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DVD-Besprechung - How to rob a bank

Story:
Bankgebühren sind ärgerlich. Bankgebühren sind ungerecht. Bankgebühren sind teuer. Um seine letzten 20 Dollar abzuheben muss Jinx (Nick Stahl) 1,50 $ an Gebühren bezahlen und das stinkt ihm gewaltig. Er steuert also brummig zu dem Schalter in der Bank, als er plötzlich in einen Bankraub gerät. Zusammen mit einer angeblichen Mitarbeiterin Jessica (Erika Christensen) der Bank flüchtet er in den Tresorraum und die schwere Tür schließt sich. Die Situation ist nun für alle Seiten misslich, Jinx und Jessica im Tresor, der sich nur von innen öffnen lässt, im Vorraum sitzen die Gangster und vor dem Bankgebäude wartet die Polizei. Ein Konflikt, der sich nur sehr schwer auflösen lässt.

Meinung zum Film:
Mit „How to rob a bank“ ist Regisseur Andrews Jenkins in seinem Regiedebüt ein unterhaltsames Stück Kinounterhaltung gelungen, welches weniger durch Action als durch seine Dialoge beim Publikum punktet. In zehn Punkten, die erklären, wie man einen Bankraub abwickelt, wird dem Zuschauer die Handlung präsentiert. Auch wenn permanent gesprochen wird, so wird es dem Filmfreund wahrlich nicht langweilig, denn die Fäden, die gesponnen werden, ergeben eine kluge und nachvollziehbare Handlung. Der Kern der Handlung ist die Patt-Situation mit der 10 Tonnen schweren Tresortür. Die Gangster wollen gerne hinein und die Insassen wollen hinaus, doch beide Seiten trauen sich natürlich nicht über den Weg.

Nick Stahl („Terminator 3“) konnte schon mehrfach seine Visitenkarte abgeben und seine Rolle als Yellow Bastard in „Sin City“ dürfte vielen Kinobesuchern noch in bester Erinnerung sein. Als Jason „Jinx“ Taylor ist er in „How to rob a bank“ nun auf der Seite der Guten, denn er wollte sich immerhin lediglich über die Bankgebühren beschweren. Dass er mit der attraktiven Jessica nun im Tresor sitzt, war nicht seine Absicht. Jessica wird von Erika Christensen („Riding The Bullet“) gespielt und mit der schwarzen Perücke, der Brille und dem schlichten Bankerkostüm sieht sie wie die perfekte Bürofrau aus. Im Laufe der Handlung ändert sich ihr Aussehen allerdings und am Ende muss jeder für sich entscheiden, wie sie am Besten aussieht. Abgesehen davon spielt sie eine sehr selbstbewusste Frau, die sich über die Realitäten des Lebens im Klaren ist.

Mehr darf an dieser Stelle nicht verraten werden, auch nicht wann und wie David Carradine („Kill Bill“) seinen Auftritt hat. Der Film lohnt sich und es wäre nicht verwunderlich, wenn er in so mancher Sammlung landen würde. Bankraub-Streifen hat es schon zur Genüge gegeben, doch in diesem Fall ist mal eine nette Abwandlung gelungen, die ihren Unterhaltungswert hat und mit gut 87 Minuten auch nicht zu lang geraten ist. Die Inszenierung ist durchgehend spannend und die sich ergebenden witzigen bis schwarzhumorigen Gespräche lassen keine Längen aufkommen und dem Zuschauer sei empfohlen, stets das Ohr am Geschehen zu halten.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann sich sehen lassen, denn es ist in sich komplett stimmig. Farben, Kontrast und Klarheit lassen keine Wünsche übrig. Der dts-Track ist vollkommen in Ordnung, auch wenn die Art des Films nur wenig Last auf die hinteren Boxen bringt.

Knapp elf Minuten dauert der Blick hinter die Kulissen, der eigentlich aber mehr ein Making Of ist. Es gibt kurze Shots von den Dreharbeiten und einige Hintergrundinformationen. Der sonst übliche werbende Aspekt entfällt erfreulicherweise. Das Extra läuft mit deutschen Untertiteln ab. Hinzu kommen noch ein paar Tafeln mit kurzen Darstellerinfos.

Der neue Kopierschutz ist eine ärgerliche Angelegenheit und hat schon zu Reklamationen in den Videotheken geführt. Erst kann es mehrere Minuten dauern, bis der Player die Disc überhaupt startet und dann lässt sich der Film nicht über „Filmstart“ ansehen, sondern man muss über die Kapitelwahl gehen. Ferner kann es bei Kapitelübergängen im Film selbst zu Abbrüchen kommen. Nicht jeder Player wird von diesem Problem betroffen sein.

Fazit:
„How to rob a bank“ ist ein sehr gutes Erstlingswerk von Andrews Jenkins und man kann nur hoffen, dass er damit nicht schon sein kreatives Pulver verschossen hat. Sein „Bankraub“ ist clever, witzig und bis zur letzten Sekunde spannend.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
87:36 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
  • Blick hinter die Kulissen
  • Darstellerinfos
How to rob a bank - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
How to rob a bank
How to rob a bank

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Kluger wortwitziger Film über einen Bankraub mit Hindernissen


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Andrews Jenkins
Drehbuch:
Andrews Jenkins
Darsteller:
Nick Stahl, Erica Christensen, Terry Crews, Gavin Rossdale, David Carradine

Label Deutschland :
Constantin Film
Verkaufsstart Deutschland :
19.06.2008