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DVD-Besprechung - Ali Baba und die vierzig Räuber

Story:
Nachdem die Schergen des Mongolenführers Hulagu Khan (Kurt Katch) den Kalifen Hassan (Moroni Olsen) ermordet haben, kann sein Sohn Ali (Jon Hall) in die Wüste nahe Bagdads fliehen. Hier macht er eine interessante Entdeckung, denn vierzig Räuber finden dort in einer Zauberhöhle Unterschlupf. Er wird von den Räubern adoptiert und der bullige Abdullah (Andy Devine) schützt ihn künftig. Mit seiner neuen Familie machen sie den Mongolen das Leben durch immer neue Überfälle schwer und nehmen sich sogar vor eines Tages Bagdad wieder als freie Stadt zu sehen.

Meinung zum Film:
Die Märchen aus 1001 Nacht sind weltberühmt und werden immer wieder gerne erzählt. Die Geschichten aus dem Morgenland sind spannend, exotisch und vermögen es immer wieder den Zuhörer zu faszinieren. Kein Wunder also, dass Hollywood sich auch diesem Thema zuwandte und in seiner goldenen Zeit entsprechende filmische Umsetzungen produzierte. „Ali Baba und die vierzig Räuber“ von Regisseur Arthur Lubin kann als die vielleicht beste Umsetzung des Stoffes angesehen werden, da hier einfach alles stimmt. Ein junger Held, eine schöne Frau und vierzig Diebe die sich für Bagdad einsetzen, während andere die Waffen angesichts der Mongolen niederlegen. Der Tisch ist gedeckt für knapp 85 Minuten exotische Unterhaltung.

Der Film zeichnet sich durch herrliche Kulissen aus und der Zuschauer wird zumindest optisch in den Orient entführt. Die bunten Kostüme und Turbane vermitteln, zusammen mit den authentischen Nachbauten der Paläste und Häuser Bagdads ein einzigartiges Flair. Was nicht so ganz passt, ist der etwas zu amerikanische Score. Letztlich ist dies aber unerheblich. Schauspielerisch scheint sich Hauptdarsteller Jon Hall („Der Unsichtbare nimmt Rache“) an Errol Flynn („Robin Hood – König der Vagabunden“) zu orientieren, was sich auch durch das dünne Schnauzbärtchen andeutet. Auch in den Bereichen Gestik und Mimik ähnelt er dem einstigen Star doch sehr. Die schöne Amara wird von Maria Montez („Der Fluch der Tempelgötter“)gespielt. Mit orientalischen Rollen kannte sie sich zur Zeit des Drehs bereits aus. Zwei Jahre zuvor spielte sie nämlich die wohl bekannteste Figur und Urheberin der 1001 Nächte, die verführerische Scheherazade.

Die Figur des Mongolenführers Hulagu Khan ist nicht erfunden und es hat den Kriegsherren tatsächlich gegeben. Er war der Bruder des großen Kublai Khan und eroberte auch wirklich Bagdad, starb aber eines natürlichen Todes. Insofern kann man schon erkennen, dass hinter dem Märchen doch teilweise ein realer Hintergrund steht. Jeder, der das Märchen kennt, kennt auch die berühmten Worte mit der die Schatzhöhle der Räuber geöffnet werden kann. „Sesam öffne Dich“ so kennen wohl die meisten Zuschauer den Spruch der Zutritt verschafft, hier wurde er aber ein wenig geändert und so klingt „Öffne Dich, oh Sesam“ ein wenig anders als es hier sprachgebräuchlich bekannt ist.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt klar, aber nicht sehr frisch, was mit leichten Schwankungen in der Helligkeit zusammen hängt. Die Farben kommen gut heraus und wirken, trotz der farbenprächtigen Kostüme, nicht schreiend. Der Ton hört sich gut an und wirkt besser als man den Film aus dem Fernsehen kennt.

Einziges Extra ist eine Bildergalerie mit seltenem Werbematerial.

Fazit:
„Ali Baba und die vierzig Räuber“ ist eine sehr schöne Verfilmung des Märchens und wirkt einfach zeitlos. Die Freigabe erfolgte ab 12 Jahren, was etwas hoch gegriffen ist. Die technische Umsetzung ist, auch in Anbetracht des Alters, vollkommen in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,33:1
1,33:1
83:44 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie
Ali Baba und die vierzig Räuber - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Ali Baba und die vierzig Räuber
Ali Baba and the Forty Thieves

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Zeitloser Klassiker für jung und alt


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1944
Regie:
Arthur Lubin
Drehbuch:
Edmund L. Hartman
Darsteller:
Jon Hall, Maria Montez, Kurt Katch, Andy Devine, Frank Puglia

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
25.07.2008