Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Das Unheimliche
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Das Unheimliche

Story:
Der Schriftsteller Wilbur Gray (Peter Cushing) ist davon überzeugt, dass Katzen bösartige Kreaturen sind, die den Menschen nach dem Leben trachten und die heimlichen Herrscher der Erde sind. Um seine Behauptung zu untermauern, hat er ein Buch über drei Vorfälle geschrieben, in denen seiner Ansicht nach Katzen für den Tod von Menschen verantwortlich waren und ihr intrigantes Spiel deutlich wird. Als er das Buch seinem Verleger Frank Richards (Ray Milland) vorstellen will, muss er entsetzt feststellen, dass dieser selbst ein Katze als Haustier hält.

Meinung zum Film:
Die Rahmenhandlung von „Das Unheimliche“, dass Katzen die vermeintlichen Herrscher unseres Planeten sind ist schon ein wenig kitschig in seiner Umsetzung. Da helfen selbst gute und auch ernste Darsteller wie Ray Milland („Frogs“) und Peter Cushing („Dracula“) nicht, um das ganze gehaltvoller erscheinen zu lassen. Da die Rahmenhandlungen in Episodenfilmen aber generell eher selten vor guter Ideen strotzen, ist dies bei entsprechenden Episoden aber durchaus zu verzeihen. Den Anfang bei diesen einzelnen Segmenten macht eine nicht sonderlich außergewöhnliche Geschichte über eine vermögende alte Dame, die von einem Verwandten ausgenommen werden soll. In diesem einen Fall sorgen dann aber die Katzen dafür, dass der Plan ins Straucheln gerät und es einen tödlichen Ausgang nimmt. Diese im viktorianischen England spielende Story ist solide umgesetzt, doch wirkt die Grundidee von gierigen Verwandten schon reichlich abgegriffen, weswegen diese über einen soliden Unterhaltungswert nicht hinauskommt.

Die nächste Geschichte spielt in der damaligen Gegenwart und handelt von einem kleinen Mädchen, das nach dem Tod ihrer Eltern in das Haus ihrer Tante zieht und sich der Eifersucht von derer etwas älteren Tochter ausgesetzt findet. Ihr einziger Freund ist ihre Katze, die man ihr aber auch am liebsten wegnehmen würde. Das ganze Szenario erinnert die meiste Zeit über an ein eher deprimierendes Familiendrama. Die Aktionen, die aus Eifersucht von dem älteren Mädchen ergriffen werden gehen teilweise ein wenig sehr weit, was die Stimmung insgesamt ein wenig drückt. Am Ende gibt es dann natürlich die Wende und es erfolgt die Rache, die aber in erster Linie durch Hexerei ermöglicht wird und nur bedingt mit der Katze zu tun hat. Das Ende der Episode ist bitterböse und übertrifft die vorherigen Eifersuchtsaktionen deutlich.

Zum Abschluss gibt es eine fast schon persiflierende Story über einen Horrorschauspieler, der einen vermeintlichen, durch ihn fingierten Unfalltod seiner Frau beim Dreh eines Horrorfilms nutzt, um seine Geliebte in dem Film und seinem Ehebett als Ersatz zu platzieren. Donald Pleasance („Halloween“) erinnert hier in seiner Rolle deutlich an die späteren Filme von Vincent Price, in denen er unter anderem als Dr. Phibes über die Leinwände mordete. In Sachen ernster Horror ist das Gezeigte dann aber weniger überzeugend, in Sachen Comedyhorror aber durchaus gelungen. Insgesamt betrachtet gibt es somit einen ordentlichen viktorianischen Gruselfilm mit recht bekannten Motiven, ein teils beklemmendes Familiendrama mit schwarzer Magie und einen eher gelungen persiflierenden Beitrag im Stile der alten Dr. Phibes-Filme, eingebunden in einen etwas kitschig wirkende Rahmenhandlung über die vermeintliche Herrschaft der Katzen über die Menschen. Zu den Größen des Episodenhorror reicht es damit keinesfalls, aber zu gutem Durchschnitt kann "Das Unheimliche" sich zumindest noch so eben zählen lassen.  

Digitale Aufarbeitung:
Wenn man bedenkt, dass der Film sicherlich nicht zu viele Stückzahlen verkaufen wird, kann das Bild durchaus als gut gesehen werden. Das größte Problem sind die teilweise doch recht deutlich zu sehende Kontrastschwankungen, die den gesamten Film über immer wieder zu sehen sind, dabei aber nicht zu störend ins Gewicht fallen. Der deutsche Ton ist stets gut zu verstehen.

Als Extra gibt es auf der DVD nur eine Bildergalerie und den Trailer. Zusätzlich liegt noch ein Booklet mit bei, das ein wenig über die Hintergründe des Films berichtet. Wie auch die anderen Folgen aus der „Der phantastische Film“-Reihe von e-m-s, wird auch diese DVD in einem stabilen Pappschuber ausgeliefert.

Fazit:
„Das Unheimliche“ ist ein ordentlicher Anthologie-Film, der drei inhaltlich recht unterschiedliche Episoden zu bieten hat, die zwar nicht unbedingt vollends überzeugen können, aber es durchaus zu verstehen wissen, kurzzeitig zu unterhalten. Freunde des Genres werden zumindest kurzweilige Unterhaltung finden.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,66:1
1,66:1
85:01 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Englisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie
  • Trailer
  • Booklet
Das Unheimliche - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Das Unheimliche
The Uncanny

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Britischer Episodenhorror mit variantenreichen Episoden


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada / UK, 1977
Regie:
Denis Héroux
Drehbuch:
Michel Parry
Darsteller:
Peter Cushing, Ray Milland, Joan Greenwood, Roland Culver, Susan Penhaligon, Alexandra Stewart, Donald Pilon, Chloe Franks, Katrina Holden, Donald Pleasence, Samantha Eggar, John Vernon, Catherine Bégin

Label Deutschland :
e-m-s
Verkaufsstart Deutschland :
21.08.2008