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DVD-Besprechung - The 24th Day

Story:
Als der smarte Dan (James Marsden) nach durchzechter Nacht mit Tom (Scott Speedman) nach Hause geht, hofft er auf schnellen, reuelosen Sex. Doch es kommt anders: Tom überwältigt Dan, fesselt ihn an einen Stuhl und entnimmt ihm eine Blutprobe. Dann erklärt er dem verdutzten Opfer, dass sie vor fünf Jahren schon einmal Sex miteinander hatten, Toms einziger Ausflug in diese Richtung. Jetzt ist Tom mit dem HIV-Virus infiziert und will wissen, ob er es von Dan hat. Sollte die Blutprobe positiv ausfallen, so erklärt er Dan, wird er ihn töten. 

Meinung zum Film:
Tom und Dan treffen sich in einer Bar, woraufhin Dan Tom mit in seine Wohnung begleitet. Dan hofft auf eine schnelle Nummer, doch nach einigem anscheinend harmlosen Geplauder stellt sich heraus, dass es ganz anders kommen soll. Denn Tom ist Dan schon seit einiger Zeit auf der Spur, da er glaubt, von ihm das HIV-Virus bekommen zu haben. Er nimmt ihm eine Blutprobe ab und fesselt ihn an einen Stuhl, um ihn solange gefangen zu halten, bis die Ergebnisse der Blutuntersuchung zwei Tage später eingetroffen sind. Dann soll es Dan entweder freistehen zu gehen, sofern der Test negativ ausfiel, oder sein letztes Stündlein geschlagen haben, sollte sich herausstellen, dass er tatsächlich positiv ist. Denn Tom hat nicht nur seine eigene Gesundheit verloren, auch seine Frau hat sich angesteckt und wurde daraufhin in einen Unfall-Selbstmord getrieben. Dafür soll Dan zahlen. Doch was, wenn gar nicht Tom seine Frau infizierte, sondern er das Virus von ihr bekam...?

"The 24th Day" war ursprünglich ein Bühnenstück des Regisseurs - und das merkt man dem Film auch deutlich an. Fast die gesamte Laufzeit des Films über spielt sich die Handlung in Toms Appartment ab und besteht daraus, dass er und Dan miteinander reden oder sich gelegentlich an die Gurgel gehen. Was im Theater sicher sehr gut funktioniert, da es dort eben in erster Linie um die Dialoge geht, wird im Film leider ein Stück weit langweilig - insbesondere, wenn man einen Thriller erwartet. Als Drama ist die Produktion hingegen durchaus akzeptabel, wenngleich sie insgesamt eher wie ein TV-Film vom Sonntagabend wirkt und kaum den Eindruck einer Kinoproduktion macht. Dabei ist die Story gar nicht mal schlecht und auch der Schluss zeigt sich anders als erwartet. Doch leider schafft es der Film nicht, den entscheidenden Funken überspringen zu lassen, der den Wiederansehwert ausmachen würde. Man schaut sich "The 24th Day" an und wird zwar nicht allzu schlecht unterhalten, hat aber trotzdem nicht das Gefühl, dass es sich um einen Film handelt, den man unbedingt gesehen haben muss.

Positiv hervorzuheben sind allerdings die beiden Hauptdarsteller, die in ihren Rollen sehr überzeugend wirken. James Marsden ("X-Men") spielt den smarten Dan, der sich angeblich dauernd testen lässt und garantiert nicht HIV-positiv ist. Sein Gegenpart Tom wird von Scott Speedman übernommen, der insbesondere durch "Underworld" bekannt wurde. Beide schaffen es, ihre Figuren glaubhaft zu verkörpern, ohne dabei den jeweils anderen an die Wand zu spielen, und bilden somit letztlich ein ausgewogenes Duo. Dan versucht immer wieder, Tom von seinem Plan abzubringen, und dieser geht zum Schein darauf ein, zeigt aber jedes Mal schnell, dass er am Ende doch die Oberhand behält. 

Digitale Aufarbeitung:
Die technische Qualität entspricht ebenfalls der einer TV-Produktion, zumal das Bild eher an eine Fernsehserie aus den 1990er Jahren erinnert. Der Transfer ist stark weichgezeichnet, es mangelt sehr deutlich an Schärfe. Zudem ist durchwegs leichtes bis mittelstarkes Hintergrundrauschen wahrnehmbar. Der Ton liegt - wie so oft bei kleinen Labels - in zig Varianten vor, ohne dass dazu wirklich Anlass bestünde. Während man bei der englischen Originalfassung mit Stereo vorlieb nehmen muss, bekommt man die deutsche in Stereo, Dolby Digital 5.1 sowie dts 5.1 geboten. Hier hätte vollends die Dolby-Digital-Fassung gereicht, da sich diese bekanntlich auf Stereo downmixen lässt und dts völlig unnötig ist, da der Film nahezu nur aus Dialogen besteht. So bietet die dts-Fassung auch mal wieder keinen nennenswerten Unterschied zur Dolby-Variante. Den entsprechenden Speicherplatz hätte man lieber dem Bild einräumen sollen.

Als Bonusmaterial gibt es lediglich zwei Trailer und Bildergalerien. 

Fazit:
"The 24th Day" ist ein ganz ordentliches Drama, das allerdings auf der Bühne deutlich besser aufgehoben ist als im Film - besonders, wenn das Ganze dann noch als "Thriller" vermarktet wird, obwohl intensive Spannung nie so wirklich aufkommen mag. Der Film verfügt zwar über gute Darsteller, bietet jedoch im Endeffekt keinen echten "Muss man sehen"-Faktor. Als Zuschauer wird man wohl eher zur Leih-DVD greifen oder warten, bis der Streifen mal im Fernsehen läuft. 

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
92:06 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Bildergalerie
The 24th Day - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The 24th Day
The 24th Day

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Ziemlich lahmer Thriller auf TV-Niveau


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004
Regie:
Tony Piccirillo
Drehbuch:
Tony Piccirillo
Darsteller:
James Marsden, Scott Speedman, Sofía Vergara

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
15.08.2008