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DVD-Besprechung - Sex nach Alphabet(t)
Story:
Die Freunde Miles und Cleaver schließen eine Wette ab. Miles soll für jeden Buchstaben des Alphabets ein Mädchen ins Bett bekommen. Je vertrackter der Buchstabe, desto mehr Geld steht auf dem Spiel. Die Zeit drängt, denn Miles bleibt nur ein Semester Zeit. Zunächst verläuft alles nach Plan. Doch dann ist das "X" an der Reihe und als Miles endlich die geeignete "Beute" findet, die gutaussehende Gabrielle Xeropolos, scheint er sich plötzlich in sie zu verlieben. Wird er sich für das Geld oder die Frau seiner Träume entscheiden?
Meinung zum Film:
Glaubt man der Filmindustrie, haben nordamerikanische Studenten den lieben langen Tag nichts anderes zu tun, als sich bei "dem Einen" zu vergnügen. Poppen, poppen, poppen heißt die Devise. Dies gilt auch für Miles, der in der College-Wohnheimsclique regelmäßig von seinen neuesten Liebesabenteuern berichtet und sogar seit Längerem darüber Tagebuch führt, was er mit wem schon alles ausprobiert hat. Als er von seinem jüngsten Feldzug zurückkehrt, kommt sein Kumpel Cleaver, der zu schnellem Geld nie nein sagt, auf eine Idee: Miles soll mit ihm gemeinsam eine Wette aufziehen und sich bis zum Ende des Semesters durch das komplette Alphabet schlafen. Zu jedem Buchstaben ein Nachname eines Mädels. Miles willigt ein, woraufhin Cleaver Wetten auf den Ausgang des Ganzen annimmt. Zuerst läuft auch alles mehr oder weniger nach Plan, doch dann ist das furchtbare "X" an der Reihe und Miles tut sich schwer, ein Girl mit entsprechendem Nachnamen aufzutreiben. Dabei geht es mittlerweile schon um einen Betrag in zweistelliger Tausenderhöhe.
Sein Glück lässt ihn aber nicht im Stich und schließlich findet er die süße Gabrielle Xeropolos. Zunächst will er sie nur flachlegen, doch bei seinen Versuchen ihr näherzukommen, verliebt er sich allem Anschein nach in sie. Dumm nur, dass sein Mitbewohner Ben auch auf die Schöne steht und das, was Miles vorhat, alles andere als in Ordnung findet. Als Ben jedoch merkt, dass Miles Gabrielle offensichtlich wirklich liebt und es ihm wohl nicht mehr um das Geld geht, gibt er schließlich seine Versuche auf, Gabrielle davon zu überzeugen, dass Miles eine miese Tour fährt. Doch bevor es tatsächlich zum vermeintlichen Happy End nach schnulzigstem Hollywoodschema kommt, gibt es noch einige Überraschungen, die dem Film einen völlig anderen Ausgang bescheren, als man vielleicht zunächst erwartet hätte...
"Sex nach Alphabet(t)" ist sehr eigen inszeniert und unterscheidet sich dadurch ein Stück weit von den typischen Collegekomödien im "American Pie"-Stil. Zwar gibt es auch einige ziemlich vulgäre Elemente, doch der Film erinnert größtenteils eher an eine Romantic Comedy (so gibt es auch nackte Haut bis wortwörtlich zur letzten Sekunde nicht zu sehen). Dies liegt sicherlich auch daran, dass man der Hauptfigur Miles nie wirklich böse sein kann. Statt ein Auftreten in Stiffler-Manier an den Tag zu legen (diese Rolle übernimmt hier eher, auch vom Aussehen her, Kumpel Cleaver), zeigt sich Darsteller Jefferson Brown als überaus charmanter Zeitgenosse und ähnelt ein bisschen Patrick Dempsey aus "Grey's Anatomy". Man würde nie bezweifeln, dass er all diese Mädchen wirklich rumbekommt. Das ist allerdings auch in gewisser Weise das Problem des Films. Denn während er als Frauenheld durchaus überzeugend ist, nimmt man ihm nicht so wirklich ab, dass er die Girls nach einer schnellen Nummer einfach links liegen lässt. Zu dieser Problematik trägt auch das Verhältnis zu Zimmernachbar Ben bei. Als Miles ihm die Angebetete wegschnappt, bringt das nicht gerade Sympathiepunkte. Doch auch Ben macht sich beim Zuschauer wenig beliebt, als er versucht, Miles schlechtzureden, obwohl dieser doch offensichtlich die besten Absichten verfolgt. Zum Glück wird dieser Konflikt mit dem überraschenden Ende des Films einigermaßen zufriedenstellend aufgelöst. Ansonsten ist die Story in Ordnung und bietet einige wirklich lustige Momente, wenngleich ein paar Schwächen unübersehbar sind. So werden z.B. die Girls, die Miles bereits in früheren Zeiten abgeschleppt hat, auf die Wette angerechnet, sodass sich das letztliche Unterfangen auf die drei übrig gebliebenen Buchstaben beschränkt - wohl kaum Anreiz, Höchstbeträge auf den Ausgang zu setzen...
