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DVD-Besprechung - Alles Gold dieser Welt
Story:
Victor Hardy (Philippe Noiret) ist Großunternehmer und hat sich in den Kopf gesetzt, aus einem kleinen bäuerlichen Dorf einen noblen Kurort zu machen. Während alle Bewohner ihr Land verkaufen, scheint das wichtigste Grundstück, das mit der Heilquelle, nicht zum Verkauf. Jedenfalls nicht solange es nach seinem Besitzer Dumont (Bourvil) geht. Der alte Griesgram ist nicht bereit zu verkaufen und so versucht Hardy Dumonts leicht zurückgebliebenen Sohn Mathieu (Bourvil) für den Deal zu gewinnen. Hardy beißt an, doch da geschieht ein Unglück und Dumont stirbt bei einem kuriosen Unfall. Der Weg für den Verkauf scheint frei, doch da taucht ein weiterer Erbe auf.
Meinung zum Film:
Die französische Komödie „Alles Gold dieser Welt“ stammt aus dem Jahre 1961 und entspricht dem damals üblichen Humor und den damaligen Erwartungen an eine Komödie. Gerade im Sektor des Humors gibt es immer wieder gewisse Aktualisierungen, zumindest was den Massengeschmack angeht. So konnten von 1988 bis 1994 die Teiler von „Die nackte Kanone“ das Publikum scharenweise ins Kino locken, kurz danach floppten Produktionen ähnlicher Machart erbärmlich. Ähnlich geht es dem Humor im vorliegenden Film, denn er wird heute von einem ganz anderen Publikum gesehen als vor fast 50 Jahren. Sicherlich gibt es kleinere Passagen der Handlung, die in sich witzig gestrickt sind, doch wenn man ehrlich ist, dann gibt es nur einen derben Lacher, wenn der gute Dumont das Zeitliche segnet.
Dreh- und Angelpunkt der Komödie ist der französische Schauspieler und Komödiant Andre Bourvil, der, ähnlich wie Fernandel aus den „Don Camillo“-Streifen, nur bei seinem Künstlernachnamen genannt werden wollte. Bourvil spielt eine Doppelrolle und so kann der Zuschauer ihn als kauzigen, alten Dumont und auch als seinen geistig etwas schwach bedachten Sohn Mathieu erleben. Beide Rollen hat der versierte Mime fest im Griff und hatte damit 1961 auch durchaus auch sein Publikum. Da viele Filme nicht ohne eine nette Dame für den Protagonisten auskommen, wurde die Figur der Rose erschaffen, die von Annie Fratellini („Ganoven rechnen ab“) gespielt wird. In einem kleinen Nebenplot ist sie die Frau die sich für den etwas verlachten Mathieu schwer interessiert.
Eine Szene im Film ist fast schon gemein, wenn Mathieu ins Fernsehen gezerrt wird und per Live-Schaltung vom Studio zum Dorf und wieder zurück ein Lied singen soll. Dieses „Mähä“-/Schaflied ist hochnotpeinlich und stempelt seinen Interpreten zum Volldeppen. Die einzelnen Sets sind gut gewählt und vermitteln perfekt das original französische Landleben, trotz des s/w-Bildes. Die Art der Inszenierung gibt das Flair einer Filmepoche wieder, in welcher so mancher französische Star wie z.B. auch Louis de Funes („Der Gendarm von Saint Tropet“) seine Leistungsnachweise abgab. Die Geschichte wird gradlinig abgewickelt und steigert sich bis zum Schluss, der wiederum zu Beginn des Films in der Art nicht erwartet werden kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wurde nicht komplett überarbeitet und so sind fast sekündlich Bildfehler zu erkennen. Dunkle Flecken, Blitze geben sich ein Stelldichein. Ferner lassen sich bei einigen Szenen Fehler im Kontrast erkennen und Übergänge von Personen und Hintergründen wirken flimmernd. Der Ton ist o.k., kann aber den mauen Eindruck des Bildes nicht kaschieren.
Als Extras gibt es eine Bildergalerie, sowie einen Kurzfilm in dem ein Sprecher aus dem Off ein wenig über Napoleon erzählt, eingerahmt mit Eindrücken aus Paris.
Fazit:
„Alles Gold dieser Welt“ ist ein Film für die Nostalgiker unter den Filmfreunden. Klassischer Aufbau und ein etwas antiquiert wirkender Humor prägen diese Komödie aus dem Beginn der 60er Jahre. Schauspielerisch und filmtechnisch ist der Film durchweg ausgereift.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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85:01 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Kurzdokumentation "Mit Napoleon nach Paris"
- Bildergalerie mit Werbematerial
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Alles Gold dieser Welt
Tout l’or du monde
Klassische, leicht angestaubte, französische Kinokomödie
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 1961 Regie: Rene Clair Drehbuch: Rene Clair, Jean Marsan Darsteller: Bourvil, Alfred Adam, Philippe Noiret, Claude Rich, Colette Castel
Label :
Magic Picture
Verkaufsstart : 17.07.2008
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