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DVD-Besprechung - Die verbotene Stadt
Story:
Jahrhunderte hat diese Stadt in der Stadt überdauert und war mit ihren 9.999 1/2 Räumen doch immer nur einem Mann vorbehalten: Dem Kaiser von China. „Die verbotene Stadt“ wurde sie genannt, weil Normalsterbliche keinen Zugang erhielten. Die kaiserliche Stadt sollte sogar einmal abgerissen werden, ist aber inzwischen neben der großen Mauer zu der Touristenattraktion Chinas geworden. Die Dokumentation bietet einen tiefen Einblick in diese Herrscherstadt und zeigt dabei auch, wie sie inzwischen wieder im neuen Glanz erstrahlt.
Meinung zum Film:
1406 begann der Bau der Stadt unter dem dritten Ming-Kaiser Yongle. Nur 14 Jahre später war die Stadt, die auf einer Fläche von 3.400 mal 3.800 Meter erbaut wurde, bereits fertig. Der Geschichte zu Folge war dies Millionen Sklaven und 100.000 Kunsthandwerkern zu verdanken. Man legte selbst eine 50 Kilometer lange Eisschiene an, um die größte Steinplatte mit einer Fläche von 50 Quadratmetern transportieren zu können. 9.999 ½ Zimmer sind es deswegen geworden, weil nur der Himmel einen Palast mit 10.000 Räumen haben durfte und sich der „Sohn des Himmels“ mit weniger begnügen musste. Die Räume verteilen sich auf 890 Paläste und Pavillons, wobei die „Halle der höchsten Harmonie“, das größte und höchste Gebäude darstellte. Aufgrund der Höhe und fehlender Blitzableiter brannte diese Halle, in der der Drachenthron steht, mehrfach ab.
Immer wenn das staatliche Fernsehen CCTV eine Sendung produziert, muss man als Zuschauer vorsichtig sein. Wo endet die Wahrheit, wo beginnt die Propaganda, wie weit kann man all den Aussagen in einer solchen Sendung vertrauen? Diese Fragen muss man sicher stellen, denn leider wird in China sehr viel zensiert, sehr viel propagandistisches Material gezeigt. Nirgendwo kann man dies im Moment besser beobachten, als bei der Berichterstattung von den olympischen Spielen, die CCTV derzeit weltweit ausstrahlt. Berücksichtigt man dies im Vorfeld, wird man allerdings im Laufe der Dokumentation auf relativ wenig Propaganda und recht viel geschichtliche Treue stoßen. Unangenehm auffallen tut einem höchstens die historisch etwas verbrämte Zeit, als der letzte Kaiser gestürzt wurde und später zum Kaiser des Marionettenstaates Mandschukuo wurde. Pu Yi wird dabei etwas zu sehr als Aggressor dargestellt.
Technisch gesehen ist diese Dokumentation gelungen zu nennen. Das liegt an vielen Computeranimationen, die nicht immer als solche zu erkennen sind und die beeindruckende Flüge über die Stadt zeigen. Auf diese Art und Weise gewinnt der Zuschauer erst einen wirklichen Überblick über das gigantische Areal. Wenn nun auch das Inhaltliche mithalten könnte, wäre die Dokumentation als höchst gelungen zu bezeichnen. Leider ist dem nicht so. Auf zwei Teile aufgeteilt finden sich zahlreiche Wiederholungen in der Dokumentation. Aber auch zu Beginn des ersten Teils wird vieles, sehr vieles sogar, wiederholt. Man hätte hier mehr Material von den Restaurierungsarbeiten zeigen können, man hätte sicher auch noch mehr Details vom Bau einbinden können. Insgesamt hätte das gesamte Material ohne Wiederholungen wohl ungefähr 80 Minuten Zeit eingenommen. Wenn 17 Minuten verschwendet werden, dann ist das eigentlich schon ein Armutszeugnis in Bezug auf den Schnitt. Insgesamt wird das aber auch wieder etwas durch die gesamte Fülle an Informationen aufgewogen. Es wird Vieles gezeigt, was der westliche Zuschauer sicher noch nicht gewusst hat. Und man bekommt Lust doch einmal nach Bejing zu reisen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist sehr gut und lässt keine Wünsche übrig. Das gilt freilich für die vom Team gemachten Aufnahmen. Es gibt auch ein paar historische Aufnahmen, die freilich nicht der Qualität der sonstigen Bilder entsprechen. Der Ton liegt in Englisch und in Deutsch jeweils in Dolby Digital 5.1 vor. Allerdings bleiben die Toneffekte aus.
Als Special Features liegt nur eine Bildergalerie bei. Das ist eigentlich zu wenig.
Fazit:
Aufgrund der zahlreichen interessanten Fakten ist „Die verbotene Stadt“ sehenswert. Man hätte sich aber die zahlreichen Wiederholungen sparen können. Und ein paar der Fakten sind zugunsten der Propaganda nicht ganz glaubwürdig.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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98:37 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Die verbotene Stadt - Das Machtsymbol des chinesischen Kaisers
Forbidden City
Vom Verbotenen hin zum Museum
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
China, 2005 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: -
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 07.08.2008
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