Digitale Aufarbeitung:
"Sex nach Alphabet(t)" wurde mit sehr geringem Budget gedreht und beim anamorphen Widescreen-Transfer der DVD lässt sich ein beständiges Hintergrundrauschen wahrnehmen. Die Schärfe könnte einen Tick besser sein, doch die Farben wirken kräftig (wenngleich die Beleuchtung des Films so gehalten wurde, dass die meisten Szenen etwas gelblich erscheinen) und das Bild macht insgesamt einen sehr klaren, sauberen Eindruck. Sowohl der deutsche Ton als auch das englische Original liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Beide Fassungen bieten gute Dialogverständlichkeit, allerdings wirkt die Hintergrund-Rockmusik teilweise etwas zu laut abgemischt.
Bei den Extras bietet die DVD eher Masse statt Klasse. Leider hat es der Audiokommentar von Regisseur, Autor und Hauptdarstellern, der auf der amerikanischen DVD zu finden ist, nicht auf die deutsche Scheibe geschafft. Neben den Trailern und einem Musikvideo gibt es ein zweiminütiges "Making Of", das diesen Namen allerdings nicht wirklich verdient. Hier wurden lediglich Szenen vom Dreh wild zusammengeschnitten, einen Einblick in die Produktion bekommt man also kaum. "Set Etiquette with Jay Ziebarth" ist für deutsche Zuschauer kaum verständlich, wenn man nicht weiß, dass dieser Jay Mitglied der kanadischen Band "Sons of Butcher" ist, von der die meisten Songs des Films stammen. Rund dreieinhalb Minuten sieht man ihn am Set rumturnen, was kaum lustig ist und auch wenig informativ. Interessant anzusehen sind die sechs Deleted Scenes, doch tragen sie wenig zur Geschichte bei und es lässt sich nachvollziehen, warum sie geschnitten wurden. Zuguterletzt gibt es dann noch den Clip "Whip Em Out", der das Casting für die allerletzte Szene des Films zeigt...
Fazit:
"Sex nach Alphabet(t)" ist kein super anspruchsvoller Film, doch trotz einiger Storyschwächen eine nette College-Komödie für zwischendurch, die sich dank des überraschenden Endes angenehm vom typischen Hollywood-Klischee abhebt. Technisch leistet die DVD gute Arbeit, das Bonusmaterial ist aber leider weder sehr tiefgründig noch informativ.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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81:25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Making Of
- "Set Etiquette"
- Deleted Scenes
- Teaser
- Trailer
- Outtakes und Bloopers
- "Whip Em Out"
- Musikvideo
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Sex nach Alphabet(t)
Pigs
Nette College-Komödie mit Romantic-Comedy-Anleihen
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2007 Regie: Karl DiPelino Drehbuch: Karl DiPelino, Chris Ragonetti Darsteller: Jefferson Brown, Darryn Lucio, Christopher Elliott, Melanie Marden, Kelly Cunningham
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 15.08.2008
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