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DVD-Besprechung - WWE - Triple H - The King of Kings

Story:
Am 27. Juli 1969 wurde der unter dem Ringnamen „Triple H“ bekannt gewordene Paul Michael Levesque in Nashua, New Hampshire in den USA geboren. Der passionierte Bodybuilder begab sich schon in jungen Jahren unter die Fittiche des im Wrestlinggeschäft hoch geschätzten „Killer-Kowalski“ und erlernte von ihm die Grundlagen des Wrestlinggeschäfts. 1992 hatte Levesque seinen ersten Auftritt unter dem Namen Terra Ryzing in der IWF und arbeitete sich anschließend hoch zu einem der einflussreichsten und erfolgreichsten Wrestler des World Wrestling Enterainment Franchise.  

Meinung zum Film:
Als Paul Levesque 1994 in der Rolle des hochnäsigen Adeligen sein Debüt in der WCW gab, konnte er nicht so recht das Publikum begeistern. Bereits ein Jahr später wechselte er in die große WWE-Promotion, die vor dem Namensstreit mit der Tierschutzorganisation noch unter dem Namen WWF ihre Erfolge feierte. Das Gimmick des versnobten Aristokraten übernahm er, trat nun aber nicht mehr als Jean-Paul Levesque, sondern als „Hunter Hearst Helmsley“ in den Ring, sein Finishing Move war der „Pedigree“, der Stammbaum. Die Karriere im Business führte langsam, aber steil nach oben. Erst nach einigem Ärger mit den Bossen, nachdem man im Abschlussmatch gegen Kevin "Diesel" Nash und Scott "Razor Ramon" Hall, die zur verfeindeten WCW wechselten, bei einem Main-Event offen zeigte, dass alles nur Show im Wrestling ist, folgte ein lange Serie aus Niederlagen, welche die Schreiber für ihn in die Storylines schrieben. Namenstechnisch änderte sich einiges bei ihm mit der Zeit. Aus dem langen Namen wurde ein kürzeres „HHH“, das später zum prägnanteren und heute etablierten „Triple H“ wurde. Zwischenzeitlich nannte er sich auch „The Game“, was bis heute noch als Namenszusatz bestand hat.

1997 begann der Stern von Triple H immer heller zu erstrahlen. Erst gewann er das große Ausscheidungsevent „King of the Ring“ und konnte sich später im Jahr auch den WWF European Championship- und den WWF Intercontinental-Titel sichern. Zusammen mit dem ehemaligen „Heartbreak Kid“-Shawn Michaels bildete er den harten Kern der D-Generation X, die für immer wieder neue derbe Scherze auf Kosten anderer bekannt waren und Woche für Woche in den Shows die Kollegen und Offiziellen durch den Kakao zogen. Nach einer Knieverletzung gab es einen erneuten Karriereknick und es stand lange Zeit in den Sternen, ob Triple H überhaupt noch zurückkommen würde. Doch er schaffte das Comeback und wurde zu einem der ganz großen Superstars im Geschäft, den kurze Zeit später jedoch ein Sehnenriss im Knie erneut zu einer längeren Pause zwang. Nach seinem erneuten Comeback wurde er endgültig zu einem der wichtigsten Menschen im Wrestling-Geschäft. Zunächst heiratete er Stephanie McMahon, die Tochter vom WWE-Vorsitzenden Vince McMahon in einer Storyline. Doch die beiden kamen sich auch privat näher und heirateten auch im wahren Leben. Ob Levesque ohne diese Verbindung so oft den Titel geholt und diesen dann so lange gehalten hätte, wagen einige zu bezweifeln. Klar ist jedoch, dass es kaum einer versteht, die Massen so zu bewegen wie er. Egal ob er als Heel (Bösewicht) oder als Face (Guter) in den Ring steigt – das Publikum reagiert darauf, wie nur bei wenigen.

