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DVD-Besprechung - Der Denver-Clan - Staffel 1
Story:
Blake Carrington (John Forsythe) ist der Patriarch der Carrington-Familie und ein erfolgreicher Ölmagnat. Während er sich auf die Hochzeit mit seiner zukünftigen Ehefrau Krystle (Linda Evans) vorbereitet, beginnt sein Imperium allerdings wegen einer Krise im Nahen Osten zu wackeln, während seine Tochter Fallon (Pamela Sue Martin) und sein Sohn Steven (Al Corley), beide aus einer früheren Ehe, ihm zusätzlich ganz unterschiedliche Sorgen bereiten.
Meinung zum Film:
1978 startete der US-TV-Sender CBS mit „Dallas“ eine der erfolgreichsten TV-Serien, die bis in die heutige Zeit noch einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt, obwohl die letzte Folge bereits 1991 gedreht wurde. 1981 legte der US-TV-Sender ABC mit seiner Version eines Öl-Magnaten nach, der allerdings in einer ganz anderen Welt lebt. Waren die Ewings trotz ihres großen Reichtums tief im Innern noch Cowboys, die abgeschieden auf einer verhältnismäßig eher bescheidenen Ranch lebten und die Natur genossen, residieren die Carringtons in einem feudalen Anwesen mit unzähligen Bediensteten, lieben teure Kleidung nebst Schmuck und haben die Dekadenz zum Lebensmotto erklärt. Die Serie lief aber nicht ganz so erfolgreich wie das große Vorbild und wurde nach 9 Staffeln im Jahre 1989 eingestellt. Ein Grund hierzu waren einige zweifelhafte Entscheidungen in Storylines, die immer unglaubwürdiger wurden und der Serie ihrer Reize beraubte, die sie in den ersten Staffeln ausmachte. Von 1985 – 1987 gab es noch die Spin-Off-Serie „Die Colbys“, die allerdings bereits nach 2 Staffeln wieder eingestellt wurde.
Das Oberhaupt der Carrington-Familie ist ohne jeden Zweifel Blake Carrington, dargestellt von John Forsythe, der zuvor in der TV-Serie „3 Engel für Charlie“ eine tragende Rolle spielte, ohne dabei jedoch in Erscheinung zu treten - denn er war die Stimme am Telefon, Charlie Townsend persönlich. Ganz anders als Jock Ewing, der eher ein sanftes und beruhigendes Wesen an den Tag legte, herrscht Blake über alles und jeden mit harter Hand. Damit hat vor allem Ehefrau Krystle immer wieder Probleme. Sie kommt aus eher durchschnittlichen Verhältnissen und kann sich nicht so recht an das Leben der Reichen eingewöhnen. Wenn Blake ihr Geschenke macht, ist ihr das unangenehm, wenn sie den Preis von diesen erfährt und sie würde sich viel lieber mit den Angestellten anfreunden, anstatt sie zu befehligen. Ein großes Problem ist auch, dass sie kaum ernst genommen wird als Herrin des Hauses und alle Bediensteten anfangs nur dann ihre Anordnungen ausführen wollen, wenn Blake diese befiehlt. Krystle ist ein Charakter in der Serie, der den Zuschauer in einer gewissen Weise in die Welt der Reichen hineinführt, da ihr Verhalten für die meisten nachvollziehbar ist und ihre Sorgen und Probleme verstanden werden. Sie ist der perfekte Gegenpol zum harten Blake Carrington und schon sehr früh ist hinreichend Konfliktpotential zwischen den Beiden zu erkennen.
Streitpotential gibt es auch im näheren und weiteren Umfeld genügend. Zum Beispiel ist da Tochter Fallon, die aufsässig und durchtrieben ist und gerne den Abend mit wechselnden Männern verbringt. Zudem treibt sie ein gefährliches Spiel mit den Colbys hinter dem Rücken ihres Vaters, das nicht ganz ungefährlich ist. Steven ist für Blake die Schande der Familie, da er die Homosexualität seines Sohnes keinesfalls akzeptieren will und diese lieber heute als morgen aus ihm rausprügeln würde. Tatsächlich bringt ihm Stevens gleichgeschlechtliche Neigung zum Ende der Staffel massiven Ärger ein. Krystles alte Flamme Matthew Blaisdel gesteht seiner Verflossenen, dass er sie noch immer liebt, was Fallon zufällig mitbekommt. Dies ist Feuer im Dauerzwist der beiden Frauen, den sie in subtiler Zickenmanier austragen. Aber auch gegenüber Michaels Frau Claudia stellen diese Worte pures Dynamit dar, da sie manisch depressiv ist und durch eine ausgeprägte Paranoia die Beziehung ohnehin schwer belastet. Wer den Namen Alexis Carrington bislang vermisst hat, muss sich auch beim Sehen der Folgen in Geduld üben, da die berühmt-berüchtigte Ex-Frau von Blake in der ersten Staffel nur einen kurzen, dafür aber einprägsamen Auftritt hat, der das Warten auf die hoffentlich ebenfalls bald erscheinende 2. Staffel noch schwerer ausfallen lässt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist von deutlichem Rauschen und einer maximal durchschnittlichen Schärfe geprägt, für eine TV-Serie aus den 80er-Jahren aber durchaus annehmbar. Der deutsche Ton klingt ein wenig dumpf und gelegentlich gibt es leichte Verzerrungen zu hören.
Extras gibt es keine auf den DVDs zu finden.
Fazit:
Die erste Staffel des „Denver-Clan“ lässt auch heute noch erkennen, warum diese Serie lange Zeit eine ernsthafte Konkurrenz, bzw. Alternative zum Klassenprimus „Dallas“ darstellte: Die Dekadenz der Reichen und die Spiele der Mächtigen werden hier höchst unterhaltsam präsentiert. Nicht nur aus Gründen der Nostalgie sollte man hier zugreifen!
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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15 Folgen a ca. 47 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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Der Denver-Clan - Staffel 1
Dynasty - Season 1
Das dekadente Gegenstück zu den Ewings
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1981 Regie: Diverse Drehbuch: Diverse Darsteller: John Forsythe, Linda Evans, John James, Pamela Sue Martin, Al Corley, Pamela Bellwood, Bo Hopkins, John James, Wayne Northrop, Katy Kurtzman, Lloyd Bochner, Lee Bergere, Shay Duffin
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 03.07.2008
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