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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Tödlicher Anruf

Story:
Nach mysteriösen Toden unter ihren Freundinnen findet Psychologie-Studentin Beth Raymond (Shannyn Sossamon) heraus, dass diese alle vor ihrem Tod einen Anruf auf ihrem Handy erhalten haben, der aus der Zukunft stammte und den Zeitpunkt ihres baldigen Todes zeigte. Det. Jack Andrews (Edward Burns) tappt indes im Dunkeln, doch auch er hat ein mysteriöses Element bei den Toten gefunden – sie alle hatten eine rote Kugel im Mund. Viel Zeit bleibt ihm allerdings nicht mehr bei der Suche nach Erklärungen, da von dem Handy eines jeden Opfers der nächste Todeskandidat angerufen wird.  

Meinung zum Film:
„Tödlicher Anruf“ ist das US-Remake des Takashi-Miike-Films „Chakushin ari“, der in Deutschland unter dem Titel „The Call“ veröffentlicht wurde. Der Film war für Miike ein eher ungewöhnlicher Film, da er ungewohnt massentauglich und verhältnismäßig zahm ausfiel. Der französische Regisseur Eric Valette („Malefique - Psalm 666“) wurde damit beauftragt, das US-Remake des Films zu drehen, da das amerikanische Volk in der Mehrheit lieber neugedrehte Versionen ausländischer Werke sieht, als in ihrer Sprache synchronisierte Originale. Und so erwischte es nach „Ring“, „Ju On - The Grudge“, „The Eye“ und vielen anderen Vertretern des asiatischen Gruselkinos nun auch „One missed call“. Mit dem Schreiben des Drehbuches beauftragte man Romanautor Andrew Klavan, der mit seinem Roman „Sag' kein Wort“ selbst schon einmal die Vorlage zu einem Drehbuch lieferte, im Anfertigen von Drehvorlagen aber noch unerfahren war.

Potential für gute Spannung hat der Plot sicherlich zu bieten. Anrufe aus der Zukunft, die sich nicht verhindern lassen, geisterhafte Erscheinungen, die offensichtlich die Vorboten des Ablebens darstellen und ein augenscheinlich wütender Rachegeist bergen zwar sicherlich keinen großen Raum für Innovationen, aber zumindest die Plattform für gruselige Momente. Aber genau hier scheitert „Tödlicher Anruf“ fast komplett. Weder als Grundstimmung noch in den vereinzelten Momenten möchte sich auch nur der Hauch von Spannung breit machen. Selbst die geisterhaften Wesen, die ansonsten in derartigen Filmen immer der Garant für einen zumindest kurzen Schockmoment sind, verpuffen im Nichts. Es wird im Grunde sehr schnell klar, dass der Sprung für den Drehbuchautor, vom Roman zur Drehvorlage wahrscheinlich ein wenig zu groß gewesen war, da es kaum einen markanten Moment im Film gibt, der auch nur den Hauch von Gänsehaut-Garantie bergen würde. Dabei hatte es das Original schon gezeigt, wie es funktionieren kann.

Ob es daran liegt, dass die Darsteller bereits sehr früh selbst bemerkten, in was für ein spannungsloses Projekt sie da hineingeschliddert sind und deswegen in den meisten Szenen eher gelangweilt wirken, ist nicht überliefert. Aber vor allem Ed Burns („Liebe braucht keine Ferien“) streift so lustlos durch die Geschichte, dass es schon fast an Arbeitsverweigerung grenzt. Shannyn Sossamon („40 Tage und 40 Nächte“) erscheint zwar ein wenig motivierter, scheitert aber vor allem an den vielen Logikfallen und den Längen, die das Drehbuch für alle bereithält. Ray Wise („Twin Peaks“) in der Rolle eine TV-Geisterjägers ist hinsichtlich der Rollenwahl das größte Opfer, denn sein Part im Film ist einfach nur kitschig bis lächerlich. Eine ähnliche Rolle gab es zwar auch schon im Original, doch wirkte die Figur dort nicht ganz so überzogen. Überhaupt gab es fast alles bereits in der japanischen Version zu sehen. Das Remake bringt es nicht fertig, ein paar entscheidende eigene Ideen einzubringen. Und so ist es recht leicht abschließend zu sagen – schauen Sie sich das Original an von Takashi Miike an. Da bekommen Sie das gleiche zu sehen wie hier, nur viel besser und vor allem wesentlich spannender. 

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut für die DVD aufbereitet worden und es gibt nichts, was man ihm vorwerfen könnten. Auch der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist stets sehr gut zu verstehen und macht Gebrauch von den Surroundlautsprechern, wenn es angebracht ist.

Extras gibt es keine auf der DVD zu finden.

Fazit:
Es mag Remakes geben, die durchaus ihren eigenen Reiz haben. Doch „Tödlicher Anruf“ gehört eindeutig nicht zu diesen Werken. Die Story ist sehr nah am Original, Spannung ist ein Fremdwort für den Film, selbst die Darsteller können nicht überzeugen. Man sollte besser die Version von Miike ansehen, da gibt es das gleiche wie hier zu sehen, nur um einiges besser.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
83:16 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Italienisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Italienisch
Bonusmaterial:
  • -
Tödlicher Anruf - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Tödlicher Anruf
One Missed Call

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
So aufregend wie der Anruf eines Teilnehmers, der sich verwählt hat


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / Japan / USA, 2008
Regie:
Eric Valette
Drehbuch:
Andrew Klavan (basierend auf dem Drehbuch zu "Chakushin ari" und dem Roman von Miwako Daira)
Darsteller:
Shannyn Sossamon, Edward Burns, Ana Claudia Talancón, Azura Skye, Johnny Lewis, Jason Beghe, Ray Wise, Margaret Cho

Label Deutschland :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart Deutschland :
25.07.2008