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DVD-Besprechung - Sliders - Staffel 3

Story:
Während eines Experiments öffnet Physikstudent Quinn Mallory (Jerry O'Connell) das Tor zu einer anderen Dimension. Er landet in einem Paralleluniversum, das sich nur in Details von unserer Welt unterscheidet. Fortan reist Quinn gemeinsam mit seiner Freundin (Sabrina Lloyd), seinem Professor (John Rhys-Davies) und dem Sänger Rembrandt (Cleavant Derricks) in immer wieder andere Dimensionen, in denen die Geschichte der Menschheit anders verlaufen ist als in der Welt, die Quinn bekannt ist:  

Meinung zum Film:
Auch in der dritten Staffel reisen die "Sliders" unermüdlich durch die Dimensionen und hoffen dabei, irgendwann wieder in ihre Heimatwelt zurückzukehren. Bei ihren Abenteuern treffen sie auf nichts, das es nicht gibt. Seien es Wüstenplaneten oder Zauberer und Druiden - in den zahlreichen parallelen Dimensionen ist alles möglich. Auch dass Amerika eine Monarchie ist und Männer Kinder bekommen, kann es da schon mal geben.

Am wichtigsten dürfte jedoch für die dritte Staffel die Entwicklung des Casts sein. Denn hier trifft man zum letzten Mal auf all die Figuren, die die hohe Qualität der Serie aufrechterhalten konnten. John Rhys-Davies, der Quinns Professor Maximilian Arturo spielt, wurde nach einem Wechsel in der Produktionsleitung aus der Serie geschrieben und hat seinen letzten Auftritt in der Doppelfolge "Exodus". Darin kommen die Sliders auf eine Erde, in der der Kalte Krieg nicht beendet wurde. Die Freunde treffen auf einen sterbenden Mann, in dem Arturo einen Kollegen erkennt, dessen Theorien er bereits studiert hat. Er findet heraus, dass der Wissenschaftler einem Pulsar auf der Spur war, der dabei ist, auf die Erde zuzurasen, und die Menschheit zu vernichten droht. Klar, dass die Sliders dies nicht tatenlos mit ansehen können und mithilfe der Sliding-Technik versuchen, möglichst viele Menschen zu evakuieren. Dabei müssen die Freunde mit dem fiesen Colonel Rickman (gespielt von "The Who"-Mitglied Roger Daltrey, der u.a. auch in der "Highlander"-Serie mitwirkte) zusammenarbeiten, der ansonsten Quinns Freundin Wade töten will. Als Arturo entdeckt, dass der Colonel falsche Berechnungen anstellt, um selbst bestimmen zu können, wer gerettet wird, kommt es zur Konfrontation und der Professor wird mit einer Nadel niedergestochen. Was hat es damit auf sich? Die traurige Wahrheit werden die Sliders schon kurze Zeit später erfahren.

In "Exodus" taucht auch erstmals Capt. Maggie Beckett auf (gespielt von Kari Wuhrer), die von den Produzenten als Ersatz für Professor Arturo gebracht wird - was allerdings letztlich nicht funktioniert. Das Problem ist gar nicht mal die neue Figur an sich (obwohl sie dem charismatischen Professor lange nicht das Wasser reichen kann), sondern vielmehr die Tatsache, dass sich nach diesem Cast-Wechsel auch die Zielsetzung der Serie ständig änderte. Ging es zuvor noch darum, wieder in die heimatliche Dimension zurückzukehren, ist nun für die Sliders nichts wichtiger, als den schurkischen Colonel Rickman in die Finger zu bekommen und durch die Dimensionen zu verfolgen. Ein derartiger Bruch mit dem eigentlichen Serienprinzip müsste sehr gut begründet sein, um nachvollziehbar bleiben zu können. Doch das ist er nicht. Vielmehr gab es danach in den folgenden Staffeln noch viel chaotischere Zustände und es stellte sich unter anderem heraus, dass die Heimat, die Quinn und Co. zu kennen geglaubt hatten, in dieser Form eigentlich nie existierte. Das ist des Guten dann doch ein bisschen zu viel, manches funktioniert eben selbst in Fantasyserien nicht. Schade, dass das hohe Niveau der ersten zweieinhalb Staffeln durch die neuen Produzenten derart schnell zunichte gemacht wurde. 

Digitale Aufarbeitung:
Die dritte Staffel von "Sliders" hat die gleichen Probleme wie schon die erste Box. Dadurch, dass die Serie auf Video gemastert wurde, wirkt das Bild im Verhältnis sehr weich und die Farben könnten kräftiger sein. Allerdings verhält sich das Rauschen relativ unauffällig und die Kompression bereitet wenig Probleme. Der Sound liegt in Deutsch und Englisch als Stereo-Spur vor.

Als Bonusmaterial gibt es diesmal nur eine Zusammenstellung an Outtakes. 

Fazit:
Die dritte Staffel von "Sliders" ist der Anfang vom Untergang der ursprünglich hervorragenden Serie. Leider führte ein Wechsel der Produzenten dazu, dass das Serienkonzept mehrmals umgeworfen und letztlich völlig absurd wurde. Noch dazu feuerte man den charismatischen John Rhys-Davies, was ebenfalls keinen sonderlich positiven Effekt hatte. Bis zur Doppelfolge "Exodus" kann man sich die dritte Season anschauen, danach sollte man lieber abschalten. Auf DVD machen die "Sliders" einen nicht überragenden, aber akzeptablen Eindruck und warten zudem mit ein paar kurzen Outtakes auf.  

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,33:1
1,33:1
25 Folgen à ca. 46 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine Untertitel vorhanden.
Bonusmaterial:
  • Outtakes
Sliders - Staffel 3 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Sliders: Staffel 3
Sliders: Season 3

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Der Anfang vom Ende des munteren Dimensionshüpfens


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1996
Regie:
Oscar L. Costo u.A.
Drehbuch:
Josef Anderson u.A.
Darsteller:
Jerry O'Connell, Sabrina Lloyd, John Rhys-Davies, Cleavant Derricks

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
20.06.2008