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DVD-Besprechung - Cloverfield
Story:
Rob (Michael David-Stahl) will sich beruflich ein wenig verändern und für längere Zeit nach Japan gehen. Seine Freunde organisieren eine große Abschiedsparty und es wird ein sowohl unterhaltsamer Abend wie auch einer mit einer unerwarteten, unfreiwilligen Enthüllung. Irgendwie kommt heraus, dass Rob mit Beth (Odette Yustman) etwas hatte und sich die beiden eigentlich ineinander verliebt haben. Es ist das Thema des Abends und wird selbst auf dem Balkon diskutiert, als plötzlich die Erde erbebt und der Strom ausfällt. Kurz darauf ist der Strom wieder da und aus dem Fernsehen wird vermeldet, dass ein Tanker in der Bucht von New York havariert sei. Da kommt eine weitere gigantische Erschütterung und ein erstes Gebäude explodiert. Etwas ist in der Stadt angekommen.
Meinung zum Film:
„Cloverfield“ hat aufgrund seiner Machart beim Kinopublikum unterschiedlichste Reaktionen ausgelöst. Die Meinungen gingen von „sensationell“ bis „Brechreiz“ und beide Meinungen sind vertretbar, je nach Filmgeschmack. Der komplette Film ist eine Aufnahme mit einer Heimvideokamera, mit der zunächst eine Party in New York gefilmt wird. Natürlich wurde ein besseres Gerät verwendet und so bekommt das Publikum weitgehend die gewohnte Spielfilmoptik. Gewöhnungsbedürftig ist natürlich die freihändige Kamerafahrt und so gibt es mehr wackelige als ruhige Bilder. Wer dies schon nicht mag, bei dem kann „Cloverfield“ nicht punkten. Wem allerdings „Blair Witch Project“ gefallen hat, der wird dem Katastrophenfilm sicherlich von der Grundstimmung her schon mal etwas abgewinnen.
Ein ganz klarer Reiz in „Cloverfield“ ist, dass der Zuschauer nur genauso viel oder wenig weiß, wie die Personen, die vor der Kamera zu sehen sind. Bis zum ersten Kracher dauert es allerdings erstmal, denn die ersten zwanzig Minuten stehen voll und ganz für die Party zur Verfügung. Diese läuft so ab, wie man es hierzulande auch kennt. Drinks, Musik, Gespräche und die diversen Tratschereien unter den Partygästen. Dann aber geht es Schlag auf Schlag. Gebäude erbeben, kurzzeitiger Stromausfall, Panik. Und dann fliegt auch noch ein bekanntes Wahrzeichen New Yorks effektvoll durch die Straßenschluchten. Ohne zuviel verraten zu wollen, entwickelt sich ein Mix aus „Godzilla“, „Blair Witch Project“ und einem weiteren Topstreifen des Grusel- bzw. Science-Fiction-Films. Letzteren zu nennen wäre an dieser Stelle unfair. Die Art der Inszenierung wirft dann auch einige inhaltliche Fragen auf und mit dem Ende des Film setzt zudem ein kleiner Frust ein. Es gibt so vieles, was man noch wissen möchte, doch es sind nun einmal „nur“ die Bilder einer gefundenen Heimkamera. Da muss der Zuschauer durch.
Bei allen positiven Ansätzen gibt es aber auch Kritik an der Handlung. Da ist z.B. Rob, der seine Freundin Beth aus ihrer Wohnung retten will, die mitten im zerstörten Manhattan liegt und durch das etwas tobt, was nicht von dieser Welt zu sein scheint. Man mag dem Charakter des jungen Mannes ja noch abnehmen, dass er sein Leben für die Geliebte riskieren will, doch auch seine Freunde Lily und Hud sind dabei. Als normal denkender Mensch setzt hier eigentlich der Selbsterhaltungstrieb ein und es wäre moralisch nicht verwerflich, den Helikopter der Armee zur Flucht zu nutzen. Hier setzt sich zu sehr Hollywood durch und in dieser Phase wirkt das Geschehen unglaubwürdig und konstruiert. Kleiner Hinweis am Rande: In der Schlusssequenz sitzen Rob und Beth am Meer und filmen sich. Hier sollte der Zuschauer rechts auf die Meeresoberfläche achten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist in Ordnung und die eingearbeiteten Störungen sind Bestandteil des Filmstils. Der Ton hätte ein differenzierter sein dürfen, wobei er in den entscheidenden Szenen jedoch passt.
Die Extras sind umfangreich und deutsch untertitelt. Zunächst gibt es ein Making Of, welches sehenswert ist und sich zunächst mit dem Thema befasst, wie man nichts von solch einem Projekt an die Öffentlichkeit kommen lässt. Dann folgt ein Kapitel zu den Spezialeffekten und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, was da alles digitalisiert wurde. Natürlich widmet sich ein weiterer Beitrag dem Monster und entfernte Szenen fehlen natürlich auch nicht. Patzer vom Dreh sorgen dann ein bisschen für Erheiterung, ehe man sich den beiden alternativen Enden des Filmes widmen kann. Regisseur Matt Reeves hat es sich nicht nehmen lassen, für den Film einen Audiokommentar zu verfassen.
Fazit:
„Cloverfield“ ist eine positive Filmüberraschung, bei der sich aber nicht jeder Zuschauer wohl fühlen wird. Die Idee eines Katastrophenfilms aus der Sicht der betroffenen Menschen ist gut umgesetzt und beim ersten Ansehen wird es zu einem wirklich spannenden Abenteuer. Technisch lässt die DVD keine Wünsche offen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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81:12 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Regisseur Matt T. Reeves
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Cloverfield
Cloverfield
Ich habe es gesehen und es ist riesig
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Matt T. Reeves Drehbuch: Drew Goddard Darsteller: Lizzy Caplan, Jessica Lucas, T. J. Miller, Mike Vogel, Odette Yustman
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 22.08.2008
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