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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Rocker- und Biker-Box

Story:
Run, Angel, Run
Angel (William Smith) war bis vor kurzem eine große Nummer bei den Rockerclubs. Bis er Enthüllungen über illegale Machenschaften seiner Kumpel für eine Belohnung in Höhe von 10.000 Dollar an ein großes Magazin verkaufte. Seitdem kann er sich bei seinen alten Freunden nicht mehr blicken lassen und flüchtet mit seiner Freundin Laurie (Valerie Starrett) auf’s Land. Doch die Rocker sind nicht weit. 

Hell’s Angels 69
Wes (Jeremy Slate) und Chuck (Tom Stern) sind 2 junge, neureiche Schnösel, die sich eines Tages mit ihren Motorrädern absetzen, um zu den Hell’s Angels nach Oakland zu reisen. Nachdem sie dort aufgenommen werden, überreden sie die Rocker, einen unterhaltsamen Trip nach Las Vegas zu unternehmen. Wes und Chuck führen aber etwas mehr im Schilde.

Rocker kennen kein Erbarmen
Romko (Chris Robinson) ist ein junger Zeichner, der den ganzen Tag unterwegs ist, um andere Menschen auf der Straße zu malen. Dummerweise zeichnet er eines Tages den Rockerboss Keeg (Bruce Dern), der damit gar nicht einverstanden ist. Es beginnt eine Jagd auf Romko.

Todesrennen der wilden Engel
Dan (Jeremy Slate) gewinnt bei einem Rennen ein nagelneues Motorrad. Der Zweitplazierte möchte es ihm abkaufen, doch beide werden sich über den Preis nicht einig. Daher überfällt der Vize Dan und raubt ihm das schöne Zweirad. Doch die Freude währt nicht lang: Rockerboss Tampa (Adam Roarke) nimmt dem Dieb die Maschine ebenfalls ab – doch Dan macht sich auf die Jagd.

Meinung zum Film:
Ende der 60er gab es nach dem Überraschungserfolg von „Easy Rider“ mit Jack Nicholson und Dennis Hopper eine ganze Menge an weiteren Filmen, die die Harley Davidson und das raue Klima der Rockerclubs zum Thema hatte. Diesen Filmen zollt diese Box Tribut, indem sie 4 Vertreter ihrer Zunft auf 2 DVDs verteilt. Das Gesamtergebnis kann mit leichten Abstrichen durchaus überzeugen und für sehr gute Unterhaltung sorgen.

Den Anfang macht „Run Angel Run“ mit William Smith in der Hauptrolle, der in zahlreichen B- und C-Perlen aus der Rockerära mitwirkte. Hier spielt er den raubeinigen Angel, der seine Freunde verpfeift, damit er sich ein schönes Leben machen kann. Dieser Film bietet in der 1. Hälfte überdurchschnittlich gute Unterhaltung und hätte ein echter Knaller werden können, wenn da nicht ein furchtbar langweiliger Mittelpart wäre, in dem Angel und seine Freundin eine tolle, aber für den Zuschauer langweilige Zeit auf einer Ranch verbringen. Zuvor gibt es „Grindhouse“-artiges im „Planet Terror“-Stil zu sehen, mit Split Screens, einem Obermacho als Helden und waghalsigen Motorradstunts. Leider wird dieser Stil schon recht schnell verworfen und es kehrt gepflegte Langeweile ein, bis am Ende wieder etwas aufgedreht wird. Schade, der Film hätte eine hochexplosive Bombe werden können. Weiter geht es mit den „Hell’s Angels 69“, der eine waschechte Rainer-Brandt-Synchro aufweist und durch die flapsigen Sprüche noch mal zusätzlich punkten kann. Inhaltlich geht es mit den 2 Brüdern, die sich auf den Weg zu den Hell’s Angel machen, ebenfalls spannend zu, weil erst nach und nach audgedeckt wird, was es mit den beiden Geschwistern auf sich hat. „Hell’s Angels 69“ bietet eine durchgängig gute Unterhaltung und mit dem echten Angel’s-Boss Sonny Barger und seiner Oakland-Truppe einen authentischen Nebencast.