„Triple H – The King of Kings“ zeigt diesen Weg von Triple H von seinem Einstand in Geschäft bis hin zu seinen großen Erfolgen. Zwischen den einzelnen Matches erzählt Levesque immer wieder, welche Erinnerungen er an die jeweiligen Phasen und Matches hat, wobei so manche nette Begebenheit jenseits des Rings zur Sprache kommt. Im Gegensatz zur 2002 erschienenen Dokumentation „Triple H: The Game“, in der sehr viel über den Menschen berichtet wurde, wird hier die Gewichtung klar auf die Matches gelegt. Da die Doku aus 2002 noch nicht im deutschsprachigen Raum erschienen ist, wäre ein bisschen mehr Hintergrund über den Menschen aber wünschenswert gewesen, eine Bündelung beider Titel sicherlich der Idealfall. Bei der Vielzahl an wichtigen und erstklassigen Matches, die es von Triple H mittlerweile gibt, musste sich zudem auf eine begrenzte Auswahl an Kämpfen beschränkt werden, weswegen manch einer vielleicht „sein“ Lieblingsmatch vermissen wird. Bei den Kämpfen sind 3 Dinge klar zu erkennen. „Triple H“ ist ein Wrestler, der von seiner unbändigen Kraft und seiner rohen Entschlossenheit lebt und weit davon entfernt ist, ein High Flyer zu sein. Sein imposanter Körperbau hat über die Jahre deutlich an Muskelmasse zugenommen. Und zu guter Letzt ist die Gewalt im Wrestling-Geschäft immer drastischer geworden. Zu Beginn der Matches war es ein Kampf Mann-gegen-Mann. Irgendwann kam dann Triple H-Markenzeichen – der Vorschlaghammer – ins Spiel, bis zum Ende hin immer mehr Blut zu fließen begann in den Matches. So ist auf der DVD nicht nur der Werdegang von einem der faszinierendsten und erfolgreichsten Wrestler aller Zeiten zu sehen, sondern zusätzlich auch der Werdegang des Wrestling Entertainment Sports selbst. Wrestling-Fans sollten von daher unbedingt zugreifen.  

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen, allerdings macht sich teilweise die Kompression recht deutlich bemerkbar. Sonderlich störend fällt dies allerdings nicht ins Auge. Neben dem deutschen Ton, bei dem die beiden Kommentatoren Carsten Schäfer und Günter Zapf zu hören sind, gibt es auch die empfehlenswerten Kommentare von u.a. Jerry „The King“ Lawler und Jim Ross im englischen Original zu hören. Beide Tonspuren sind klar verständlich und wie von den Ausstrahlung im TV gewohnt in der Qualität.

Als Extras gibt es 2 weitere Kämpfe von Triple H zu sehen. Im ersten ist das Ringdebüt von Terra Ryzing in der IWF zu sehen, das von Triple H und Jim Ross kommentiert wird. Im zweiten gibt es einen frühen Kampf von Hunter Hearst Helmsley gegen Henry O. Godwinn, für den er sich in einem Schweinestall im Dreck wühlen musste.  

Fazit:
„Triple H – The King of Kings“ ist eine sehr interessante Ring-Dokumentation, in der einige Kämpfe der Wrestling-Ikone zu sehen sind. Wrestling-Freunde werden sich die Kämpfe sicherlich immer wieder gerne ansehen, einzig ein bisschen mehr Hintergrundinfos werden ein wenig vermisst. Vom Kauf abhalten lassen sollte sich dadurch allerdings niemand, der dem Wrestling-Event positiv gegenüber steht.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,33:1
1,33:1
328:59 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Französisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch, Französisch
Bonusmaterial:
  • Schweinestall-Match: Hunter Hearst Helmsley vs. Henry O. Godwinn
  • Das erste Profi-Match: Terra Ryzing vs. Flying Tony Roy
WWE - Triple H - The King of Kings - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Triple H - The King of Kings
Triple H - The King of Kings

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Time to play "The Game"


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
-
Drehbuch:
-
Darsteller:
Triple H, Marc Mero, Shawn Michaels, Stone Cold Steve Austin, Chyna, Mick Foley, Owen Hart, Batista, Ric Flair, John Cena, Edge

Label Deutschland :
SilverVision
Verkaufsstart Deutschland :
28.07.2007