Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
Inspector Barnaby - Volume 14Kesslers Knigge - Die komplette SerieRoller Girl

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.749 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - 21

Story:
Ben Campbell (Jim Sturgess) ist ein verheißungsvoller Student am MIT. Doch trotz seines 1er-Notenschnitts und der Zusage für Harvard hat er ein großes Problem – ihm fehlen die rund 300.000 US$, die ihn das ersehnte Studium kosten würde. Als sein Professor Micky Rosa (Kevin Spacey) ihm anbietet in einer kleinen Black-Jack-Runde Mitglied zu werden, die sich über die Mathematik die Chancen auf großes Geld in Las Vegas sichert, sträubt er sich anfangs noch, sagt dann aber doch zu. Ein Grund dafür ist neben dem fehlenden Geld auch, dass Jill Taylor (Kate Bosworth) ebenfalls Teil der Gruppe ist und er schon lange für sie schwärmt. Anfangs läuft alles reibungslos, doch dann wird der Casino-Beobachter Cole Williams (Laurence Fishburne) auf sie aufmerksam und auch Eifersüchteleien innerhalb der Gruppe sorgen für große Probleme.

Meinung zum Film:
Dass Las Vegas eine große Anziehungskraft auf große und kleine Ganoven ausübt ist kein großes Geheimnis. Doch mit „21“ kommt ein neue Art von Spielern in die Stadt der Träume: Eine Gruppe Studenten die sich gegen die millionenschweren Casinos stellen und ihre große Gabe mit mathematischen Formeln umgehen zu können machen einen neuen Reiz aus. Diesmal sind es nicht die smarten Profis aus „Ocean’s Eleven“, die Tresore leer räumen, sondern Studenten, die unter Anleitung ihres Professors an den Tischen die Casinos um ihr Geld bringen. Während die Methode an sich nicht unbedingt illegal ist, wird sie von den Betreibern überhaupt nicht gerne gesehen und es werden Gegenmaßnahmen ergriffen, sobald Spieler auffällig werden. Das ganze klingt auf den ersten Blick vielleicht nicht gerade nach einem spannenden Filmstoff, doch wer „21“ gesehen hat muss am Ende eingestehen, dass er bei einer derartigen Meinung doch einem nicht angebrachten Vorurteil erlegen war.

Besonders gelungen ist Regisseur Robert Luketic („Natürlich blond!“) die Vermittlung von Stimmungen über die Bilder. Während die Szenen am Bostoner College in einem sehr tristen Umfeld, mit kraftlosen Farben und trübem Wetter daher kommen, glänzt es in den Las Vegas-Szenen zu jedem Moment. Es gibt kraftvolle Farbenvielfalt, Luxus in jedem Winkel, Trubel und schnelle Schnitte sowie gekonnte Zeitrafferaufnahmen. Selbst wenn man die Geschichte nicht kennen würde, wäre es klar, welchen krassen Kontrast die beiden Welten darstellen. Und genau wie sich die Szenerie verändert, so verändert sich auch Ben. Ist er zu Beginn noch der ruhige, verschüchterte Theoretiker, wird er mit der Zeit immer mehr zu dem Lebemann, den er vorher nur als Rolle für das Spiel darstellte. Er streift immer stärker sein altes Leben ab wie eine Schlange ihre alte Haut und wird zum Teil der bunten Glitzerwelt des Spielerparadieses.

An dieser Stelle muss man Hauptdarsteller Jim Sturgess („Die Schwester der Königin“) ein großes Lob aussprechen. Denn auch wenn man ihn zu Beginn des Filmes als liebenswerten und netten Menschen problemlos annehmen kann, hat man später auch kein Problem damit, in ihm auch den extrovertierten Zocker zu sehen. Auch die Liebesbeziehung zwischen Ben und Jill wirkt trotz eher beschränkter Ausarbeitungszeit nicht unnatürlich, auch hier hat man als Zuschauer nicht das Gefühl einen Storyverlauf vorgesetzt zu bekommen, der nicht authentisch wirkt. Das einzige Problem an dem Film sind die Szenen um Cole Williams, der mit seinen Methoden vielleicht ein wenig zu archaisch erscheint, selbst wenn er als Relikt vergangener Tage auftreten soll. Doch dies ist dann auch schon der einzige wirkliche Kritikpunkt an einem ansonsten sehr unterhaltsamen, temporeichen Film, der trotz seines eher trockenen Grundplots recht actionreich herüber kommt und ohne jede Länge über 2 Stunden bestens zu unterhalten weiß.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist auf der Höhe der Zeit, mit einer einzigen Ausnahme: Bei schnellen Bewegungen verschwimmen die Details mehr als gewohnt. Das ist aber schon alles, was es an dem ansonsten sehr gelungenen Bild zu bemängeln gibt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr gut gelungen und erzeugt vor allem über den Soundtrack ein sehr gelungenes Raumgefühl.

Als Extra gibt es neben einem Audiokommentar mit Regisseur Robert Luketic sowie den Produzenten Dana Brunetti und Michael De Luca noch 3 Dokumentationen. In der ersten erklären die Helden aus dem Film noch einmal in 5 Minuten ausführlich, wie ihre Methode funktioniert. Es folgt ein knapp 24-minütiger Blick in die Produktionsgeschichte, wo der Weg von der Idee zum Film an Hand von Künstlerstatements nachgezeichnet wird. Abschließend gibt es noch knapp 7 Minuten Informationen über das Produktionsdesign und den Trailer.

Fazit:
„21“ ist trotz seines eher trocken klingenden Plots ein höchst unterhaltsamer, temporeicher Film, der sowohl inhaltlich als auch optisch großen Unterhaltungswert besitzt. Ein Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,40:1
2,40:1
117:57 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar mit Regisseur Robert Luketic und den Produzenten Dana Brunetti und Michael De Luca
  • 21: Wer das Spiel kennt, ist klar im Vorteil
  • Basis-Strategie: Ein komplettes Film Tagebuch
  • Geld zählt: Dem Luxus auf der Spur
  • Trailer
21 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
21
21

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Black Jack war noch niemals zuvor so unterhaltsam wie hier


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Robert Luketic
Drehbuch:
Peter Steinfeld, Allan Loeb (basierend auf dem Roman "Bringing Down the House")
Darsteller:
Jim Sturgess, Kevin Spacey, Kate Bosworth, Aaron Yoo, Liza Lapira, Jacob Pitts, Laurence Fishburne, Jack McGee, Josh Gad, Sam Golzari, Helen Carey

Label Deutschland :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
19.09.2008

Vertrieb Schweiz :
Rainbow Home Entertainment AG
Verkaufsstart Schweiz :
19.09.2008