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DVD-Besprechung - Das Phantom der Oper
Story:
In der Londoner Oper soll „Johanna von Orleans“ aufgeführt werden, doch bei der Uraufführung stürzt der Kulissenmeister in ein Seil und erhängt sich dadurch vor dem Publikum. Nach diesem Vorfall werden weitere Aufführungen zunächst ausgesetzt, zumal die Sängerin aus der Produktion aussteigt. Ein Ersatz muss her und so kommt auch die begabte Christine (Heather Sears) zum Vorsingen und betört eine Person, von der niemand etwas weiß. Das Phantom (Herbert Lom) haust in den Katakomben der Oper und will, dass nur Christine die Oper singen soll und es setzt alles daran, dies zu verwirklichen.
Meinung zum Film:
Die Geschichte von einem unheimlichen Grauen, das tief in den Katakomben einer Oper lebt und hin und wieder durch sein Erscheinen Grauen erregt, wurde schon in den Kindertagen des Films als „Das Phantom der Oper“ gedreht. Immer neue Varianten kamen in den letzten rund 100 Jahren zusammen, aber nur wenige waren wirklich sehenswert. Das Phantom war mal aber eigentlich immer eine tragische Figur, sei es aus einer unerfüllten Liebe heraus oder weil das Schicksal ihm auf andere Weise übel mitgespielt hat. Kernstück ist aber immer die junge Sängerin Christine, die es dem Unhold angetan hat und nur sie soll die Oper singen, mit der es sich identifiziert. Selbst der italienische Kultregisseur Dario Argento setzte den Stoff 1998 um und schuf eine sehr brutale Spielart der hinlänglich bekannten Geschichte.
In der vorliegenden Verfilmung von 1962 spielt Herbert Lom („Krieg und Frieden“) den maskierten Übeltäter und beweist einmal mehr, dass er über ein breites schauspielerisches Spektrum verfügt. Nun, seine Mimik kommt erst gegen Ende des Films zum tragen, doch die vorhergehenden Dialoge sind als klassisch anzusehen. Die Fassung ist komplett in englischer Sprache und mit deutschen Untertiteln versehen, denn es ist eine deutsche Erstveröffentlichung. Es ist schon sehenswert, wie sich die „Hammer-Studios“ des Themas angenommen haben und mit Terence Fisher den Regisseur aufgeboten haben, der einst „Dracula“ in Szene setzte. Lom als Phantom wurde als tragische Figur gesehen, als das Opfer eines arroganten Aristokraten, der ihm übel mitgespielt hat.
Bestechend ist die Atmosphäre, die von den Bildern ausgeht. Wie man es von „Hammer“ kennt, wurden schöne Kulissen geschaffen, die den Zuschauer in den Bann ziehen und wenn die Orgelklänge der Toccata erklingen und die Akkorde durch und durch gehen, dann setzt bei dem Gruselfreund der Wohlfühlfaktor ein. Im Vergleich zu heutigen Maßstäben ist der Thrill und der Grusel eher als moderat zu bezeichnen. Konnten früher nach dem Kinobesuch mit diesem Film junge Männer noch ihre Angebeteten erschrecken, so ist dies heute nicht mehr möglich. Für knapp eineinhalb Stunden klassische Unterhaltung taugt er aber allemal. Wer der englischen Sprache halbwegs mächtig ist, der muss nicht unbedingt auf die Untertitel achten, denn die Sprache ist recht einfach gehalten und es gibt nicht zu viele fremde Vokabeln.
Digitale Aufarbeitung:
Wie schon bei früheren Veröffentlichungen älterer Klassiker hat KochMedia wieder eine gute Arbeit in Auftrag gegeben. Das Bild ist, trotz Baujahr 1962, sehr schön geworden und zeigt sich in schönen Farben und mit einem ordentlichen Kontrast. Einzig ein sehr leichtes Rauschen ist bei genauer Betrachtung bemerkbar. Der Ton ist gut und klar verständlich.
Als Extras gibt es den englischen Trailer, einen Radiospot, sowie eine Bildergalerie. In der DVD-Hülle befindet sich noch ein 16-seitiges Booklet mit einer Fülle an Informationen.
Fazit:
„Das Phantom der Oper“ ist bislang in Deutschland noch nicht veröffentlicht worden und präsentiert sich im englischen Originalton mit deutschen Untertiteln. Eine schöne Perle aus den Hammer-Studios, die sich gerade Fans der gepflegten Gruselunterhaltung nicht entgehen lassen sollten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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80:46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Englischer Trailer
- Radio Spot
- Bildergalerie
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Das Phantom der Oper
The Phantom Of The Opera
Endlich mal kein singendes Phantom
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 1962 Regie: Terence Fisher Drehbuch: Gaston Leroux, Anthony Hinds Darsteller: Herbert Lom, Heather Sears, Edward de Souza, Michael Gough, Thorley Walters
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 08.08.2008
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