„Rocker kennen kein Erbarmen“ ist streng genommen gar kein Rockerfilm, sondern einer über eine „normale“ Bande von Kriminellen, die sich zufällig mit Motorrädern fortbewegen. Boss des Haufens ist der wahnsinnige Keeg, dargestellt von einem sehenswerten Bruce Dern („Hängt ihn höher“), der sich mit seinen Freunden in seinem Hauptquartier die Zeit mit Drogen und Sexorgien vertreibt – hier hätte der Regisseur aber ruhig etwas mehr nackte Haut wagen können, weil die angedeuteten, lasterhaften Vorgänge bei Keegs Bande doch eher verklemmt aussehen; aber das ist wohl der Entstehungszeit des Films geschuldet. Alles in allem können die „erbarmungslosen Rocker“ jedoch für spannende Unterhaltung sorgen. Den Abschluss macht das „Todesrennen der wilden Engel“ mit Jeremy Slate, den wir bereits aus den „Hell’s Angels 69“ kennen. Dieser Film bietet mit Dans Jagd nach seinem ihm rechtmäßig zustehenden Motorrad ebenfalls durchgängig gute und actionreiche Unterhaltung und ist eines der Highlights der Box. Insgesamt bietet der Inhalt dieser Sammlung unterhaltsame Filme, bei denen nur der Mittelteil von „Run Angel Run“ enttäuschen kann und mit „Hell’s Angels 69“ sogar eine waschechte Granate geboten wird. Nicht nur Zweiradfans können zugreifen.

Digitale Aufarbeitung:
Einen durchgängig guten Bildeindruck macht keiner der 4 Filme. Fairerweise muss man jedoch zugestehen, dass bei „Run Angel Run“ und „Hell’s Angels 69“ die Bildstörungen und das öfters mal verwaschene Bild zum Stil der Filme passen und so das Flair noch mal unterstützen. Das beste Bild hat sicher „Rocker kennen kein Erbarmen“, das kaum Bildverschmutzungen aufzuweisen hat. Ähnliches gilt für das „Todesrennen der wilden Engel“, das jedoch keine großartige Schärfe vorweisen kann. Der Ton klingt bei allen Filmen zuweilen dumpf, verfügt insgesamt aber über eine gute Dialogverständlichkeit. Am Anfang der „Hell’s Angels 69“ bricht der Ton jedoch an einer Stelle kurz ein, aber das kann man überleben.

An Extras gibt es auf der Rückseite der DVD-Hülle wissenswertes über die 4 Filme zu erfahren. Auf den DVDs gibt es darüber hinaus zu jedem Film den zugehörigen Trailer.

Fazit:
Die „Rocker- und Biker-Box“ bietet mit allen 4 Filmen sehr gute Unterhaltung, nur „Run Angel Run“ kann sein Tempo nicht halten, obwohl dieser Beitrag am vielversprechendsten anfängt. „Hell’s Angels 69“ ist dagegen eine Wucht und die beiden anderen Filme können ebenfalls überzeugen. Die Bild- und Ton-Qualität der DVDs ist nicht immer gut, in diesem Fall aber durchaus passend. Zugreifen!

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,33:1
1,33:1
Hell's Angels 69:
92:14 Minuten

Run Angel Run:
91:32 Minuten

Todesrennen der wilden Engel:
91:34 Minuten

Rocker kennen kein Erbarmen:
79:45 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Englisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Hintergrundinfos auf der DVD-Hüllen-Rückseite
Rocker- und Biker-Box - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Run Angel Run / Hell’s Angels 69 / Rocker kennen kein Erbarmen / Todesrennen der wilden Engel
Run Angel Run / Hell’s Angels 69 / Cycle Savages / Hell's Belles

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Tolle Rockerfilme in einer Box vereint


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1969-1970
Regie:
Maury Dexter, Bill Brame, Lee Madden, Jack Starrett
Drehbuch:
Bill Brame, Jeremy Slate, Tom Stern, V.A. Furlong
Darsteller:
William Smith, Valerie Starrett, Jeremy Slate, Adam Roarke, Bruce Dern, Melody Patterson, Tom Stern, Donny Barger

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
03.07.2008