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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - April, April - Tote scherzen nicht

Story:
Bei einem misslungenen April-Scherz, der mehr einer üblen Gemeinheit, denn einem lustigen Streich entsprach, kommt die junge Milan (Sabrina Aldridge) ums Leben. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung werden recht bald eingestellt, doch genau 1 Jahr später erhalten alle Beteiligten ein mysteriöses Schreiben, das sie an das Grab der Verunglückten zitiert. In diesem Moment beginnt eine Jagd nach einem mysteriösen Killer, der offensichtlich plant, einen nach dem anderen von ihnen umzubringen. Die Geschwister Blaine (Josh Henderson) und Desiree Carter (Taylor Cole) machen sich ihrerseits auf hinter die Identität des Mörders zu kommen, um ihn rechtzeitig zu stoppen.

Meinung zum Film:
„April, April – Tote scherzen nicht“ ist ein Remake des 1986 erschienen Films „Die Horror Party“, beide Filme heißen im Original „Aprils Fool’s Day“. Wer das Original aus den 80ern kennt wird sich sehr schnell fragen, ob es wirklich einer Neuauflage des Films benötigt, der nicht zuletzt von einer Wendung am Ende lebt. Ist diese jedoch bekannt, ist ein ganz großer Reiz des Filmes bereits verpufft. Und so beschäftigt Kenner der Materie den ganzen Film über die Frage, wie sich die Ereignisse wohl zum Ende hin entwickeln werden und ob man auf den gleichen Kniff zurück greift wie das vermeintliche Vorbild. Recht schnell wird dabei klar, dass wenn es erneut auf den alten Plottwist hinauslaufen sollte, es doch sehr billig wird, da man vorbereitet ist und die Story an sich nur noch müde erscheint. Ändert man dieses jedoch ab, bleibt außer der Tatsache, dass beide Filme am ersten Tag des Aprils spielen nichts mehr über, was eine Remake-Bezeichnung rechtfertigen würde.

Aber egal, wie es endet - der Begriff Remake ist hier mit äußerster Vorsicht zu genießen, da die Parallelen zwischen den beiden Filmen so marginal ausfallen, dass man diese problemlos in Großbuchstaben auf einem kleinen Streichholzschächtelchen schreiben kann. Spätestens in dem Moment, wo die Protagonisten eine Aufforderung erhalten, sich am Grabe von Milan zu treffen, da der Schreiber der Zeilen Beweise für ihre Tat hat, bekommt man als Zuschauer das Gefühl, dem 4. Teil von „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ beizuwohnen. Im Grunde fehlt nur noch der alte Fischer im gelben Ölmantel und dem Haken anstelle der Hand, um diesen Eindruck zu bestätigen. Horror- und Slasherfreunde dürfte dies aber eher egal sein, solange wenigstens reichlich Spannung vorhanden ist und die Mordszenen stimmen. Aber auch hier enttäuscht der Film über weite Strecke. Die Morde sind teils recht unspektakulär bis platt umgesetzt und die müden Effekte sind kaum einer Erwähnung wert. Spannung kommt zwischenzeitlich zwar immer mal wieder kurzzeitig auf, wird dann aber meist recht schnell wieder von einem dummen Einfall des Skripts zur Nichte gemacht.

Auch die Darsteller und ihre Figuren sorgen nicht gerade dafür, dass beim Zuschauer sonderliche Anspannung entsteht. Zum Einen liegt das am Drehbuch, das die Protagonisten als dumpfe, dekadente, oberflächliche, klischeevolle Unsympathen darstellt, denen man ohnehin den Killer an den Hals wünscht. Und wenn man nicht um das Leben der vermeintlichen Opfer mitfiebert, woher sollen dann Spannung und Dramatik kommen? Zum Anderen sind aber auch die Darsteller ziemlich blass. Vor allem Scout Taylor-Compton beweist nach ihrer Rolle im „Halloween“-Remake erneut, dass es ihr schwer fällt charismatisch auf dem Bildschirm in Erscheinung zu treten. Doch damit passt sie sich auch nur bestens in die Reihe ihrer Kollegen ein, bei denen keiner einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Gleiches gilt aber auch für den Film, der das Ende von „Die Horror-Party“ zwar nicht kopiert, das eigen präsentierte kann aber auch nicht unbedingt für Begeisterungsstürme sorgen und in der Nachbetrachtung fällt dann auch so manche Szene ziemlich lächerlich aus. „April, April – Tote scherzen nicht“ ist somit genauso dumm, wie es sein passend dummer deutscher Titel erahnen lässt. Horror-Freund sollten sich besser noch einmal das Original ansehen, das deutliche stimmiger und atmosphärischer herüber kommt als diese Schummel-Remake.  

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt auf einen guten Durchschnittswert, die Schärfe verhindert hier höhere Weihen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr gut verständlich und nutzt auch immer wieder die Surroundkanäle.

Extras gibt es keine auf der DVD zu finden.

Fazit:
„April, April – Tote scherzen nicht“ ist ein Remake, das niemand braucht und das selbst mit ganz viel Wohlwollen die Bezeichnung „Remake“ noch nicht einmal verdient. Durchweg platte, unsympathische Charaktere, fehlende Spannung und eine hanebüchene Story verhindern, dass der Film gut unterhält.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
87:47 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • -
April, April - Tote scherzen nicht - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
April, April - Tote scherzen nicht
April Fool's Day

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein ganz schlechter April-Scherz


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Mitchell Altieri, Phil Flores
Drehbuch:
Danilo Bach, Mikey Wigart (basierend auf dem Drehbuch zu "Die Horror Party")
Darsteller:
Taylor Cole, Josh Henderson, Scout Taylor-Compton, Joe Egender, Jennifer Siebel, Samuel Child, Joseph McKelheer, Frank J. Aard, Sabrina Aldridge

Label Deutschland :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
24.07.2008