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DVD-Besprechung - Karthago in Flammen
Story:
Der junge karthagische Führer Hiram kehrt heimlich in die Stadt zurück, aus der er einst verbannt worden war. Im Tempel des Baal-Moloch rettet er die junge Römerin Fulvia vor dem Opfertod und flieht mit ihr auf sein Schiff. Aber Hiram wird bei der Aktion erkannt und fällt in die Hände seiner Feinde. Es kommt zu einem erbitterten Kampf. Inzwischen bereiten die Römer ihren Angriff auf Karthago vor.
Meinung zum Film:
Es sieht nicht gut aus für Kathargo. Kurz vor Ende der punischen Kriege ist die Stadt dem Untergang geweiht. Das römische Heer wartet bereits darauf einzumaschieren. In dieser Ausgangssituation kommt es zu dramatischen Ereignissen. Der junge Hiram gehört zu den Widerstandskämpfern gegen die Römer, wurde aus dem Land verbannt und in seiner Abwesenheit zum Tode verurteilt. Doch nun kehrt er für die alles entscheidende Schlacht zurück. Seine Liebe gilt Ophir, der Tochter eines Kaufmanns. Diese soll allerdings den gut betuchten Tsour heiraten. Hiram und Ophir wollen fliehen, doch als er am vereinbarten Treffpunkt erscheint, ist sie nicht da. Allerdings bemerkt er die junge Römerin Fulvia, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden soll. Er befreit sie, wird aber erkannt und von Phegor, dem Oberbösewicht, aufs offene Meer verfolgt. Dort kommt es zum Kampf und Fulvia kann ihre Dankbarkeit durch ein eigenes Opfer beweisen ...
Man sieht schon, "Karthago in Flammen" fährt das typische Historienfilm-Schema der damaligen Zeit, bei dem letztlich das historische Thema nur als Mittel zum Zweck diente, um eine mehr oder weniger schnulzige Liebesgeschichte zu erzählen. Allerdings muss man dem Film zugute halten, dass er für damalige Verhältnisse relativ gut ausgestattet ist. Requisiten und Kostüme wissen zu gefallen und auch die Effekte können überzeugen. Die Kämpfe und Schlachten sind gut inszeniert und nicht verklärend-beschönigend, sondern erstaunlicherweise relativ blutig, was man normalerweise in Historien-Liebesdramen eher selten vorfindet. Die Qualität von "Karthago in Flammen" fällt im Vergleich zu anderen italienischen Historienproduktionen dieser Zeit also gar nicht mal allzu schlecht aus.
Das macht den Film allerdings noch nicht zu etwas Besonderem. Vielmehr handelt es sich mal wieder um eine Produktion, die heutzutage nur deshalb nicht in den Archiven der Filmstudios verstaubt, weil zufällig auch ein gewisser Mario Girotti mitspielt - der den meisten Zuschauern besser unter dem Namen "Terence Hill" bekannt sein dürfte. Einen großen Hill aufs Cover geklatscht, den Namen schön deutlich darüber - und schon ist das Sammlerobjekt für Spencer-Hill-Fans (oder nur Hill-Fans) fertig. Da wird es dann auch schon fast nebensächlich, dass Girotti in diesem Film eine eher kleine Rolle spielt - die des Schönlings Tsour, der eigentlich der Bräutigam von Ophir werden soll - und in den ursprünglichen Credits erst werweißwann auftauchte. Eine Tatsache, die allerdings für diejenigen unter den Käufern ärgerlich sein dürfte, die aufgrund des Covers davon ausgegangen waren, dass Hill hier der Hauptdarsteller wäre.
Digitale Aufarbeitung:
"Karthago in Flammen" merkt man leider das Alter des Films deutlich an - und die Tatsache, dass keinerlei Remastering erfolgte. So gibt es nahezu keine Sekunde, in der man von Dropouts oder Schmutz auf dem (anamorphen) Transfer verschont bliebe. Auch Hintergrundrauschen fällt ziemlich stark auf. Die Schärfe ist zufriedenstellend, allerdings nicht optimal, und die Farben gehen in ein unnatürliches Beige-Braun über. Zudem kommt es immer wieder zu Helligkeitsschwankungen. Beim Ton sieht es ähnlich aus. Alle drei Sprachfassungen klingen ziemlich verrauscht und blechern, zwischendurch knistert und knackt es auch schon mal.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
Fazit:
"Karthago in Flammen" ist für eine italienische Historienschnulze ganz gut gelungen, allerdings nichts wirklich Besonderes. Die gute Ausstattung kann nicht über die letztlich doch relativ platte Story hinwegtäuschen. Auch die technische Qualität der DVD ist leider nicht allzu erhebend, sodass der Film in erster Linie Komplettsammler der Werke von Terence Hill ansprechen dürfte. Dessen Rolle fällt jedoch - trotz der riesigen Präsentation seiner Person auf dem Cover - ziemlich klein aus.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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106:59 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Karthago in Flammen
Cartagine in fiamme
Viel Geschnulze, wenig Hill
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1960 Regie: Carmine Gallone Drehbuch: Carmine Gallone, Ennio De Concini Darsteller: Pierre Brasseur, Daniel Gélin, Anne Heywood, Aldo Silvani, Terence Hill
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 27.06.2008
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