und Freunde des Horrorgenres bzw. für diejenigen, die einen sattelfesten Magen haben. Viel mehr als derbe Szenen werden eigentlich nicht geboten und selbst der Drehort wirkt hinlänglich bekannt. Technisch ist das Bild nicht gerade ein Hingucker.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,85:1
|
90:10 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch |
|
Bonusmaterial:
|
- Making Of
- Trailer
- Deleted Scenes
|
|  |
The 8th Plague
The 8th Plague
Im Knast, da geht das Böse um
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Franklin Guerrero Jr. Drehbuch: Eric Williford, Franklin Guerrero Jr. Darsteller: DJ Perry, Leslie Ann Valenza, Terry Jernigan, Charles Edwin Powell, Nitin Adsul, Hollis Zemany, Jonathan Rockett, Laura Chaves, Paul Bugelski, Syn DeVil
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 19.06.2008
|