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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Zauber der Liebe

Story:
Bradley Smith (Greg Kinnear) hat wenig Glück in der Liebe, denn gerade erst hat ihn seine Frau Kathryn (Selma Blair) für eine andere Frau verlassen. Moralische Unterstützung und Rat holt er sich bei seinem väterlichen Freund Professor Harry Stevenson (Morgan Freeman), der selbst eine Leere in sich trägt, seit sein Sohn vor wenigen Jahren verstarb. Als Bradley die Maklerin Diana Croce (Radha Mitchell) trifft, scheint er sein neues Glück gefunden zu haben, doch diese kann sich trotz aller Liebesbekundungen nicht von ihrer langjährigen Affäre mit dem Verheirateten David Watson (Billy Burke) lösen. Mehr Glück in der Liebe scheinen Oscar (Toby Hemingway) und Chloe (Alexa Davalos) zu haben, die beide eine große Verbundenheit spüren. Doch dann erfährt Chloe von einer Wahrsagerin, dass ihrem Freund ein früher Tod bevorsteht.

Meinung zum Film:
Manch einer mag beim Titel des Films denken, dass „Zauber der Liebe“ der perfekte Film für einen kuscheligen Abend zu zweit sein könnte. Wer allerdings keinen Reinfall erleben möchte, sollte schleunigst umdenken und einen anderen Titel aus dem Regal nehmen. Denn vom Zauber der Liebe hat Regisseur Robert Benton („Kramer gegen Kramer“) nur wenig eingefangen, dafür aber so manchen Moment, in dem Menschen Schmerzen ausgesetzt werden, wie man sie nur durch enttäuschte Liebe erfahren kann. Nun ist es sicherlich auch nicht falsch, wenn ein Film die schmerzvollen Seite der Liebe betrachtet, doch sollte er dann dafür auch die entsprechende Dramatik und die notwendige Charaktertiefe mit sich bringen. Doch leider versagt der Film auch hier.

An den Darstellern liegt es sicherlich nicht, dass der Funke nicht so recht überspringen will. Im Grunde sind ihre durchweg sehr guten Leistungen sogar der einzige Grund, warum der Streifen keine komplette Bauchlandung hinlegt. Greg Kinnear („Wir waren Helden“) schafft es seinen mehrfach von der Liebe enttäuschten Charakter nicht als kompletten Liebeskasper dastehen zu lassen, während Morgan Freeman („Die Verurteilten“) seinen weisen alten Ratgeber in Sachen Liebe nicht kitschig dastehen lässt. Radha Mitchell („Wenn Träume fliegen lernen“) ist eine annehmbare gefühlskranke Frau, die einem Mann das Heiratsversprechen gibt, während sie weiterhin eine Affäre mit einem verheirateten Mann pflegt, welcher ebenfalls annehmbar gut von Billy Burke („Im Netz der Spinne“) gespielt wird. Das junge Liebespaar stellen Toby Hemingway („Der Pakt - The Covenant“) und Alexa Davalos („Der Nebel“) auf eine sympathische Art dar und in Nebenrollen agieren Fred Ward („Tremors“) als brutaler Vater von Oscar und Selma Blair („Hellboy“) als Bradleys Ehefrau, die sich gleich zu Beginn umorientiert.

Doch die besten Schauspieler können nur noch den Schaden begrenzen, wenn das Drehbuch von Allison Burnett („Es begann im September“) so wenig Substanz hat. Das fängt bei der Wahrsagerin an, die Chloe vorhersagt, dass ihr Freud jung sterben würde. Natürlich glaubt Chloe ihr ohne Vorbehalte und richtet ihr ganzes Leben nun nach dieser Weissagung aus. Aber auch die Worte von Harry Stvenson, der immer einen weisen Rat parat hat und sich dabei wie einer der zu Beginn von ihm erwähnten Götter aufführt, sind stets nah am Kitsch. Bradley Smith ist vielleicht noch am ehesten annehmbar, wenn er auf der Suche nach seinem Stück der Liebe blindlings in sein Unglück stürzt. Dass Diana sich ihm verspricht, jedoch weiter regelmäßig Schäferstündchen mit David abhält, erscheint hingegen nicht sonderlich annehmbar, da man als Zuschauer für ihr Verhalten einfach viel zu wenig hintergründe erhält. So, wie es im Grunde bei den meisten Handlungen im Film der Fall ist. Und durch seine doch recht oberflächliche Geschichtenerzählung kommen die tragischen Momente ohne emotionale Wirkung beim Publikum an. So wenig der Film den Zauber der Liebe darstellt, so wenig vermag er es die Schattenseiten der Gefühlswert angemessen zu präsentieren.   

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und kann sich einen guten Platz im Mittelfeld sichern. Der deutsche Ton ist klar verständlich, kommt aber nicht zuletzt auf Grund der Thematik fast ausschließlich aus der Front.

Bei den Extras finden sich neben dem Trailer noch 3 Beiträge. Der erste „Die Figuren“ beschäftigt sich in 12 Minuten mit den Charakteren und den Darstellern. Bei „Ein fröhliches Fest“ wird in 8 Minuten auf den Prozess vom Buch zum Film eingegangen. Das letzte Feature „O die tollen Sterblichen“ beschäftigt sich über rund 8 Minuten mit dem teils blinden Verhalten der Menschen, wenn es um die Liebe geht.

Fazit:
Der Titel „Zauber der Liebe“ ist irreführend, da von dieser Magie überhaupt nichts zu sehen ist. Im Grunde geht es hier fast ausschließlich um den Schmerz, der aber auch nur recht oberflächlich gezeigt wird. So bleibt am Ende nur die sehr gute Arbeit der Darsteller, die dafür sorgt, dass der Film zumindest aus dieser eingeschränkten Sicht zu unterhalten weiß. Gesehen haben muss man ihn deswegen aber keinesfalls.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
97:22 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Die Figuren
  • Ein fröhliches Fest
  • O die tollen Sterblichen!
  • Trailer
Zauber der Liebe - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Zauber der Liebe
Feast of Love

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Alles nur fauler Zauber


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Robert Benton
Drehbuch:
Allison Burnett (basierend auf dem Roman von Charles Baxter)
Darsteller:
Greg Kinnear, Morgan Freeman, Radha Mitchell, Billy Burke, Alexa Davalos, Toby Hemingway, Selma Blair, Jane Alexander, Fred Ward

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
24.10.2008