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Kino-Besprechung - The Elephant King
Story:
Der ziellose junge Jake (Jonno Roberts) lebt ein ausschweifendes Leben in der thailändischen Stadt Chiang Mai, als sein depressiv veranlagter jüngerer Bruder Oliver (Tate Ellington) besuchen kommt. Oliver wurde von den Eltern (Ellen Burstyn, Josef Sommer) der beiden gebeten, seinen Bruder wieder nach Hause zu holen, damit dieser sich endlich seinen Verpflichtungen stellt und ein produktives Leben beginnt, doch Oliver fühlt sich zunächst sehr wohl in dem unbekannten und spannenden Land und macht keine Anstände, Jake zu überzeugen. Dieser stellt ihm schon bald die schöne Einheimische Lek (Florence Faivre) vor, in die sich Oliver hoffnungslos verliebt. Doch gönnt ihm Jake dieses Glück wirklich und ist es Lek ernst mit ihm?
Meinung zum Film:
Wenn man sich die an "The Elephant King" beteiligten Filmemacher anschaut, wird man mit Ausnahme der Hollywood-Veteranen Ellen Burstyn ("Requiem for a Dream") und Josef Sommer ("X-Men: Der letzte Widerstand") fast nur Anfänger und Kino-Debütanten finden. Regisseur und Drehbuchautor Seth Grossman, der in diesen Film die Erfahrungen eines eigenen Thailand-Aufenthalts einbringt, hat zuvor nur zwei unbekannte Kurzfilme inszeniert und die drei Hauptdarsteller waren allesamt noch nicht wirklich auf der Kinoleinwand zu sehen.
Doch wie die Arbeit von Anfängern wirkt der Film keineswegs. Das Drehbuch zeichnet psychologisch ausgefeilte Figuren, die Regie erzeugt sehr gekonnt eine fesselnde Atmosphäre und die paradiesische Natur sowie das Chaos der thailändischen Stadt wird in wunderschönen Bildern eingefangen. Dabei schafft es der Film, sowohl die Beziehungen zwischen den Charakteren subtil zu erkunden, als auch, ein interessantes Bild des wechselseitigen Verhältnisses zwischen der thailändischen Bevölkerung und den zahlreiches westlichen Touristen zu zeichnen. Obwohl "The Elephant King" inhaltlich eher zur anspruchsvollen Sorte gehört, wird er aber nie anstrengend oder langweilig.
Dafür sorgen auch die sehr überzeugenden Schauspielerleistungen. Jonno Roberts und Tate Ellington spielen die ungleichen Brüder überzeugend und mit emotionaler Intensität und die thailändische Schönheit Florence Faivre weiß nicht nur dank ihres Aussehens zu gefallen. Wie nicht anders zu erwarten, stellt natürlich auch das Spiel der Oscar-Preisträgerin Ellen Burstyn ein absolutes Highlight des Films dar.
Fazit:
Ein sehr empfehlenswerter Independent-Film, der mit tollen
Schauspielern und einem einzigartigen Bild des Lebens in Thailand
überzeugen kann. Von den Beteiligten kann man in Zukunft sicher noch
Großes erwarten.
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The Elephant King
The Elephant King
Ein sehr überzeugender Erstlingfilm!
Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA/Thailand, 2006 Regie: Seth Grossman Drehbuch: Seth Grossman Darsteller: Tate Ellington, Jonno Roberts, Florence Faivre, Ellen Burstyn, Josef Sommer
Verleiher:
Kein Verleih bekannt Kinostart : 05.06.2008
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