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DVD-Besprechung - Hilfe! Hochzeit! - Die schlimmste Woche meines Lebens
Story:
Joachim Witte (Christoph Maria Herbst) und Anna von Schanz (Ulrike C. Tscharre) stehen kurz vor ihrer Hochzeit. Doch für die beiden ist die bis zur Trauung noch anstehende Woche alles andere als leicht. Vor allem Joachim hat an mehreren Fronten zu kämpfen. Zum Einen sind da Annas Eltern, Sophia (Peggy Lukac) und der ehemalige Richter Albrecht (Uwe Friedrichsen), zum Anderen aber auch Judith (Eva Loebau), die Joachim seit einer Liebesnacht vor vier Jahren nun ständig nachstellt.
Meinung zum Film:
Im April 2007 zeigte der Privatsender SAT 1 die siebenteilige Serie „Hilfe! Hochzeit! – Die schlimmste Woche meines Lebens“. Dabei handelte es sich um die deutsche Umsetzung der erfolgreichen BBC-Serie „The Worst Week of My Life“, die sich mit den Tücken der Eheschließung beschäftigte. Die Hauptrolle wurde mit Christoph Maria Herbst besetzt, der somit nach „Stromberg“, was eine Umsetzung der BBC-Serie „The Office“ darstellte, erneut in einer Serie nach Vorbild einer britischen TV-Comedy agierte. Seine Figur des Joachim Witte hat dabei schon gewisse Grundzüge der Kultfigur Bernd Stromberg. Äußerlich haben beide Charaktere zwar eher weniger gemein – Joachims Haare sind voller und der Bart ist ab - dafür lassen sie aber beide kaum ein Fettnäpfchen aus. Auch was die Reaktionen beim Bemerken einer peinlichen Situation betrifft lässt es sich nicht abstreiten, dass beide stark dazu neigen, sich immer tiefer in die Misere zu taktieren, statt sich heraus zu winden. Der Eindruck, das Ganze könnte auch als „Stromberg – Die frühen Jahre“ durchgehen, lässt sich nicht gänzlich von der Hand weisen.
In erster Linie ist „Hilfe! Hochzeit!“ sicherlich erneut eine Christoph Maria Herbst-Show. Die Lacher sind wieder einmal auf seiner Seite und das Minenspiel, die Gestik und vor allem das Gefühl für das richtige Timing bei den Gags sorgen auch diesmal dafür, dass keine Langeweile aufkommt und man als Zuschauer dem zwar chaotischen, aber dennoch höchst sympathischen Pechvogel sein ganzes Mitgefühl schenkt. Ulrike C. Tscharre (Marion Beimer aus der „Lindenstraße“) geht an seiner Seite zwar ein wenig unter, sorgt aber stets dafür, dass das Nervenkostüm Joachims ein wenig zusammengehalten wird, was ihr ebenfalls ganz große Sympathie-Pluspunkte einbringt. Immerhin ist es vor allem ihr strenger Vater, der ständig für neuen Kummer bei Joachim sorgt. Uwe Friedrichsen („Schwarz Rot Gold“) glänzt in der Rolle des ehemaligen Richters, der in seinem „Schwiegersohn in spe“ alles andere als einen Wunschkandidaten sieht und ihm das durch sein Verhalten auch klar zu verstehen gibt. Mit jedem weiteren Unglück steigert sich seine Abneigung und letzten Endes kommt es wie es kommen muss und er legt Joachim nahe, die Hochzeit doch besser abzusagen.
Der Humor der Serie ist alles andere als feinsinnig und kommt oftmals mit dem Vorschlaghammer. So muss unter anderem Strolchi, der Hund von Sophia, bis zu seiner endgültigen Erlösung immer wieder unter den Ideen Joachims leiden. Dieser verbummelt stets durch seine Dusseligkeit den alten Erbring der Familie von Schanz einst von Kaiser Wilhelm persönlich überreicht wurde. Zunehmend macht er sich durch verschiedene Aussagen und Taten immer unbeliebter, ohne dabei jedoch jemals etwas Böses im Sinn zu haben. Dann gibt es aber auch noch Paul Bernd, den Vater von Joachim, dessen neue Flamme eine Stripperin ist, und durch die dessen Libido sich wieder wie mit 20 verhält. Ein wenig übers Ziel schießt allerdings die Figur der Judith hinaus. Sie ist krankhaft verliebt in Joachim und versucht in manischer Obsession die Hochzeit zu verhindern, um ihren Traummann noch für sich zu gewinnen. Vor allem zum Ende hin wird das Ganze dadurch ein wenig zu überdreht, was dem insgesamt sehr guten Eindruck aber kaum trüben kann. Zu viele Tränen hat man bis dahin schon vor lauter Lachen vergossen und es wird nicht wenige geben, die alle 7 Folgen direkt nacheinander sehen werden, weil man einfach erfahren möchte in welches Unglück Joachim sich als nächstes stürzt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt in einem durchschnittlich guten TV-Format in 4:3 daher. Die Konturen sind dementsprechend nicht immer ganz glatt und auch feines Rauschen gibt es zu sehen, was aber dem Sehvergnügen kaum einen Abbruch tut. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist gut verständlich und erfüllt seinen Zweck,
Für die Extras liegt eine separate DVD bei. Hierauf finden sich zunächst rund 5 Minuten „Behind the Scenes“, die einen sehr kurzen Blick in die Dreharbeiten und die Vorbereitungen bieten. Deutlich gehaltvoller sind die rund 17 Minuten Outtakes, bei denen es reichlich zu Lachen gibt. Ähnlich interessant fallen die ausführlichen Interviews mit 7 Darstellern aus. Abschließend gibt es noch das „Hochzeitsalbum“, hinter dem sich eine Fotogalerie verbirgt, in der die Bilder jeweils mit witzigen Kommentaren versehen sind.
Fazit:
„Hilfe! Hochzeit“ ist durchweg unterhaltsame Comedy-Kost, in der ein brillant aufspielender Christoph Maria Herbst erneut sein großes Unterhaltungskönnen beweist. So sieht beste deutsche TV-Unterhaltung aus und man kann nur sagen „Bitte mehr von dieser Sorte!“.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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7 Episoden a ca. 22 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Behind the Scenes
- Outtakes
- Interviews
- Hochzeitsalbum
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Hilfe! Hochzeit! - Die schlimmste Woche meines Lebens
Hilfe! Hochzeit! - Die schlimmste Woche meines Lebens
Christoph Maria Herbst in einer weiteren Paraderolle
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2007 Regie: Isabel Kleefeld Drehbuch: Frank Schmeißer, Sonja Schönemann (basierend auf der BBC-Serie "The Worst Week of My Life") Darsteller: Christoph Maria Herbst, Ulrike C. Tscharre, Uwe Friedrichsen, Peggy Lukac, Eva Loebau, Bibiane Zeller, Rüdiger Klink, Anna Böttcher
Label :
Sony Music
Verkaufsstart : 25.07.2008
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