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Kino-Besprechung - The Happening
Story:
Ohne Vorwarnung bricht eine Welle mysteriöser Todesfälle über Großstädte im Nordosten der USA herein: Menschen bleiben plötzlich stehen und nehmen sich im nächsten Augenblick das Leben. Wer oder was ist dafür verantwortlich? Ein Terror-Anschlag? Eine Naturkatastrophe? Ein fehlgeschlagenes Experiment der Regierung? Diese Frage stellt sich auch Lehrer Elliot (Mark Wahlberg), der zusammen mit seiner Frau Alma (Zooey Deschanel), seinem Freund Julian (John Leguizamo) und dessen 7jähriger Tochter Jess (Ashlyn Sanchez) aus Philadelphia aufs Land flieht.
Meinung zum Film:
Bereits M. Night Shyamalans ("The Village") letzter Film "Lady in the Water" musste herbe Kritik einstecken, da er nicht den immer noch hochgesteckten Erwartungen an den Macher des hochgelobten "The Sixth Sense" entsprechen konnte. "The Happening" als mysteriöser Thriller mit deutlichen Parallelen zu "Signs" soll wohl an alte Erfolge anknüpfen - versagt dabei aber kläglich. Mögen die Prämisse des Filmes und die "Auflösung" der Ereignisse für sich betrachtet durchaus interessant sein, so schafft es der Film dennoch nicht, diese in eine spannende, kurzweilige oder wenigstens glaubwürdige Handlung zu verpacken.
So verkommt die Katastrophe nach ein paar schockierenden Momenten nahezu zu einer "Wer-bringt-sich-am-makabersten-um-Parade", einzelne Szenen werden dabei unnötig in die Länge gezogen und dem Zuschauer mit dem Holzhammer eingehämmert. Die Flucht der Protagonisten wirkt vor allem gegen Ende immer mehr wie eine ziellose und langweilige Odyssee, deren Zwischenstationen keinerlei Bedeutung zu haben scheinen. Flucht im Zug, aus dem Dorf, auf der Straße, ins Feld, weg von einsamen Waldhäusern... Elliots Bemühungen, dem Zuschauer nebenbei Erklärungsversuche für die Herkunft des vermutlichen Nervengiftes zu vermitteln, wirken dabei ebenso aufgesetzt wie das ab und an lustlos eingeworfene Beziehungsdrama zwischen ihm und seiner Frau. Eine gruselige, mysteriöse oder beklemmende Atmosphäre, die die früheren Werke des Autors und Regisseurs auszeichneten, mag dabei nicht so recht aufkommen.
Mark Wahlberg ("Planet der Affen") hat in "Departed" gezeigt, daß er schauspielern kann, in diesem Film merkt man leider nicht viel davon. Zu künstlich wirkt der ganze Charakter, zu unfreiwillig komisch die Dialoge, stellenweise wollen die Augen des Zuschauers gar nicht mehr mit Rollen aufhören. Der Rest
des Castes kann seine platten Figuren auch nur soweit mit Leben füllen, wie es das Drehbuch zulässt: John Leguizamos ("Moulin Rouge") Rolle scheidet als arg offensichtliches plot-device recht früh aus dem
Film aus und Zooey Deschanel ("Die Brücke nach Terabithia") hat auch nicht viel mehr zu tun, als unglücklich drein zu schauen und mit großen Augen den Beschützerinstinkt des Zuschauers zu wecken.
Fazit:
Es scheint, als wäre Shyamalans Talfahrt immer noch nicht vorüber. "The Happening" ist ein
Möchtegern-Mystery-Thriller, der trotz eines interessanten Themas ohne wirkliche Highlights vor sich hinplätschert und auf keiner Ebene überzeugen kann.
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The Happening
The Happening
Wenig gelungener Thriller, in dem nicht viel "passiert"
Autor der Besprechung:
Thomas Beckmann
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: M. Night Shyamalan Drehbuch: M. Night Shyamalan Darsteller: Mark Wahlberg, Zooey Deschanel, John Leguizamo, Betty Buckley
Verleiher:
20th Century Fox
Kinostart : 12.06.2008
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