Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Das elegante Universum
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
Kesslers Knigge - Die komplette SerieRoller GirlDie drei Musketiere

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.748 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Das elegante Universum

Story:
Die moderne Physik ist eine Jagd. Eine Jagd nach der allumfassenden Weltformel, die alles im Universum erklärt. Mit der String-Theorie verspricht man sich einen Durchbruch geschafft zu haben und diese Theorie ist derart komplex, dass sie wohl nur wenige Menschen auf diesem Planeten komplett verstehen. Brian Greene ist nicht nur Beststeller-Autor und führt durch diese Dokumentation. Er ist gleichzeitig führender String-Theoretiker und somit dafür geschaffen, dieses komplexe Thema zu präsentieren.

Meinung zum Film:
Am Anfang stand ein Apfel, der vom Baum fiel. Newtons Gravitationstheorie, seine Formeln, sind noch heute gültig und noch heute werden Weltraumreisen mit ihnen berechnet. Doch nach und nach kamen weitere Formeln hinzu, sei es die des Elektromagnetismus, sei es Einsteins berühmte E = mc². Und je komplexer die Formelwerke wurden, desto öfter träumten Physiker davon, eine einheitliche Weltformel zu finden, die alles erklärt, sei es im Makro-Kosmos beheimatet oder im Mikro-Kosmos. Man hofft dies mit der String-Theorie erreicht zu haben. Es ist eine Theorie, die darauf beruht, dass nicht nur die uns bekannten vier Dimensionen vorhanden sind, sondern bis zu sechs weitere hinzukommen, die wir aber nicht sehen können. Sie bilden die Grundlage für die Strings, deren Schwingungen eine Art kosmisches Konzert veranstalten und dadurch die uns bekannte Materie erschaffen. Durch direkte Beweise wird man diese Theorie nie wirklich nachweisen können, doch man bemüht sich in der Nähe von Bern darum zumindest Anzeichen von Beweisen zu finden. Dort wird im Oktober ein Magnetbeschleuniger in Betrieb genommen, der Teilchen produzieren soll, die die Theorie bestätigen könnten. Andererseits gibt es Kritiker, die befürchten, dass man dort auch einfach ein schwarzes Loch produzieren könnte, das dann die gesamte Erde verschlingen würde.

Das Problem der String-Theorie ist freilich, dass sie hoch komplex ist und dass man sie eigentlich kaum erklären kann. Brian Greene hat es in seinem Bestseller dennoch versucht und damit ein großes Publikum erreicht. Nun hat er es hier mit einer filmischen Dokumentation versucht. Ist es schon bei normalen Filmen ein Problem, wenn ein Roman mit einem Umfang von vielen 100 Seiten auf eine kurze Spieldauer gekürzt wird, dann geht es Brian Greene bei fast 600 Seiten im englischen Original und lediglich rund 150 Minuten Zeit in dieser Dokumentation auch nicht anders. Er musste kürzen und das tut den Erklärungen mit Sicherheit nicht gut. Und so ist es dann kein Wunder, dass der Zuschauer insgesamt zwar mit einer gewissen Ahnung von der String-Theorie den Fernseher abschalten wird. Aber er wird nur schwerlich die volle Komplexität begriffen haben. Wäre das überhaupt machbar gewesen? Wer schon vorher einmal Einblick in die String-Theorie gehabt hat, der wird diese Frage verneinen.

Dennoch hat man sich redlich bemüht und diese Mühe ist vor allem in den visuellen Effekten zu sehen, die man benutzt hat, um die Theorie anschaulicher darzustellen. Dass im Mikrokosmos andere Gesetze gelten, wie die Gravitation funktioniert und viele andere Dinge wird sehr gut dargestellt. Sobald aber die Strings hinzukommen stößt auch die moderne Computergrafik an ihre Grenzen. Einzig alleine die Szene, in der weitere Dimensionen dargestellt werden ist dann noch wirklich plausibel anzusehen. Insgesamt kann man sagen, dass die Dokumentation dennoch gelungen ist. Sie erklärt viele Dinge sehr anschaulich und scheitert letztendlich nur an der komplexesten Theorie der Menschheit.  

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist in Ordnung, ist aber sichtlich TV-Qualität und manchmal etwas unscharf. Speziell, wenn man viel mit Blue Screens gearbeitet hat, also vor allem während der Special Effects. Der Ton ist durch Dolby Digital 2.0 nur auf die beiden vorderen Lautsprecher begrenzt. Das ist durchaus schade, denn man hätte den visuellen Effekten durch Toneffekte noch ein bisschen mehr auf die Sprünge helfen können. Unterschiede zwischen dem englischen und deutschen Ton gibt es keine feststellbaren.

Es befinden sich keine Specials auf dieser DVD.

Fazit:
Eine extrem schwierige und komplexe Theorie zu erklären ist nahezu unmöglich. Insbesondere dann, wenn Normalsterbliche überhaupt etwas davon verstehen sollen. Autor und Moderator Brian Greene steht vor dem Problem, dass ihm sehr wenig Zeit zur Verfügung steht, um ein Wunder zu vollbringen. Dies gelingt ihm dann auch nicht. Aber er kann zumindest einen kleinen Einblick in die Welt der Strings, Quarks und Atome liefern. Und das ist schon sehr viel wert.  

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
1,78:1
1,78:1
3 Folgen à ca. 50 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Das elegante Universum - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Das elegante Universum
The Elegant Universe

Bild unseres Mitarbeiters Bernd Glasstetter
Elegant erklärt


Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2003
Regie:
Julia Cort, Joseph McMaster
Drehbuch:
Julia Cort, Joseph McMaster (basierend auf dem Buch von Brian Greene)
Darsteller:
Brian Greene, Michael Duff, Michael B. Green, Walter Lewin, Joseph Lykken, Amanda Peet, John Schwarz, Maria Spiropulu, Leonard Susskind, Cumrun Vafa, Gabriele Veneziano, Steven Weinberg, Edward Witten

Label Deutschland :
Polyband
Verkaufsstart Deutschland :
27.06.2008

Vertrieb Schweiz :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart Schweiz :
27.06.2008